Beiträge von Los Eblos

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    Original von Maggo#13
    Kicken: Hmmm, zum kicken ist der auch nicht da. Wenns kicken soll, muss leicht her. Leicht hat aber keinen Platz. Also Platz mit bissel Haue. Und da gibts nicht so viel was ins Raster passt. CLK, S4, M3, Mustang. Thats it.


    Völlig schlüssig. Ich wollte nur meine Gefühle beim Begucken der Fotos kund tun.

    Ingo, Du hättest keinen E-Smart nehmen sollen, sondern nen E-Sprinter. Dann könntest Du die Ladefläche mit Akkus vollpacken und die dann alle in der Firma laden... und den dann zu Hause verkochen oder den Pool mit heizen oder so :lol:

    Die werden dann später vom Steuerberater eingenordet :lol:

    In Braunschwegi ging kürzlich ein rein elektrischer Linienbus in Betrieb. Der wird an einigen Haltestellen aus der Straße heraus induktiv geladen. Das muss ich mir unbedingt mal angucken. Ob man da Kreditkarten in der Tasche haben sollte? :lol:

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    Original von photo-S
    @ Bernd und Lars:
    Der S macht also bei weniger Tempo mehr Spass (aka Nervenkitzel), was will man mehr? :lol:


    Genau so sehe ich das. Ich mag diese alltägliche Herausforderung. Diese Karre will mich ärgern... und ich huste dem was. Bringt voll Bock.

    Bernds Schilderungen stimmen ausnahmslos. Da macht er sich meiner Meinung nach auch keine Freunde mit weniger. Das spiegelt wieder, dass die Wünsche und Belange bei jedem anders sind. Aus verschiedenen Gründen, auch wegen schlechter Erfahrungen, will Bernd das lieber weniger brenzlig, und empfindet das geschwindigkeitskaschierende, harmlosere Fahrverhalten der weiter entwickelten Fahrzeuge eher vorteilhaft. Darum gibt es kein absolutes "gefährlich" oder "langweilig": Das entsteht im Auge (und Popometer) des Betrachters.

    Wir sind aber noch offtopic.

    Ich fand den Unterschied zwischen OEM-Werten und UK-Werten gar nicht so frappierend. Mit UK wird das alles noch ein bissl leichtfüßiger. Und durch den größeren Sturz bei hohen Querbeschleunigungen auch satter im Grip. Aber Welten habe ich da nicht feststellen können. Dazu kommt, dass (je nach Reifen) die UK-Werte bei Leuten, die gezwungenermaßen viel geradeaus fahren müssen, ziemlich viel Reifenverschleiß an den Innenflanken hinten bringen. Ich muss leider so viel geradeaus fahren... und da stand der Verschleiß-Zuwachs in keinem sinnvollen Verhältnis zum Grip- und Handing-Gewinn.

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    Für mich scheinen die UK-Werte optimal, aber das muss wohl jeder für sich herausfinden.


    Ja. Ausprobieren macht schlauer. Muss ja zum Glück nicht jeder so viel geradeaus fahren, wie ich hier zu Hause.

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    Original von photo-S
    Muss man sich echt vor langgezogenen Kurven auf Landstrassen fürchten? :cry:

    jetzt bspw. verglichen mit einem E34 M5 ohne ESP und Schnickschnack :nod:


    Den E34 bin ich jahrelang gefahren. Als 315 PS und 340 PS-Variante. Den bin ich nie so hart in den Kurven gefahren, wie den S. Weil es nicht mein Auto war. Und weil ich anfangs 18 Jahre alt war. Aber in Erinnerung habe ich die Autos dennoch gut. Die waren nicht so mitteilsam. Nicht so quirlig. Nicht so agil. Nicht so spitz. Sicher nicht grundsätzlich gutmütig... bei Nässe musste man da auch mehr aufpassen. Aber eben doch irgendwie easy to drive. Ich habe den E34 M5 als Power-Limousine (was es ja auch sein soll) in Erinnerung. Normales Auto mit geschärftem Feedback und Power.

