Beiträge von Los Eblos

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    Original von always_vtec
    aber 1 l auf 300km ns find ich schon viel....


    Dass sich Menschen immer an Extremen festbeißen.

    Man kann doch den Alltagsbetrieb nicht einen Meter mit Nordschleife vergleichen. Auf der Nordschleife war ich 3x im Jahr 4x 45 Minuten am Tag. Und so ein 45-Minuten-Stint bedeutet 30 Minuten >6000/Min und immer das letzte Quäntchen rausgequetscht. Dagegen ist der Alltag auf öffentlichen Straßen doch Picknick mit Kaviar.

    Ja, es ist viel gewesen, andere S haben sich dabei meistens deutlich wenger genommen. Doch was meinst Du, soll man dann machen? Aufmachen und reingucken und dann neue Kolbenringe einsetzen, oder was? Denn an denen ging das Öl ja vorbei... im Schiebebetrieb... wenn Unterdruck im Brennraum herrscht, der das Öl hoch saugt. Ich sehe es so: Solange das Auto bei üblichen Szenarien im Alltag nach so einem Rennstreckentag wieder völlig normalen Ölkonsum zeigt, da muss man doch annehmen, dass es legitim ist, dass er bei dem absoluten Stress auf der Rennstrecke auch mal mehr Öl durchsetzt.

    Also vielleicht seh ichs ja auch falsch... aber ich finde es im Grunde eher merkwürdig, wenn so ein Motor keinen Tropfen brauchen würde, wenn er denn auch mehr leisten muss als nur mal hier und da bissl die Gänge durchzubeschleunigen.

    Ich bin gespannt, wie sich der Ölkonsum des neuen Motors gestaltet. ;)

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    Original von Wolle
    Moin,

    sach ma Lars, wo steht die Herstellungsnummer des Blocks?
    Ist das auf dem 2. Bild dieses "rostige" Rechteck auf Höhe der Lichtmaschine?

    Und wenn ja, welche Nummer ist denn das Herstellungsjahr? Bei meinem steht da F20C2 I0604 und noch 2-3 Zahlen (habe ich jetzt verdrängt)?!

    Gruß Wolle


    Hallo Wolle,

    Die zweistellige Jahreszahl des Produktionsjahres steht in recht großen, gegossenen Ziffern in Fahrtrichtung hinten links auf der Seite des Getriebeflansches unterhalb der Höhe des Anlassers. Ob man das im eingebauten Zustand sehen kann... von unten müsste es gehen.

    Hier:


    Unterhalb der Schraube


    Die 07 = 2007

    Der "rostige" Bereich vorn links oben ist rotorange Farbe, und das ist die Motornummer, die keinen direkten Aufschluss auf den Produktionszeitraum gibt.

    Grüße,
    Lars

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    Original von MisterB
    hinten gefällt mir, vorne scheint der reifen zu ballon mässig sein

    aber die felgen werde ich wohl auch wollen :D

    welche breiten hast du nochmal?


    Hinten ist genauso Ballon wie vorn. Da ist nur die Kameraperspektive ausschlaggebend, dass es hinten schlanker aussieht. So wie auch die keilform auf dem Foto viel schwächer ist als real.

    Grundsätzlich finde ich "Ballon" = Reifen steht breit auf der Felge schöner als "Felge steht über" (im Extremfall). Das ist für mich son bissl der Grat zwischen Show'n'shine-Tuning und Performance-Tuning.

    Passt schon.

    Aber ich finde, die Felgen sehen aus wie 16". Musste direkt nochmal ins Topic gucken, um zu sehen, dass das 17" sind. Und was ich gar nicht mag, sind dunkle Felgen. Aber Geschmack ist eben geschmacksache. ;)

    Nein, ich habe den Block noch nicht weiter geöffnet, der liegt erstmal nur im Keller. Genau sowas kann natürlich der Fall sein. Ich wünschte, ich würde genau sowas finden. Zum Zerlegen werde ich aber in den nächsten 4 Wochen nicht kommen.

