Zitat
Ehrlich gesagt getrau ich mich gar nicht mehr über dem erlaubten zu fahren da ich Angst habe dafür an den Pranger gestellt zu werden.
Dann haben sie ja erreicht, was sie wollten. Du fährst nur das, was erlaubt ist.
Ich erlebe ähnliche Dinge in Deutschland auch oft. Sicher wird es hier nicht so sehr verfolgt. Doch die Missgunst vieler Menschen schwappt einem recht häufig entgegen. finde ich. Langsam fahren ist Mode geworden, wohl weil die Spritpreise stark gestiegen sind. Geiz ist geil und der hört beim Spritverbrauch nicht auf. Alles schön untermalt durch Öko-Aktionen der Politik, bestens in Szene gesetzt durch die Medien. Wer unnötig schneller fährt als notwendig wäre, ist hier der Arsch. Dazu dann noch die Optik des S2000, vielleicht noch eine Baseball-Kappe auf dem Kopf... und der Hass der gerade Überholten Leute ist besiegelt. Dass man die aber oft nicht nur aus Spaß am schnell fahren überholt, sondern weil sie einem dermaßen schlimmes Fahrkönnen aufnötigen, erschließt sich dann natürlich nicht.
Vor Kurven wird immer gebremst. Weil man da immer bremst. Auch wenn man schon viel langsamer als nötig ist.
Es gibt aber auch zu viele Leute, die wirklich an unangemessenen Stellen zu schnell sind. Diese sind für die Medien gefundenes Fressen. Und die Medien besitzen anscheinend kein Interesse, dort ein richtiges Bild zu präsentieren. Ständig sieht man Berichte über Provida-Messungen auf der Autobahn.
Ich sehe das genau wie ihr. Derjenige, der ambitioniert, vielleicht auch in vertretaren Grenzen zu schnell fährt, das ganze mit Verstand und Verantwortungsbewußtsein tut, baut in den seltensten Fällen die Unfälle. Das sind die, die im Auto sitzen und an ihren Job oder den nächsten Urlaub denken, dabei rauchen und von ihrer Umwelt irgendwie nur die Hälfte mitbekommen (Karrikatur!).
Man darf aber wohl auch nicht den Fehler machen, und das eigene Fahrkönnen auf andere zu projizieren. Bei "normalen" Menschen scheint die Verkehrswahrnehmung echt eine andere zu sein. So oft sehe ich, wie Menschen die Verkehrslange nicht richtig einschätzen können und dann in panische Defensivität zurückfallen, schreckhaft reagieren oder sonstwie unangemessen handeln, weil sie ganz offensichtlich überfordert zu sein scheinen.
Solange die Medien das nicht aufbereiten und diskutieren, wird sich an der Gesamtlage nichts ändern. Ihr werdet lachen... aber wieso sich nicht selbst zu helfen versuchen? Es gibt Medien, die WIR gestalten können. Wo WIR entscheiden, was wir thematisieren wollen. Man muss das nur professionell tun, frei von überzogenen Emotionen. Sachlich. Dann findet man evtl. auch Gehör. Wer hat Lust, die Inhalte zu generieren? Ich erstelle und hoste die Webseite.