    Der S ist da irgendwie anders. Schon weil er neutraler in der Massenverteilung ist. Beim M5 sitzt großer Motor auf Vorderachse. Das ist einfach was Anderes.

    Ich letztes Jahr als Beifahrer bei TJ im 135i aufm Bilster Berg unterwegs. Kurvengeschwindigkeiten same same. Fahrgefühl dabei totally different. Da, wo der S2000 ein feines Sacknahtkribbeln provoziert... wo man denkt... "oh oh... oh...", da rollt der BMW stoisch drüber, als wäre nix.

    Ich letztes Jahr als Beifahrer in nem neuen Boxster S Vorführer. Kurve bei meinem Elternhaus vor der Tür. Kurve hängt und hat glatten Asphalt. Wo der S sich rutschend anfühlt... ich denke: "oh oh oh, das ist forsch!"... der Boxster zieht stoisch durch, als wäre nix.

    Beide Male sind die Kurvenspeeds vergleichbar. Das Gefühl jedoch ein völlig anderes. Was ist da los? Meine Sicht der Dinge: In den modernen Fahrzeugen verschwinden die Nuancen der Straßeneigenschaften in den Reifen, dem Fahrwerk, den Achslagern und der Lenkung irgendwo im Nirvana. Das ESP regelt prekäre Situationen glatt. Man kann mit den modernen Autos viel einfacher schnell fahren.

    Das muss daran liegen, dass die Lenkung beim S spitz ist. Dass die Achsgeometrie keiner Großserie geschuldet ist, sondern auf eben jenen Fahrspaß hin entwickelt wurde. Dass die Buchsen und Fahrwerksteile straffer sind und mitteilsamer funktionieren. Vielleicht könnt ihr diese Überlegung noch weiter führen...

    Soll nicht unerwähnt bleiben: OEM beim S2000 ist nicht Gold. Das kann man optimieren. Und wenn man das, wie heute üblich, über fünf Generationen optimiert hat, dann kommt da das Fahrgefühl eines modernen Langweilers bei raus.

    Darum: Ich finde, dass der S subjektiv anstrengender und schwerer zu fahren ist, ist goldrichtig so. Warum? Weil man hier, genau bei diesen Momenten, den Fahrspaß bekommt, der einem bei den anderen, zudem deutlich teureren Autos, vorenthalten bleibt. Ich finde, der S serviert viel mehr Informationsflut, als ein normales, modernes Auto. Und mit den vielen Informationen klar zu kommen... nicht überfordert zu sein, sie zu nutzen lernen, sie auf die Spitze zu bringen... da bedarf es Können. Und Eier. Und Respekt. Und Verstand.

    Das ganze passiert bei Nässe auch genauso, jedoch auf viel geringerem Geschwindigkeitsniveau. Fehler äußern sich drastischer. Und häufiger, weil man bei Nässe in die wirklichen Grenzbereiche sehr schnell hinein kommt, was bei Trockenheit aufgrund des sehr hohen Grundniveaus eher seltener ist, speziell wenn man eher vorsichtig ist.

    Angst haben vor der langgezogenen Landstraßenkurve? Nein. Weil der S... weil MEIN S absolut nichts tut, was ich nicht irgendwie vorausahnen könnte. Überrascht wurde ich in den eher unaufmerksamen Momenten... wo man so dahin rollert. Nicht beim Hartgas, nicht im Gefecht... weil da sind meine Sinne extrem geschärft. Phasen geringer Konzenration sind tückisch. Fliegst Du beim Ballern ab, warst Du zuerst zu dämlich, weil zu schnell, und dann zu ungeschickt, das noch gerade zu biegen.

    Angst haben vor der langgezogenen Landstraßenkurve? Ja. Wenn der Zufall bei Dir mitfährt. Wenn Du glaubst, geiler Macker zu sein... es aber vielleicht doch gar nicht so bist. Und glaubt mir... mit 25 dachte ich auch... "moah!" N scheiß! Großmaul und Poser? Sei ehrlich zu Dir! Dann... Angst haben vor der langgezogenen Landstraßenkurve? Ja, bitte!