    Solange müsst ihr Geduld haben. ;)
    Und solange lohnt auch das Orakeln nicht.

    Zitat

    Wie würdest du dein Fahrprofil beschreiben? Normal, sportlich oder Heizer... Und wie war dein durschnittlicher Ölverbrauch, wenn vorhanden?


    Kilometerverteilung auf Renne, BAB und sonstiges habe ich oben schon geschrieben. Ansonsten bin ich im Alltag bestenfalls sportlich unterwegs. Wenn sich aber eine Straße ergibt, bei der es sich lohnt zum Heizer zu werden, dann muss der S alles hergeben, was er hat.

    Ölverbrauch:
    Vom ersten Tage (0 km) an in meinem Alltagsbetrieb ca. 250ml/1000km. Zuletzt eher 380ml/1000km, also über die 100.000km etwas mehr geworden. Auf der Nordschleife gingen aber auch schon mal knapp 1L auf 300km durch. Wobei bei Daueralarm auf BAB im Grunde NULL Ölverbrauch zu finden war. Sobald man sich viel im VTEC bewegte UND dies mit vielen Phasen Schiebebetrieb kombinierte, stieg der Ölkonsum. Da der Ölkonsum aber NUR auf der Rennstrecke wirklich bemerkenswert war, sich aber im Alltag von neu bis heute nicht übermäßig geändert hatte, empfand ich das als unkritisch.

    Bernd legte mir nahe, Tunap321 mal anzuwenden. Ich war hin und her gerissen... denn sone Reinigungsbombe löst vielleicht irgendwo was größeres, was dann in der Öldüse hängt? Vorsicht ist die Mutter... Daher hab ich das bislang nicht machen wollen. Evtl. sollte man das aber machen, dann aber von Anfang an und mit gewisser Regelmäßigkeit. Aber auch dies ist Orakelei, solange der alte Block noch ungeöffnet ist. Alles über den Kolben sah eigentlich gut aus. Man sieht Ventilen und auch Sekundärluftkanal an, dass mehr Öl als üblich verbrannt wurde. Aber auch nicht in bedenklichem Maße.

    Ich spreche mich nicht generell gegen eine bessere Ölkühlung aus. Wäre bei dem Schadenbild ja auch ziemlich dämlich. Ich sage nur, dass ich kein Freund der externen Ölkühler bin. Die machen ne sichere Temperatursenkung, ja. Aber die senken auch den Öldruck, die haben lange Leitungen, die undicht werden können und die liegen im Steinschlagbereich at the first line of defense.

    Man kann für die Renne (oder BAB) viel optimieren. Ich habe aber den Anspruch, dass es zwingend auch im Alltag noch angemessen sein muss... ohne dass ich da regelmäßig hingucken muss, ob noch alles i.O. ist.

    Randbedingungen:
    17000 km im Jahr. Nur 900 km davon Nordschleife. Ca. 4000 km davon Autobahn, jedoch davon nur selten Dauervollgas... in Zukunft wohl eher gar nicht mehr. Die Masse der Kilometer passiert im Alltag. Damit dominiert definitiv die Kurzstrecke. So wie ich keine UK-Werte am Fahrwerk fahren kann, so kann ich auch nicht irgendwas dranbauen, was alle 2000km besser inspiziert werden sollte (wie es bei Rennwagen üblich wäre).

    Daher überlege ich mir gut, was ich mache. Und mache nicht erstmal einfach drauf los. Dieser Thread hier soll mir die eine oder andere Meinung zutragen, die ich dann für mich bewerten und verwerten kann.

    Das Geschwaller von Dome brauche ich dazu aber leider nicht, sorry. :roll: Fakten bitte.
    Auch brauche ich keine generelle Diskussion um Öltemperaturen. Die sind in gewissen Situationen zu hoch, davon muss ich bei aktuellem Wissensstand ausgehen. Punkt.

