Beiträge von Los Eblos

    Es ist in der Preisklasse einfach schwer... mutet son bissl an wie "das geringste Übel" zu finden. Ich glaube, man sollte sich bei der Wahl sehr auf seinen Bauch verlassen. Eine Fixierung auf >300 PS machts da nur noch doppelt schwer. Auch ein geringer motorisiertes Auto kann die pure Wonne sein. Hatten wir ja schon thematisiert... die 5m Unterschied beim Ampelstart sind einfach das viele Geld nicht wert.

    Irgendwie ist das FÜR MICH bissl die gleiche Diskussion wie bei der Countach-Geschichte vom Tobi. Man will doch einfach nur nen spaßiges Auto, das zuverlässig ist und einem nicht den letzten Cent raubt. Der Markt bietet aber oftmals nur Autos mit dem Anspruch "eierlegende Wollmilchsau", sowohl für den Käufer wie auch den Produzenten. Der eine bekommt das Geld und maximiert seinen Profit, der andere bekommt durch die Presse den Mund wässerig getestet. Und das eigentliche... der Kern des Gedankens für ein Spaßauto... wird irgendwie nicht mehr bedient. Ich kenne jetzt Flash nicht. Aber mir ists ziemlich egal, ob da nun elektrische Fensterheber dran sind oder nicht. Das Spaßauto muss Spaß machen, und der definiert sich nunmal nicht am Fensterheber... Sitzheizung... elektrischem Sitz. Der definiert sich über was ganz Anderes. Wer aber so denkt, der findet nur noch ne handvoll Autos, die dann entweder sehr teuer (Porsche GTx) oder wieder für den Alltag zu radikal sind. (Atom, Elise, Exige, Xbow).

    Flash, ich hoffe, Du hast es noch nicht bereuht, hier nach Meinungen gefragt zu haben. ;)

    S2000 behalten und für das viele Geld, das dann über ist, so nette Dinge machen wie "Snow&Ice-Training in Skandinavien" oder Renntrainings. ;)

    Für so viel Geld kann man sich auch nen persönlichen Honda-Mechaniker kaufen, der einem ein 350 PS Kompressortuning am S2000 baut und am Laufen hält. :lol:

    Flash, ich wüßte auch gar nicht, was man noch so empfehlen soll. Eigentlich ist der 1er M-Coupe genau die Niesche für Leute wie Dich. Ich finde ja, nen kleineres Modell des 1ers tuts genauso. Vielleicht muss man dann nochmal nen Sperrdiff irgendwoher organisieren oder so... ansonsten... solange in 6 Sekunden die 100 erreicht, ist doch genug Haue für den Alltag da. Oder den 3er. Den finde ich auch (je nach Aufmachung) echt schön. Und den gibts sogar als Cabrio, oder?

    Es soll unauffällig sein, ne? Ansonsten hätte ich gesagt (einfach nur um nochmal was ins Rennen zu werfen), mach mal ne Probefahrt im Lotus Evora. Mit bissl Rabatt gibts den sicher auch für 55k oder so. Der Evora S sprengt bissl den Rahmen, weil Grundpreis schon 70k. In der Preisklasse bis 50k ists mit sportlichen Autos ziemlich mau.

    Bleibt wohl doch nur RS3 oder so? Brrrrr.

    Vor diesen geschilderten Hintergründen, die ich ja nicht alle selbst erlebe... aber weil hier so unglaublich viele Freunde und Bekannte bei/für VW arbeiten... man hört viel und wenn man das zusammen fügt, kommt eben bei raus, dass man den Konzern eigentlich nicht unterstützen sollte.

    Dass man dieses Bild weiter draußen, wo nicht "VW-Land" ist, nicht so sieht, ist auch klar.

    Ich habe gerade mal nen Golf R konfiguriert. Mal abgesehen davon, dass dieses "Wenn Sie diese Option wählen, geht diese Option aber nicht" völlig nervig ist... mit bissl Ausstattung war ich für den Golf R schnell bei 50.000 EUR. Für ein Auto von der billigsten Stange. Sorry, aber nein. Das kann man doch nun wirklich nicht...

    Zitat

    Original von Los Eblos
    Golf R? :lol: :lol: :lol:

    Viel Spaß, ich bin raus. :-|


    :nod:

    Zitat

    Original von Flash

    Kannst du mir mal sagen warum du lachst und mir erklären was du gegen den Golf R hast.


    Irgendwie gern... irgendwie aber auch nicht... weil bashing ja oftmals keinen Anklang findet. Aber nun denn...

    Eins vorweg:
    Ich habe definitiv eine Anti-VW-Brille auf. Und das richtet sich allein gegen den heutigen VW-Konzern. Als VW noch in der Zeit vor Piech und Lopez steckte, als noch an jedem Detail gefeilt wurde, bis es ausgereift und zuverlässig war, da war VW noch toll. Heute? Geh mir weg damit.

    Ich soll etwas ausholen?
    Ich wohne in einer Region, wo gefühlt 80% der Menschen bei VW oder VW-nahen Firmen arbeiten. Ebenso viele fahren auch VW hier, oder eben Audi, wenn man etwas mehr darstellen mag. Ich selbst hatte vor dem S auch nen Golf 4. ALLES, was für mich "VW" bedeutet, spricht für mich heute dagegen, diesen Konzern zu unterstützen. Es ist aber auch völlig egal, wohin ich mit der Nadel steche... nichts ist gut.

    1.
    Das beginnt bei der Art und Weise, wie sie Zulieferer beuteln.

    2.
    Das wird fortgesetzt von der Art und Weise, wie Sie Dienstleister/Handwerker piesacken mit verzögerten Zahlungen in die Insolvenz treiben.