    Blödsinn?

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    Original von bpaspi
    Der Abstand zwischen Bremssattel und Felgenspeichen ist unabhängig von der ET.


    Der Satz ist jetzt aber sehr unglücklich missverständlich.

    ET sagt etwas über den Versatz zwischen Felgenmitte und Nabenauflagefläche aus. Wo der Designer dann seine Speichen lang zwiebelt, steht auf nem ganz anderen Blatt. Insofern ist das von Felge zu Felge von der ET der Felge tatsächlich unabhängig.

    Wenn man aber ne Distanz von 10mm dazwischen schraubt, ist die Speiche 10mm weiter vom Sattel weg.

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    Original von Maggo#13
    Bei Nässe spielt auch das Diff eine riesige Rolle. Imho sogar eine größere als Sturz, Reifen und Fahrwerk zusammen. Wenn der Grip innen abreißt und sich die Kraft auf das äußere Rad verteilt, dann braucht man zum abfangen so viel Routine wie man als Trockenfahrer einfach selten hat.


    Exakt dieses Szenario würde ich gern mal auf nem Trainingsgelände nachstellen. :thumbup:

    Ich bin 7 Saisons lang Winterfahrer gewesen. Ich habe den S im Schnee und nicht selten auf ungleichen Untergünden gefahren. Das Geeiere, wenn einseitige Glätte war, kenne ich gut. Plötzliches Wegbrechen allerdings gar nicht. Bin nach wie vor erstaunt, dass das Diff das machen soll. Wohingegen es rein physikalisch ja stimmig ist... müssen wir nicht diskutieren. Dass ich das nciht kenne, muss wohl daran liegen, dass ich von dem Moment, dass es innen glech schlupfen wird, und GLEICHZEITIG aussen nahezu das Limit erreicht ist, immer weit genug weggeblieben bin. Schon irgendwie unglaublich.

    Ich bin auch immer ganz innerlich zerrissen.

    Einerseits sehe ich es als notwendig und richtig an, hier im Rahmen von solch einem Forum zu warnen. Denn wer unbedarft losfährt, den kann es eiskalt erwischen in einer Situation, die vorher als harmlos wahrgenommen wurde.

    Andererseits empfinde ich persönlich meinen eigenen S ganz und gar nicht als heimtückisch oder schwierig. Auch nicht mit abgefahrenen MZ oder Federals. Das liegt daran, dass ich niemals "wird schon passen" denke. Dass ich immer eher konservativ/defensiv an Kurven herangehe. Dass ich mir durch jahrelange Beschäftigung mit dem Fahren eines Torsen-RWD in Theorie und Praxis irgendwie eine Systematik "routiniert" oder "konditioniert" habe, die... toi toi toi... dazu führt, dass ich die prekären Momente verringere oder wenn dann nicht sooo schnell war, dass sich das nicht wieder korrigieren ließ. Eine Sicherheit kann ich mir selbst nicht herlügen. Ich sage immer: sowas kann passieren. Es ist aber zu größtem Teil Sache des Fahrers.

    Es gibt sicherlich diverse gebrauchte S2000, die gruselig fahren. Weil da doofe Reifen drauf sind, die Achswerte nicht stimmen, das Fahrwerk vllt. hier und da besser sein könnte. Und wenn man diese Faktoren an seinem eigenen S im Griff hat, dann ist das ein fahraktives Auto, das aufgrund seiner Randbedingungen weiterhin in geübte Hände gehört... dafür ist das Auto bekannt und dafür kann ich wenigstens für mich sagen... dafür liebe ich es! Genau deswegen.

    Also lasst Euch nicht kirre machen. Sorgt für ordentliche Einstellungen und Reifen, und dann gilt: Ist er zu stark, bist Du zu schwach.


    Irgendjemand meiner erfahrene(re)n Kollegen, der das grundsätzlich anders sieht?