ZitatOriginal von Maggo#13
Aber so lang man sich auch im Vorfeld Gedanken macht, wenn es soweit ist, handelt man ohnehin intuitiv ohne lange zu überlegen ...
Ich halte es für extrem wichtig, sich bestimme Dinge vorher gedanklich aufzubereiten. Wenn man sich für Wildwechsel gedanklich regelmäßig ins Gewissen ruft: Abblenden, Hupen, Vollbremsung, nicht aufwändig ausweichen! ... dann legt sich sowas irgendwie ab und man ruft es routiniert ab, wenn es soweit ist. Ich mache das recht regelmäßig während der Fahrt. Auch so von wegen... wenn mir jetzt der oder der Reifen platzt, was wird passieren, wie ist die korrekte fahrerische Maßnahme... ich finde das sehr wichtig, und ich denke, das sollte jeder Autofahrer tun. Leider rollert der normale Arsch aber nur viel zu schnell von A nach B und denkt dabei an ganz andere Dinge. Dass die dann auch mal die Kurve nicht kriegen, weil sie geträumt haben, wundert mich keinen Meter.
Haste das Buch vom Röhrl gelesen?
Der sagt, dass man dahin kommen muss, dass man sich für ne Runde (und natürlich auch mehrere hintereinander) an jeden Meter, jeden Bremspunkt, jeden Einlenkpunkt, jede Linienwahl erinnern können kann. Ziel soll es sein, die Erlebnisse im Nachhinein wie einen inneren Film anschauen/nachvollziehen zu können. Wenn man sich mental/kognitiv in diese Lage versetzt hat, dann gewinnt man in meinen Augen in solchen Situationen Zeit. Man nimmt Dinge klarer, differenzierter wahr und hat dann auch bewußt mehr Zeit, richtige Entscheidungen zu treffen und nicht nur KNALL PENG zu erleben, ohne was getan zu haben.
Ich denke, wir, die wir so ein Auto, das viel Aufmerksamkeit erfordert, routiniert bewegen, haben kognitiv schon einen großen Vorsprung gegenüber anderen Menschen, die sowas nicht machen. Man kann sich ja auf die beklopptesten Dinge konditionieren. Und ich denke, auch die gedankliche Vorbereitung von Routinen schafft Routine.


