Beiträge von Los Eblos

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    Original von Freestyler
    Sind die Prüfbestimmungen so streng, dass die "besseren" Beläge diese nicht bestehen würden? Oder ist es den Herstellern einfach zu teuer?

    Die Anfordrungen können so dolle nicht sein, denn es gibt für den S2000 ja auch Beläge mit TÜV für 30 EUR/Achse, die die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Kann mir keiner erzählen, dass dieses Billigzeug genauso gut funktioniert, wie die OEM-Beläge von Honda. Insofern müssten die OEM-Beläge und auch Ferodo DS Performance die gesetzlichen Auflagen weit übertreffen.

    Zitat

    Original von brunoammain
    Ich glaub, es ist den Herstellern einfach zu teuer. :nod:


    Denke ich auch. Das Prüfverfahren, bzw. die Dokumente, die beizubringen sind, scheinen teuer zu sein, so dass sich das für geringe Stückzahlen nicht lohnt. Zumal die das ja nicht pro Belagmaterial, sondern pro Fahrzeug machen müssen.

    Und kann mir keiner erzählen, dass z.B. ein Ferodo DS2500 durch die gesetzlichen Auflagen durchrasseln würde.

    Back to Topic:
    Die Tarox F2000 sind allem Hörensagen besser als die EBC Turbo Groove und EBC Black Dash. Aber die kosten auch ne Ecke mehr. Wenn es das Budget hergeben darf, dann würde ich auch Tarox F2000 nahelegen.

    Übrigens:
    Die Honda Serienscheiben sind ja richtig teuer... mit DS2500 kriegt man die aber trotz guter zusätzlicher Scheibenkühlung auf der Nordschleife krumm gebremst. Ich habe aktuell vorn die OEM-Scheiben drauf, und nachdem ich die krumm gebremst hatte, hab ich sie abdrehen lassen. Die Spannungen, die sich bei Übertemperatur lösen und zum Verzug der Scheibe führen, sind jetzt raus und abgedreht, denke mal, die Scheibe ist jetzt so standfest wie eine wärmebehandelte Scheibe, wie z.B. die Tarox F2000. Da ich aber noch nicht wieder auf der Renne war... mal wieder die schiere Theorie.

    Bei dem Budget passt IMHo ganz gut:

    Bremsscheiben:
    EBC Turbo Groove Disc oder EBC Black Dash Disc. Die Turbo Groove soll angeblich hörbare Luftturbulenzen produzieren, was man ggf. als störend empfinden könnte. Was da aber tatsächlich dran ist... wer weiss das schon. Qualitativ sollen sich beide Scheiben nichts nehmen, die einen sind gold und gepunktet und genutet, die anderen schwarz und nur genutet. Geschmackssache.
    Ein Freund hat mit nem Kompressor-S die Black-Dash gequält... bis sie blau war.... aber gerade... und gebremst wie die Pest... mit OEM Belägen. Ich selbst hab seit langer Zeit die Black Dash hinten drauf und schon diverse Sätze Ds2500 drauf verrieben... auch problemlos,

    Beläge:
    Manche schwören auf EBC Yellow Stuff... aber kein TÜV. Und seit ich sah, wie EBC Green Stuff aussehen, wenn sie Nordschleife aushalten sollten... ich mag keine EBC-Beläge mehr fahren.
    Wenn es ohne ABE sein darf, dann für den Alltagsbetrieb für alle Eventualitäten ganz klar Ferodo DS2500. Beisst viel besser zu als OEM, hat nen härteren Druckpunkt und dosiert sich toll... und hält ordentlich was aus, quietschen aber bissl. Deutlich standfester als OEM... und die sind schon gut.
    Wenn es mit ABE sein soll, dann Honda OEM oder Ferodo DS Performance. Erwarte da aber nicht nennenswert mehr Biss als OEM.

    Was hast Du damit denn vor?

    Auf der öffentlichen Straße ist das OEM-Material eigentlich sehr gut. Ich nahm DS2500 nur für die Rennstrecke. Da braucht man sowas mindestens. Für die Landstraße wiegt der Vorteil des Materials den Nachteil der fehlenden ABE nicht auf, finde ich. Safety first.

    Ich bin die ersten 100.000km in den ersten 6 Jahren gefahren... Sommer wie Winter. Das waren also etwa 18.000km im Jahr.

    Seit letztem Jahr habe ich durch unumgängliche Umstände noch einen alten Ford Escort in Besitz, den ich... weil er nun da war... einfach dann im Winter benutzt habe. Das heißt, der letzte Winter war der erste Winter, in dem ich den S meistens hab stehen lassen. Zwar angemeldet und einsatzbereit, aber eben doch nur dann rausgeholt, wenn kein Salz mehr rumlag und das Wetter eine spaßige Nutzung erlaubte.