    Jimmy:
    Ich hatte nie Öldruckprobleme. Wurde ja sogar mal nachgemessen. Alles i.O. Auch habe ich das Ventilspiel nicht exakt gemessen, aber wir haben die alten und neue Ventile im alten und neuen Kopf miteinander verglichen und wir konnten Verschleiß an den Führungen feststellen, ja... aber wirklich keinen übermäßigen Verschleiß, so wie ich es eigentlich auch erwartet hätte. Den alten Kopf habe ich ja noch. Wenn jemand mit zwei neuen Ventilen und ner entsprechenden Messuhr her kommt, kann man das nochmal genau messen, wie weit die Führungen vom Neuzustand weg sind. Und hey... meine Nockenwellen sehen doch okay aus!? ;) Mal mit Ausnahme des VTEC-Nockens Einlasseite Zylinder 1. Aber der musste ja den Kolben aushalten. Die darf scheiße aussehen. Und wurde ja auch ausgemustert.

    Wenn ein Kolbenbolzen in seiner Passung so anspruchslos wäre, dass der mit Salatöl funktionieren würde, dann kann der doch nicht so heiß... und fest werden...? Und schon gar nicht an einem Tag, wo der Motor überhaupt nicht nennenswert gefordert wurde. Auch und erst recht nicht thermisch. Das muss ein Schaden sein, der irgendwann begann und dann an jenem Tage nur eskalierte.

    Auf der Nordschleife habe ich Öltemeraturen von knapp unter aber niemals über 130 Grad am Ölfilter gemessen. Über die Exaktheit der Messung kann man streiten, man kann es aber auch lassen, denn wenn das irgendwas bei 100 Grad wäre, wäre es besser... dies ist im Grunde für die Zukunft zu erreichen. Ob nun nurch eine Einzelmaßnahme oder durch ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen oder durch geringer scharfe Nutzung (wie vorerst)... das muss man sehen.

    Für mindestens 4500 EUR zzgl. Einbaukosten nen alten Motor mit 70.000km zu nehmen, ist doch keine Option, wenn man ca. 2000 EUR drauf legt und bei 0km starten kann.

    P.S.:
    Danke für Eure Beileidsbekundungen... auch an Dome! ;)

    Zitat

    Original von Freestyler
    Ich weiß geschmiedete Carillo Pleuel sind bestimmt keine Schnäppchen, aber vielleicht auch eine sinnvolle Maßnahme um den Motor standfester zu bekommen.


    Ich habe das auch alles durchdenken können/müssen. Da jetzt gleich nagelneue andere Pleuel reinzustecken war recht schnell angehakt, weil da bei den Ersatzteilen ein Euro den anderen jagt. Wenn Geld keine Rolex spielt... oder wenn man HEUTE an seinem schon alten Motor doch lieber Hand anlegen will... sicher empfehlenswert.

    Ich habe früher mal die Frage gestellt:
    "Wenn 100.000km, dann Revision machen?"

    Die erhaltenen Antworten waren recht einleuchtend:
    "Nein, Nen laufenden Motor nimmt man nicht auseinander!" oder
    "Nein, optisch wirst Du nem Pleuel nichts ansehen. Du baust es dann wieder ein und es fliegt Dir dann trotz Revision kurz danach um die Ohren. Dann war die Revision schuld?"

    Heute würde ich anders handeln! Ich denke, den bei 100.000km rauszunehmen und vielleicht neue Stock-Kolben und Dritt-Pleuel zu spendieren ist nen ganz guter Plan. Zumal man dann ja noch diversen anderen Vershcheiß beäugen kann.

    Der Motor war nach 2h aus dem Auto draußen, und genauso schnell auch wieder drin. Nur zum Umbauen vom alten auf neuen Motor mit Ventile einsetzen und einschleifen und so weiter, da waren nochmal rund 15h weg. Dabei wurde der Block noch nicht mal geöffnet, weil ja komplett ersetzt. Zeit sollte man also haben.

