Ich hab mit Marius anhand des Videomaterials mal etwas über Fahrstil sinniert. Dabei fiel mir auf, dass ich in sehr vielen Kurven mit dem Griplimit der Vorderachse spiele. Also leichtes Einlenken / Sägen, um genau das Griplimit zu ertasten. Der sauberen Linie wegen bleibe ich dann von dem Überfahren der Vorderachse ein Stück weg. Bei so Kurven wie Kallenhard z.B. oder auch hinter Pflanzgarten 2 in Zufahrt auf den linken Kerb steuere ich dann mit der Geschwindigkeit, wie weit nach links ich rausgetragen werde. Nicht immer... aber oft. Diese überall vorhandene Grenze zum Untesteuern bestimmt meine ganze Runde. Ich komme aufgrund des Gripniveaus an der VA gar nicht in die Verlegenheit, an das Limit der Hinterachse zu kommen, weil ich sauber einlenke und bewußt nicht das reinschmeißen zelebriere. Das ist son Sicherheitsding. Mein S wird beim reinschmeißen ekelig, finde ich. Jemand, der genug Eier hat, und eh am liebsten quer fährt, wird das nicht nachvollziehen können. Mein Ding ist es nicht, das Heck bei diesen Speeds dort bewußt instabil zu machen. Liegt wohl daran, dass sich das mit dem OEM-FW für mich einfach nicht gut anfühlt.
Aber:
Marius S hat diese Untersteuer-Tendenz seiner Aussage nicht. Seine Bremsphase und Einlenkphase gestaltet sich daher ganz anders... dazu generell das höhere Vertrauen in die Hinterachse wegen des Fahrwerks. Das erklärt auch, wieso Marius binnen weniger Kurven weg ist.
Deutlich auch ist S3R4 gleich am Anfang... ich kann durch die Hütchenschikane gar nicht so schnell durch wie Marius, weil die VA rutscht. Und schon sind bis Hohenrain diverse hundert Meter weg.
Was macht man mit OEM-FW und Skeedbrace gegen dieses geringe Gripniveau an der Vorderachse? Weniger Luftdruck vorn probieren? Mehr Sturz einstellen vorn? Oder isses dann eben einfach so, weil der MZ recht schmal baut gegen seine PS2 in 225 vorn?