Beiträge von Los Eblos

    Auch wenn (mir) die Klärung der tendenziellen Frage eigentlich reicht, hab nochmal drüber nachgedacht, wieso wir ggf. andere Absolutwerte haben.

    Meine Schaltung hat maxmimal 2% systematischen Fehler am "Skalenendwert" bei 150 Grad. Dieser Wert ist für Thermometer schon sehr gut. Man kann die Schaltung noch trimmen, was den Fehler weiter reduziert. Aber betrachten wir den Worst case: 2% Wenn wir also mit 2% rechnen, dann sind das bei 130 Grad 2.6 Grad Fehler.
    Dein Thermometer wird auch einen Fehler besitzen. Angenommen, meiner zeigt 2% zu wenig an, und Deiner 2% zu viel, dann sind das schon gut 5 Grad Unterschied.

    Zitat

    Was wäre deine Meinung, warum mein Motor unter gleichen Bedingungen wärmer wird, wir haben doch beide kein Gitter drin?


    Kann ich dir auch nicht sagen. Vielleicht muss man damit aufhören, erlebte Werte zu generalisieren. Wir werden keine gleichen Bedingungen haben, über die wir hier diskutieren.

    Zitat

    Die höchsten Öltemperaturen (auch ohne Gitter) bekommt man bei Dauervollgas auf der Autobahn. Da sind ganz schnell mehr als 130°C drin


    Nur dort wollte ich widersprechen. Tendenziell hab ich meine Spitzenwerte eher im Harz oder aufm Ring, als auf der Autobahn. So meine sehr sichere Beobachtung.

    Natürlich. Darum hatte Dennis bei sehr vergleichbarer Last auch sehr vergleichbare Werte aufm Ölthermometer. Nein! So wie der Sensor abgedeckt ist, kann der Fahrtwind da keinen Einfluss erwirken.

    Mir egal, meine Temps sind bei Autobahn aufgrund der guten Versorgung mit Fahrtwind tendenziell niedriger als aufm Ring oder im Harz, wo man langsamer ist. Und das passt physikalisch gut zusammen füe meinen Geschmack.

    ;)

    Zitat

    Die höchsten Öltemperaturen (auch ohne Gitter) bekommt man bei Dauervollgas auf der Autobahn. Da sind ganz schnell mehr als 130°C drin und ohne Öltemperaturanzeige bekommen es die meisten S Besitzer gar nicht mit, was sie ihrem Motor dabei zumuten.


    Bissl zu allgemein, geh ich nicht ganz konform... Die Aussage mit der Autobahn mag bei >30 Grad Aussentemp stückweise stimmen. Meine Öl-Temps sind jedenfalls auf der Autobahn in den meisten Fällen geringer als in der Hölle. So hab ich bei 20 Grad Aussentemp und Dauervollgas >250 km/h Werte um 112-118 Grad. Mit steigender Aussentemp auch mal bis zu 122. Viel mehr hab ich bewußt noch nie gesehen. Im Harz, wenn man bei niedrigen Tempi viel VTEC schrubbt, und dann womöglich noch in eine Ortschaft einläuft, da sind die 125 auch schon mal überschritten gewesen. Wohlgemerkt auch an einem heißen Sommertag.

    Ja, ich weiß. Rückrüsten nicht geplant. Was soll ich schon anderes kaufen als den S. Alles andere macht mich nicht an oder ist zu unpraktisch (Lotus) oder zu teuer. Der S bleibt bislang auf unabsehbare Zeit meins! Hab ja auch gar nichts dran zu kritisieren. Optimal car for me! ;)

    Mal schauen. Sieht bissl sehr gebastelt aus. Andererseits, wenn es dauerhaft hält... who cares. Bei ISA-Racing gibts so Doppeldrahtschellen. Die um den Schlauch und dann mit Kabelbinder am Achsschenkel stell ich mir gerade ganz brauchbar vor. Aber ich hab die Gegebeneiten vor Ort bislang nur auf Euren Fotos gesehen. Man muss sich das in Realität mal anschauen, bei nächster Gelegenheit. Lochband werd ich im Koppe behalten.

    Spricht etwas dagegen, den Schlauch mit Kabelbinder an den Achsschenkel zu zelebrieren? Haltbarkeit nicht gut?

    Ich will sowas auch realisieren, weil es in meinen Augen schlichtweg notwendig ist. Egal ob nun OEM-Scheibe oder RS-A. Möglich, dass die RS-A etwas bessere Wärmeabfuhr besitzt. Dass das aber so signifikant ist, kann ich bislang noch nicht glauben. Da muss so oder so viel Luft hin, dann klappts nen ganz weites Stück sicher auch mit der OEM noch super. Ich möchte es aber unter Beibehaltung des Bleches machen. Und ich will/muss das so realisiert haben, dass ich da auch mal n Jahr mit rumfahren kann, ohne dabei ständig kontrollieren zu müssen, ob noch alles richtig sitzt. Das ist mir wichtig. Werde ich im September mal angreifen.

    Normal ist Spur 0. Also parallel. Ich habe mir (wie oben zu sehen) leichte Vorspur einstellen lassen, das bessert den Verschleiß innen etwas. Aber die innere Flanke ist immernoch am meisten abgenutzt. Vielleicht muss man noch etwas mehr Vorspur geben.

    Anstatt das Gitter zu verdächtigen, meinte Dennis, es wäre einfacher, meine Messung zu kritisieren. Weil ich weniger Öltemp hatte als er. Muss meine komische Sensoranbringung ja schließlich schuld sein. ;)

    Das verneine ich aber nach wie vor. Und wie sich zeigt, misst das Ding von Dennis nun auch vergleichbare Spitzenwerte.

    Für die, die es vielleicht interessiert, was man mit solchem GPS-Logging so anstellen kann:

    Hier im folgenden Diagramm sieht man die Geschwindigkeit über der Strecke. Zeitlich sektorenweise halbwegs normiert. Man sieht den Unterschied im Speed zwischen meiner schnellsten Runde im September 2008 (grau) und meiner schnellsten Runde im Juli 2009 (schwarz). Das ist meine Runde 8 gegen meine Runde 35.

    Man bedenke, dass diese Runden unter Verkehr entstanden sind. Die gezeigte Geschwindigkeit ist also nicht immer das mir maximal mögliche, sondern manchmal sind vllt. auch andere Autos mit im Spiel.

    Man sieht deutlich, dass ich an vielen Stellen deutlich weniger vom Gas gegangen bin bzw. weniger gebremst habe. Das ist der Gewinn an Erfahrung und Streckenkenntnis. Über die ganze Runde summiert sich mehr Speed zu 22 Sekunden Vorsprung.

    Waren bei den letzten Malen die Sektorenbestzeiten für gerademal 9:28 gut, so waren es diesmal 9:01. Die vielen Runden Erfahrung haben also ganz gut Wirkung gezeigt. Mit dem GPS kann man das darstellen und sehen, wo es tendenziell heute besser flutscht als damals.

    Und als Ausblick:
    Wenn ich nächstes Jahr mit einem neuen Fahrwerk und gekühlten Bremsen antrete (so der Plan), dann addiert sich auf den fahrerischen Fortschritt schlagartig noch der technische Fortschritt. Auf ein entsprechendes Diagramm dann bin ich gespannt. Gespannt, ob man dort dann sieht, was ich bei Marius im Auto gespürt hab.