    Übrigens wiesen meine Ventile in den Ventilschäften keinen übermäßigen, auffallenden Verschleiß bzw. auffallend großes Spiel auf. Gemessen haben wir es nicht, aber das Spiel im neuen Kopf war nur wenig geringer.

    Übrigens wurde mein alter Block (also wenigstens das Gehäuse) im Jahr 1999 produziert. Mein Auto ist MY2005! Da hab ich auch erstmal nicht schlecht geguckt.

    Der neue Block (also wenigstens das Gehäuse) trägt eine 07, also 2007 produziert.

    Bah... war ich also 2007 schon mal so weit...

    Zitat

    Original von Los Eblos:
    Ölwechsel vielleicht statt alle 15.000 schon alle 10.000. Oder wie Honda sagt "untererschwerten Bedingungen" alle 7500. Das kann sicher ganz bestimmt nicht schaden.


    Hätte ich es mal für notwendig erachtet, woll? :lol: :roll:

    Zitat

    Original von Los Eblos:
    Mit Ölthermometer kann man sich ne klare Grenze setzen und diese auch sehr leicht einhalten.


    Ja, auch nett... aber wo muss man die ziehen? Schon aufrund der verschiedenen Eigenschaften der Öle kann man da keine klare Grenze ziehen.

    Kein Grund die Pferde scheu zu machen. Pflege die Technik, diese Motorschäden sind, anders als das Internet hier suggeriert, eher die Ausnahme!

    Mit 5.000 EUR kommst Du für einen neuen Motor nicht weit. Für das Geld gibts gerademal gebrauchte mit deutlich >50.000km im eBay und Co. Mir liegt ein offizieller Kostenvoranschlag von Honda über ca. 9000 EUR inkl. Mwst vor, wenn man ihn nur hinstellt und heil wieder abholen will. Dem Hörensagen nach ist das ein sehr fairer Preis, wenn man Block und Kopf komplett neu braucht.

    Ich habe mir den Wasser-Kühlreislauf genau angeschaut, weil mir Bernds Ermahnungen wegen des Wasser-Ölkühlers noch in den Ohren schallen. Die Gelegenheit war gut, mir einBild zu machen, denn das hilft mehr als 1000 Worte.
    Ich glaube nicht so recht daran, dass das Wasser, welches zur Ölkühlung diente, nur Zylinder 1 schädigen würde. Warum? Die Wasserpumpe fördert das gekühlte Wasser von rechts und links auf die Zylinderwand vom ersten Zylinder. Dabei ist das Wasser, was von rechts drauf fließt, noch vorher durch den Wasser-Ölkühler geströmt, also bereits heißer. Nun ist es aber so, dass alle anderen Zylinder auch vom Zufluss bei Zylinder 1 versorgt werden. Das Wasser, was um Zylinder 2,3, und 4 fließt, ist also immer schon an Zylinder 1 vobei gekommen. Wenn denn, wie es schon mal gemutmaßt wurde, das heiße Wasser des Ölkühlers zu Problemen der Überhitzung an Zylinder 1 führen würde, dann würde dies nochmehr für die weiter hinten liegenden Zylinder gelten. Denkbar auch noch: Ungleichmäßige Temperaturen in Zylinderwand 1, weil von rechts heißeres Wasser kommt... aber dann müsste sowas doch primär zu Kolbenklemmen führen? Letztlich müsste der 4. Zylinder am schlechtesten gekühlt sein. Dass an Zylinder 4 Kolben fressen, das hat man schon öfter gesehen. Passt also dazu. Bei mir sieht die Zylinderwand 1 aber nicht verkehrt aus, hätte sie nicht die Schmarren des havarierten Pleuels. Ich glaube also in Fragen der Temperaturprobleme eher an ein generelles Problem, denn an eines des ersten Zylinders. Und der ist ja der, der bei mir kaputt ging.