    So sehr ich dieses Vorgehen früher als Alljahresfahrer nicht vermisst hab, so sehr hat es sich jetzt doch gezeigt, dass das ganz gut ist, ein Winterauto zu haben. Seither behalte ich das auch bei... für Kurzstrecke oder Nutzfahrten ohne Spaßkomponente bleibt der S stehen.

    Und doch ists so, dass ich nach 2-3 Tagen unruhig werde. Das legt sich irgendwann immer wieder... aber der Entzug ist doch echt verrückt.

    An der Alltagstauglicheit hatte ich nie zu hadern. Ich finde auch, der S ist in Sachen Kofferraum ein Raumwunder in seiner Kategorie. Was ich da schon alles an Urlaubsgepäck hineinbekommen habe... man muss geschickt packen und vielleicht auch mal das Notrad im Keller verkramen... aber ansonsten fühlte ich mich nur selten unangenehm eingeschränkt.

    Mit guten Winterreifen ist das auch im Winter eigentlich alles kein Problem... wenn man sich des Antriebes und seiner Eigenarten bewußt ist und damit gewissenhaft umzugehen vermag. Gibt so ein paar Witterungen, die sind nichts für den S. Einseitige Glätte z.B. --> Ganz ganz gruselige Szenen können sich abspielen. Wurde ja aber alles schon hier im Forum laaaange Meter erörtert.

    Letztlich gehört das Auto aber nicht auf matschige Straßen und Salz. Wenn man es umgehen kann, indem man z.B. ein Alltagsauto zur Verfügung hat, dann ist das insgesamt schon besser... und auch billiger. Denn ein Kilometer S2000 ist definitiv teurer als ein Kilometer mit ner Durchschnitts-Alltags-Schlampe.

    Also die Videoanalyse ist schwierig, finde ich... ich hab auch schon ne Weile drüber rumgegrübelt... vor allem, weil ich da selbst noch nie Probleme hatte... und auch keine Bodenwelle gespürt habe, von der immer ein paar Leute berichten.

    5 Meter vor mir ist mal ein 3er-BMW genauso abgeflogen wie der weiße S. Der BMW war damals auch einfach nur zu schnell für die Kurve, hat die Lenkung zugezogen und Gas gelupft, als er merrkte, dass das eng wird. Und tschüß...

    Irgendwelche aerodynamischen Gründe finde ich Quatsch.

    Von allen hier vorgetragenen Vorschlägen find ich diese Variante am plausibelsten:
    Die Fahrer sind meistens wohl mindestens nen Hauch zu schnell und merken auf dem Weg zum Kurvenausgang, dass sie weiter rausgetragen werden, als sie wollten... bleiben mit der Lenkung instinktiv am maximal Machbaren und lupften dann das Gas, wenn sie merken, dass das nicht reicht. Dadurch entlastet die Hinterachse und es gibt feinstes Übersteuern.

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    Original von Moonwalker
    Lars,

    Welches Öl fährst du in deinem neuen Motor denn?


    Steht weiter vorn. ;) Will das eigentlich hier gar nicht weiter ausbreiten, weil das mit dem Topic nicht so sehr korreliert. Wollte nur nochmal Walters Posting bezüglich 50er Öl und Öltemperatur aufgreifen, daher hab ich das Zitat nochmal hochgeholt und kommentiert... auch wenn ihr im Thema eigentlich schon weiter seid.

    Zitat

    Original von Moonwalker

    Mir kommt nur Öl mit Zulassung in die Kiste... falls sich Honda mal "kulant" zeigen muss hilft das sicher...

    /M.


    Definitiv ein guter Grund!

    Das mit dem Verkoken war das 10w60 RS von Castrol.

    Zitat

    Original von walter_s
    Das 5W-50 fahre ich weil nach Meinung vieler so ziemlich das beste Oel fuer Hochleistungsmotoren ist.

    Aber...ich habe einen zusaetzlichen Oelkuehler.
    Dickere Oele.wie ein 50er sorgen meisst fuer hoehere Oeltemperaturen.
    Bei einem Serien S. Koennte das kritisch werden, der Zusatzkuehler gibt mir bei Verwendung dieses Oels ein besseres Gewissen.
    Ohne den rate ich beim 40 zu bleiben.


