Zitat
Original von MB 23
, deshalb muss halt auch der Kunde drauf bestehen nichts zu machen, was er nicht versteht.
Um gleich im Vorfeld Missverstaendnissen vorzubeugen, was ich hier schreibe ist nicht auf MB23 gemuenzt. Ich schaetzt MB23 und seine Meinungen hier im Forum sehr. Als AB kenne ich ihn (noch) nicht und kann und will mir daher kein oeffentlich vertretbares Urteil erlauben.
Also ganz allgemein:
Das Problem ist in meinen Augen nicht, dass der Kunde nicht (mehr) durchblickt, sondern der Berater.
Der Berater muss ja nicht nur die Anlage verstehen und Beurteilen koennen, sondern auch das wirtschaftliche Umfeld von Waehrungsentwicklungen über Zinsentwicklungen bis hin zur Bonitaet des Emitenten (ganz wichtig !!!) etc. etc.
Ich vergleich das mal mit MS windows. Da gibt es sooo viele Spezialisten welche sich angeblich top auskennen. Trotzdem tauchen staendig neue Sicherheitsluecken auf. Selbst die Programmierer durchschauen das Programm nicht mehr in Gaenze, weil zum Grossteil fertige fremdprogrammierte "Module" zusammengebastelt werden.
Gerade in der Geraetemedizin gibt es hier entsprechende Diskussionen, aber das fuehrt jetzt zu weit...
Wer wußte zum Beispiel, dass Apple den Standort sogar speichern kann, wenn das GPS ausgeschaltet ist. Das steht genausowenig in einer Bedienungsanleitung, wie die Infrastruktur bei Tropenholzfonds.
Aehnlich sehe ich das bei komplizierten Fonds. In welchem Prospekt steht schon explizit wie z. Bsp. die Fremdwaehrungsabsicherung aussieht. Und falls doch, welcher Banker der sowas verkaufen MUSS blickt da durch? Von selbsternannten Anlageprofis nicht zu reden...
Wer sowas blickt gehoert in eine Spitzenfunktion im IWF o.ä. nicht in eine Drueckerkolonne.
Am Ende entscheidet doch das Bauchgefuehl des Beraters nicht das des Anlegers.
Und je weniger er verdient desto mehr kommt zum Koennen noch das Wollen dazu. Klar, am Ende ist die Beratergebuehr nebensaechlich, aber das ist nunmal das einzige wo man vorab sparen und vergleichen kann...
Die Betreuung sieht i.d.R. eher maessig aus und beschraenkt sich oft auf verzweifelte Durchhalteparolen.
Zu Oldtimern als Anlage.
Wenn man unter der Praemisse anlegt, dass sich das irgendwann in barer Muenze auszahlen muss sollte man lieber nach billigen Alltagsautos in mobile.de Ausschau halten.
Die "Verzinsung" bei Oldtimern sehe ich eher im Spass an der Sache.
Zumindestens in den Preisregionen, welche fuer mich erschwinglich sind kaufe ich Oldtimer oder Bilder, Teppiche und auch Wein danach, ob sie mir gefallen und Freude machen.
Wenn mann allerdings die entsprechenden Mittel hat und die Freude aus der Geldvermehrung generiert tuts auch ein haesslicher Picasso, Studebaker, die erste Leica Kamera oder ein nach Teer und feuchtem Keller mueffelnder Chateau Margaux.
Oldtimer und noch besser (weil spassig fahrbar) Youngtimer sollten aber schon einen Werterhalt aufweisen, was sie bei entsprechender Auswahl und Pflege sicher auch tun.
Mein S2000, die Triton oder auch die Gardan ist so eine Anlage. Ich denke, dass die in gutem Zustand ueber viele Jahre mehr Spass und Gewinn abwirft als diverse privat Equity Fonds. Klar muß man auf den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf warten, aber das muß man bei Immobilien auch.
Anstatt sich mit dem Gewinn aus riskanten Anlagen zu belohnen und Spass zu haben kann man doch auch gleich in Spass (ein Wort mit S am Anfang
)investieren.
Wenn man das Geld anderweitig fuer existentielle Beduerfnisse braucht sollte man ohnehin auf solche Anlagen besser verzichten.
Ist halt meine urpersoenliche Einstellung, aber ich persoenlich hab lieber eine nettes Auto in der Garage als ein Rubens im Wohnzimmer.
Mag sein, dass es Leute gibt denen der Anblick von "fetten Weibern" mehr abgibt als ein Sportwagen .... oder wie Brian es ausdruecken wuerde....wir sind alle voellig verschieden