    Aber wie ich oben schrieb:
    Ich denke eher, das Öl war lausig und vielleicht auch die Versorgung des Kolbenbolzens nicht 100%ig. Ich werde, wenn ich den kaputten Block öffne, ja die anderen Kolben und Bolzen inspizieren können. Auch werde ich die Kolbenringe raus nehmen, um zu sehen, ob sich dort irgendwo (auch am kaputten Kolben) nennenswerte Verdreckungen finden lassen. Im Grunde muss sich ja ne klare Ursache finden lassen.

    Zitat

    Meine Meinung dazu, es könnte auch einfach Materialermüdung sein.


    Ein Kolbenbolzen geht IMHO nicht fest, weil er ermüdet... aber ich hab hier kein fundiertes Wissen, wie üblich eher nur ne gesunde Vorstellung.

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    Befürchte aber das man davor nie ganz sicher ist.


    Ich denke auch, das ist man nie.

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    Um den Motor noch etwas standhafter zu bekommen, wäre es interessant wo genau der Pleuelabriß passiert ist. Kann man das anhand der Bruchstücke noch nachvollziehen?


    Kann man alles auf den Fotos anschauen. ;)

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    Deine Bedenken bzgl. des Ölkühlers kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.


    Sagen wir es so... wenn z.B. Absenkung der Wasserkühlkreislauftemp von 94 Grad auf unter 90 Grad auch sinnvoll ist, bevorzuge ich solche Maßnahme. Wenn ein externer (in meinen Augen dann besser nur recht kleiner) Luft-Ölkühler das richtige sei, dann ist es so.

    Ich werde im Oktober nicht beim DSK Nordschleife mitmachen. Aktuell ist mir mein Auto nun doch zu schade dafür. Denn ich kann dort nicht einfach mal langsamer machen. Entweder ich fahre, wie ich fahre, oder ich lasse es. Mal abgesehen davon, dass ich jetzt erstmal wieder etwas Geld beiseite sparen muss, um für solche Motor-Eskapaden in Zukunft gerüstet zu sein.

    Mein Bruder meinte:
    Eine Rennstreckenbimmel für sagen wir mal 10.000 EUR ist immer noch teurer als alle 6 Jahre nen neuer Motor im S. Hmpf... nunja... :lol:

    Ich geselle mich dann auch mal in die Riege.


    Kurz die Fakten:
    102.000 km
    MY2005, Baujahr 02/2006
    Pleuelbruch Zylinder 1
    bei ca. 7500U/Min unter Vollgas
    Öltemp ca. 98 Grad
    Honda HFS 5W40 seit 10.000km drin.
    Ölstand MAX, zwei Tage vorher eingestellt.


    Begebenheit:
    Nach 1h cruisen auf der Bundesstraße mit ab und zu mal nem Überholvorgang beim Überholen bei ca. 7500U/Min plötzlich Leistung weg und Rattern. Ich musste zusehen, wieder nach rechts zu kommen, verpasste dem gerade überholten noch ne kleine Öldusche und rollte in einen Feldweg aus. Ölstand vorher genau MAX, hinterher genau MIN. 1 Liter Öl hat also seinen Weg nach draußen gefunden. ADAC Marsch Marsch.


    Bilder:
    http://s-zillus.de/gallery/?g=2&p=soc

    Passwort: s2k


    Anlass:
    Pleuelbruch in Folge Mangelschmierung am Kolbenbolzen. So meine bisherige Einschätzung.


    Ursachen-Vermutungen:

    A:
    Ich kann eine lückenlose Ölstandshistorie seit Kilometer 0 vorlegen, habe immer die 70 Grad Öltemperatur abgewartet, bis ich Drehzahlen und Vollgas angewendet habe und bin generell überall als pingelig bekannt. Im ersten Schritt möchte man daher mangelnde Wartung ausschießen.

