Also ich hab' auch schon bessere Konzepte für einen Alternativ-Antrieb gesehen.
Vorrangiges Ziel von diesem "Scuderi"-Konzept ist doch, den Wirkungsgrad deutlich zu verbessern.
Hmh, dem entgegen steht aber schon mal die Tatsache, dass extra ein Zylinder nur dafür da ist, um für den eigendlichen "Arbeitszylinder" das Gemisch vor zu komprimieren.
Das ist für mich nicht schlüssig, weil jeder Zylinder ein hohes Maß an Reibleistung aufbringt, die erst mal überwunden werden muss.
Dazu kommt noch, dass das Gemisch über einen "Übergangskanal" in den Arbeitszylinder geleitet wird.
Dieser Kanal erzeugt nochmals Strömungsverluste.
Und all das nur um später (also weiter nach OT) verbrennen zu können??
Das ist für mich nicht schlüssig.
Beim konventionellen Hubkolbenmotor wird der höchste Verbrennungsdruck kurz nach OT (der höchsten Position des Kolbens) erreicht.
So erreicht man auch den besten Wirkungsgrad.
Klar, kurz nach OT ist die Umsetzung des Zyl.drucks in Drehmoment physikalisch nicht so günstig, weil ja kurz nach OT der "Hebelarm" an der Kurbelwelle relativ klein ist.
Aber: 90° nach OT, wenn man den größten Hebelarm hätte ist auch die Kolbengeschwindigkeit am größten.
Das bedeutet, die Volumenvergrößerung ist hier zu groß um einen vernünftigen Verbrennungsdruck erzeugen zu können.
Kurzfassung: Ich zweifle an dem Konzept.
Gruß
Markus


