Damals ging's zwar um eine Strafsteuer für hohen co2-Ausstoss, aber dennoch sehr on topic...
ZitatAlles anzeigenOriginal von Tomcat bei Hondaholics.ch am 2.7.09
Es gibt doch nur eine gerechte Form der Abgabe: Nach konkretem Verbrauch. Also über den Spritpreis.
Ich fahre jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit und gönne mir dann am Sonntag eine Ausfahrt im 'S'. Weil er auf der kurzen Strecke einen hohen co2-Ausstoss hat, soll ich für den Wagen zehntausende Franken mehr bezahlen? Und einer der täglich eine Stunde mit 130 g co2-Ausstoss zur Arbeit fährt (bzw. staut) und zurück nichts?
Der 'S' verbraucht offiziell 10 l auf 100 km. Ich fahre meinen mit rund 9 l im Schnitt. Weil ich zwar gerne flott um ein paar Kurven flitze, aber dort wo es keinen Spass macht, meist gemütlich im hohen Gang cruise. 80 km/h geradeaus im Dritten finde ich nicht aufregender als 80 km/h geradeaus im Sechsten. (Und so nebenbei bemerkt auch 100 km/h geradeaus ist ebenso langweilig wie 80 km/h geradeaus.) Nun fahre ich aber ofiziell ein 1300 kg / 10 l -Auto. Das heisst Energieeffizienzkategorie G. Über kurz oder lang werde ich deswegen heftig zur Kasse gebeten werden. Und dann ist es - tschuldigung - scheissegal, ob ich persönlich so fahre, dass ich nur 9 l verbrauche. Ein idiotischer, standardisierter Test sagt schliesslich, das sei ein 10 l - Auto. Und das ist bei dem Gewicht schlecht. Ein SUV hingegen ist schwerer und darf natürlich mehr verbrauchen. Schliesslich kann man dort mehr zuladen. (In der Praxis: Eine Hausfrau und zwei Einkaufstaschen.) Da der Standardtest auf dem Rollprüfstand gemacht wird, spielt Luftwiderstand keine Rolle. Eine rollende Schrankwand wie der CR-V ist Energieeffizienzkategorie B. Ich bin überzeugt, man kann einen Golf so blödsinnig fahren, dass man damit mehr als 9 l verbraucht.
Es gilt: Wenig fahren = wenig Verbrauch = wenig Umweltschaden. Auch wenn es ein Ferrari ist.
Auch gilt: hohes Gewicht und grosser Luftwiderstand = viel Verbrauch = umweltschädigend. Auch wenn man theoretisch 500 kg zuladen könnte. (Kommerzielle Transportfahrzeuge meine ich damit nicht.)
Also: Setzen wir uns für eine simple Erhöhung des Spritpreises anstelle von Pseudolenkungsabgaben ein. Letztere sind bloss Augenwischerei und treffen nicht die richtigen.