    Ja, aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Man kanns auch aus der anderen Richtung betrachten und sagen, dass man bei dem 50er Öl bei den hohen Öl-Temperaturen tendenziell in einem Viskobereich landet, den man mit dem 40er Öl schon bei geringeren Temperaturen hätte. Bislang habe ich auf meinem Ölthermometer noch keine tendenziell höheren Werte erspäht als früher. Was natürlich keine objektive Aussage darstellt. Beobachtet es wird. ;)

    Zitat

    Original von MAS2K
    Zunächst mal: Auch wenn das alles bestimmt super erklärt wurde, tun sich für mich als Laien immer mehr Abgründe auf:


    Wieso fährst du z.B. M1, empfiehlst aber brav das Öl nach Hondavorschriift? Und was sind dann die wirklichen Spitzenöle (denn da gibt's ja auch immer das berühmte für und wider).


    Das ist eine ganz klare Sache der Verantwortung, derer man sich bewußt sein sollte, wenn man hier Tips und Empfehlungen ausspricht. Honda sagt klipp und klar: 10W30 bzw. 5W40. Wenn da jetzt irgendwer daher kommt und sagt, 3W50 von Agip sei viel toller, dann siehst Du, welche Folgen das Befolgen solch eines Ratschlags haben kann. Selbst wenn Walter oder auch ich zu der eigenen Meinung gelangt sind, dass wir es für uns selbst okay finden, das 5W50 zu fahren, so schließt dies immer ein, dass wir in Kauf nehmen, dass wir uns irrten und die Folgen dessen dann zu vertreten haben. Also kann solch eine Sache nicht frohen Mutes ohne Bedingungen weiterempfohlen werden.

    Darum erhältst Du von mir auf die Frage, "was soll ich bloß fürn Öl nehmen" stets die Antwort: "Öl gemäß Honda Vorgabe". Ich ergänz(t)e dies mit meiner eigenen Meinung, aber nicht als Empfehlung, eher als Erzählung, wie ich das sehe und mache. Ob Du das dann auch so tun willst, musst Du ganz allein entscheiden.

    Ne Frage des "wirklichen Spitzenöls" ist das jedenfalls nicht. Ich persönlich denke eh, dass bei den Ölfragen und Ansprüchen vieles heißer gekocht als es gegessen wird. Nur eben ganz falsche Öle sollte man nicht verwenden.

    Was übrigens auch gern genommen wird ist das Motul Chrono 300V 10W40. Aber auch dies entspricht nicht der Honda-Vorgabe, ist zudem ein Öl auf Ester-Basis, also noch was ganz anderes. Auch hier gibts Gründe, warum jemand lieber ein 10er als ein 5er-Öl nehmen mag. Wer weiß aber schon, wie viel Glaskugelgucken da bei ist.

    Lass Dich nicht wahnsinnig machen. :) Beim Liqui Moly Synthoil High Tech 5W40 biste bei ner guten Adresse!

    (Auch wenn der Kanister billig aussieht) :lol:

    Zitat

    Original von walter_s
    Mach als erstes Mal nen Ölwechsel auf ein sehr gutes 5W-40 (Tipps gibts hierzu reichlich) und falls sich dadurch nichts ändert würde ich den von Los Eblos vorgeschlagenen Weg gehen.


    Guter Plan. Gedankengang: Mobil-1 Öle sind bekannt für ihre sehr hochwertige Additivierung und angelich auch überdurchshcnittliche Reinigungswirkung. Es gibt aber im deutschen Markt kein Mobil-1-Öl mit 5W40-Visko. Naheliegendst ist das Mobil 1 Peak Life 5W50, das es im Internet ab 10 EUR/Liter recht günstig zu kaufen gibt. Das ist der Nachfolger des altbewährten Mobil 1 Rally Formula 5W50.

    Da die Visko nicht der Honda-Vorgabe entspricht, mag ich es nicht explizit empfehlen. Das muss jeder selber wissen, was er für richtig hält. Ich fahre das Peak Life, seit ich den neuen Motor habe, und werde daran nach aktuellem Wissensstand auch festhalten. Bernd war von allen dazu Befragten bisher als einziger mit einem Contra-Punkt am Start: Er macht wegen des vergrößerten Visko-Bereich mal ein Fragezeichen dran.

    Tiefer einsteigen ist denke ich sinnlos, weil dann sind wir wieder beim klassischen Ölthread.

    Was ich jedenfalls nicht machen würde, ist irgend ein Öl wahllos bei der nächsten Tanke für teuer Geld wegschleppen. Es gibt genug Empfehlungen von guten 5W40-Ölen hier im Forum, die auch alle günstig zu haben sind.