Ich denke aber auch, dass eine weichere Flanken-Konstruktion bedeutend mehr Grip zu suggerieren vermag, als die sehr harte Flanke des MZ. Speziell in der Disziplin "Grip-Abriss und Grip-Wiedergewinn in Querrichtung".
Diese Erkenntnis ziehe ich aus dem Vergleich zu Marius S2000 damals mit Michelin PS2. Der PS2 in 18" war in der Flanke butterweich. Die großen Unterschiede zwischen meinem Auto mit Serienfahrwerk und MZ und Marius S2000 schob ich bislang weitestgehend auf die großen Unterschiede im Fahrwerk. Marius hat das Bilstein PSS9.
Doch inzwischen habe ich ein KW Variante 3 bei mir drin, und dieses spezielle, seeehr gutmütige Fahrverhalten, was den Aufbau der Querbeschleunigung betrifft, so wie ich es bei Marius kennen gelernt habe, stellt sich bei mir mit den MZ nicht ein. Das Var3 hat viel voran gebracht. Doch eben genau so wie bei Marius fühlt sich der Quergrip nicht an.
Ich glaube daher, dass der MZ mit seiner harten Flanke und vielleicht noch nicht voll in seinen Temperaturbereich gefahren einfach immer rutschiger in Querrichtung wirkt, als andere Reifen, deren Flanke mehr Spielraum bei Querbewegungen zulässt. Auf der Nordschleife funktioniert der MZ seeeehr gut, doch da ist er dann auch wirklich warm gefahren. Ich denke, diesen Zustand erreiche ich bei meinen Alltagsfahrten im kurvenarmen Braunschweig einfach nicht, da rutsche ich auch gern mal dämlich um die Ecken, ohne wirklich Vertrauen fassen zu können.
Ich werde demnächst ja die Federal 595RS-R auf meinem Auto testen können. Dann wird sich sicherlich zeigen, wieviel des Charakters des MZ schuld daran ist.