    B:
    Ich habe zuerst vermutet, dass ich mir auf der Nordschleife das Öl überhitzt habe und daher der Kolben bzw. die Abstreifringe bzw. die Kanäle zum Kolbenbolzen verkokt sind, was die Ölversorgung des Kolbenbolzen minderte und so zum Festgehen führte. Ich habe den Block und die heilen Zylinder noch nicht inspiziert, generell sieht der kaputte Kolben aber für meinen Geschmack nicht so scheiße aus, wie ich vermutet hatte.

    C:
    Plausibler erscheint mir: Das Öl war seeeehr schwarz, als ich es abließ. Ich vermute daher, dass das Öl seine besten Zeiten bereits hinter sich hatte. Einstmals Nordschleife im Mai und in den letzten Monaten vermehrte Kurzstreckenfahrten waren vielleicht in Summe keine gute Aktion. Ich war den Tag zwar schon rund 100km unterwegs, was ich als genug erachtete, um das Öl nach Kurzstreckenzeiten wieder fit zu haben... aber evtl. hätte mich ein verkürztes Ölwechselintervall vor dem Schaden bewahrt.

    D:
    Genau werde ich es wohl nie erfahren.


    Meine Maßnahmen für die Zukunft:

    1.
    Aktuell habe ich mich entschieden, nur noch Premium-Suppe von Mobil 1 zu verwenden, weil die für ihre höchstwertige Additivierung und Qualität bekannt sind. Das neue Honda HFS (das jetzt von Total hergestellte Honda Originalöl) scheint in meinem Fahrbetrieb schneller zu altern, als das FL Selenia WideRange 5W40 (früheres Honda-Originalöl), welches ich in den ersten 4 Jahren gefahren habe.

    2.
    Ölwechselintervalle verkürzen, mindestens alle 10.000km.

    3.
    Wenn man es von Anfang an regelmäßig macht, senkt es die Bedenken, durch sich lösende Plocken irgendwas zu verstopfen... also alle sagen wir mal 45.000km Tunap 321 Motorinnenreinigung anwenden.

    4.
    Langfristig nen effizienteren Wasserkühler, Mugen Thermostat und Mugen FanSwitch. Das ist zu diskutieren, bzw da habe ich noch Fragezeichen. Ich mag nicht so recht an nen externen Ölkühler ran, weil mir die Fehlerquellen, die man dem System addiert, bislang immer noch nicht gefallen.


    Generelle Ansage:
    Diese Punkte sind diskutierbar, aber bitte sachlich bleiben und nur fachlich Brauchbares beisteuern. Sonst lasse ich den Thread schließen und nehme die Bilder raus.


    Instandsetzung:
    Erfolgte kürzlich mit freundlicher und kompetenter Hilfe eines Freundes. Naja, ich war eher der Handlanger und Wissensschwamm. Es gab einen nagelneuen Block komplett sowie einen nagelneuen Zylinderkopf samt Einlassnockenwelle und Einlassrollenschlepphebelgruppe. Derzeit habe ich mit dem neuen Motor ca. 350km abgespult und bin mitten im Einfahren. Naja, und um viele Erfahrungen reicher sowie um viel Geld ärmer. Ich habe lieber etwas mehr Geld ausgegeben, um einen neuen Motor zu bekommen, anstatt für 4500 EUR einen gebrauchten mit 70.000km bei eBay zu kaufen. Was macht man nicht alles für sein Auto! Man muss dem ganzen das Positive abgewinnen... wer hat heutzutage schon noch die Chance, einen F20C mit 0km einfahren zu können?


    :D

    Erst ging mein Dad kaputt. :cry:
    Dann ging mein Auto kaputt. :?
    Heute ging mein Trockner kaputt. :x

    Es reicht langsam. Zum Glück ist die Schwere der Ereignisse stark monoton fallen. Das lässt ja hoffen.

    Es kommen immer drei Unglücke in Folge?
    Son verschissenes Haushaltsgroßgerät zählt eigentlich nicht. Was soll denn noch kommen? 8o