Früher (als ich jung und unerfahren war und das Geld brauchte) war es das Größte, wenn ein Auto nochmal 0.3 Sekunden für 0-100 schneller war. Ich erinnere mich noch... ich war so ca. 16/17, da kaufte sich mein Stiefvater das nächst neuere BMW M5-Modell... das war also der Schritt von 315 auf 340 PS. Die Wochen vorher war ich extrem gespannt... der alte mit 315 PS war mit ich glaube 6.2sek für 0-100 angegeben... der neue dann mit 5.9sek. EINE WELT... in der Welt, in der ich damals lebte. Und dann... ja klar, der neue ging insgesamt bissl gieriger... aber Welten waren das auch überhaupt nicht. Seit ich mich mehrfach schon mit 2.0 TDI 140PS mit dem S rumschlagen musste, und seit ich gut an nem R8 dran bleiben konnte (Bericht steht irgendwo anders im Forum, mag ich nicht schon wieder runterbeten) habe ich begriffen, dass diese ganzen Messwerte für den Schwanzvergleich gut sind... aber in der Praxis nur wenig Relevanz haben. Diese ganzen Fahrzeugtests können eines absolut nicht transportieren: Wieviel Spaß macht das Auto... und was ist der Spaß, der mich anmacht. Für einige ist das Duell mit einem anderen Auto DER SPASS VORM HERRN, für andere das Vmax-Fahren, für wieder andere die Transparenz im Fahrverhalten und die Tatsache, dass man als Fahrer gute Arbeit abliefern muss, will man schnell sein. Ist wohl ne Geschmackssache, wobei ich natürlich gern hätte, dass alle so ticken würden, wie ich. Dann müsste ich mir nicht dieses Geschwaller überall anhören. ![]()
Es gibt für mich 2 Punkte, die ein Auto erfüllen muss:
1.
Es muss genug Druck haben, so dass man zügig überholen kann. Der S2000 ist da so an der unteren Grenze der Skala. Viel weniger als 200 PS bei vergleichbarem Gewicht sollten es nicht werden.
2.
Das Auto muss mir Spaß machen. Da ist Fahrzustand-Feedback und Spektakel viel wichtiger als objektiv gemessener und belegter Speed.
Tatsächlich gibts hier unter den S-kranken recht viele, die das ähnlich wie ich sehen. Und darum ists auch so toll hier, finde ich. Endlich normale Leute! ![]()