    3.
    Das wird weiterhin fortgesetzt bei der Art und Weise, wie sie Autos auf den Markt brachten und sicher auch noch bringen. Der Kunde ist Testfahrer. Und solange es vertretbar ist, darf er auch munter bei Reparaturen mitzahlen.

    4.
    Teile müssen (siehe Punkt 1) offenbar nur genau so lange halten, dass sie die Garantiezeit überstehen.

    5.
    Teile werden dem Zulieferer um die Ohren gehauen, wenn sie deutlich länger halten, als angefordert wurde (kein Scheiß). "Das hält xxxx Stunden, es muss aber nur yyyy Stunden halten. Das geht billiger!"

    6.
    Das wird weiterhin fortgesetzt, wie VW mit den eigenen Vertragswerkstätten umgeht. Es gibt zu viele? Treiben wir sie einfach in die Insolvenz. Dann regelt sich das. Dass da dann Menschen hinter hängen... ist doch egal. Es geht um maximalen Profit, nicht um Einzelschicksale.

    7.
    Das wird weiterhin dadurch fortgesetzt, dass viele VW-Mitarbeiter natürlcih VW fahren, diese Autos aber kaum länger als 6-12 Monate fahren. Ein Neuwagen mit maximal 12 Monaten wird nur wenig Probleme bereiten. Daraus entsteht aber der Eindruck, dass das alles Premium-Qualität ist. Und genau so wird dann auch VW hier angesehen. Das Maß aller Dinge.

    Diese Liste kann man sicher noch weiiiiit weiterstricken.

    Zu meinen eigenen Erfahrungen:
    Wenn die heutigen Autos so oft kaputt gehen, wie es mein Golf 4 tat... Natürlich wird immer gesagt, dass die Autos halten und fahren und fahren und fahren. Immer und immer wieder kaufen Kollegen nen VW. Und da wird es hingenommen, dass da einfach die Achslager alle 60.000km ausschlagen. Oder dass bei 140.000km son Turbo einfach durch ist. Da wird hingenommen, dass man Service "von oben herab" in seinem Autohaus bekommt. Als bei meinem Golf 4 die Zahnriemenspannrolle bei 60.000km den Dienst versagte und alle Ventile krumm waren, da erlebte ich Service von VW at its best. Das führte soweit, dass ich nach einer guten Zuzahlung für ein (wie ich hintenrum herausfand) intern im Werk bekanntes Problem mit der Spannrolle in weiteren 1000km zur großen Inspektion antreten sollte... sie haten ja nicht gerade am Motor ALLES neu gemacht, einschließlich Ölservice etc. Ansonsten waren es eben diese aus Punkt 1 (siehe oben) resultierenden banalen Dinge, die ständig kaputt gingen. Achsmanschetten, Mittelschalldämpfer, Endschalldämpfer, 2x Kat, 2x Klimakompressor, diverse Zipperlein mit Innengeräuschen, 1x Luftmengenmesser, 1x Lambdasonde. Vieles davon innerhalb der 2 Jahre Garantie. Einiges aber auch nicht in der Zeit... und da hört man dann auch so Sachen wie "Jaaaahaaa... wenn das jetzt kein Golf wäre, sondern ein A3, dann wäre das 100% Kulanz. So müssen Sie aber 40% selbst tragen." Guten Tach.

    Nein, es geht wirklich GAR NICHT aus meinen Augen, diesen Konzern dafür zu belohnen, was er da verzapft. Vom Look&Feel mag ich den Golf R. Und Spaß kann man damit sicher auch haben. Aber was wird sein, wenn man den mal 100.000km fahren will? Das würde ich heute niemals wagen.

    Wo steche ich als nächstes hin? Golf R. Okay. Hast Du die Tests in der Sport Auto gelesen? Der aktuelle hat mal ein bissl toleranteres ESP. Jetzt kann man den kaufen? Bah... wenn man von nem BMW 1er aus der M-GmbH zu nem Golf R springt... das geht doch irgendwie gar nicht. Das eine ist ein Auto, wo aus meiner Wahrnehmung her mit Herzblut die Großserie verfeinert entwickelt wird. Das andere ist abweichend vom 0815-Auto mal im Hochlagerregal zwei Fächer weiter nach rechts gegriffen und zusammengehustet. Ja ja ja... genau so wird es nicht sein. Ich behaupte aber fest, dass VW Autos baut nur um Profit zu machen. Und bei BMW wird es sicher auch nicht sooo anders sein. Aber BMW traue ich deutlich mehr Willen zu, da was Anständiges abzuliefern für das Geld.

    Ich höre mal mit dem Bashing auf. Denke Du hast genug Infos, um halbwegs nachzuvollziehen, wieso ich nur mit dem Kopf schüttele, wenn jemand ernsten Willens ist, das Geld für einen Golf R bei denen einzuwerfen. :roll: Wenn ich so einen Menschen auf der Straße sehe, und es ist kein Werks-Leasing oder Dienstwagen (was man hier an den Kennzeichen halbwegs erkennen kann), dann habe ich echtes Mitleid... wie man so verstrahlt sein kann, und echtes Geld dafür zusammen rafft. Mit dem gleichen Geld kann man anderes machen... speziell, wenn man darauf verzichtet, nen nagelneuen Wagen zu fahren. Sei es fahrdynamisch oder auch qualitativ.

    Zitat

    Original von Kiyoshi
    Wuerde mir keinen Spass machen zum Fahren, kuck mal wie der sich abmueht am Lenkrad.
    Und am Limit fahren kannste damit auf der Strasse eh nicht, weil wenn das Ding mal abhaut machste nicht mehr viel mit der Lenkung.


    Kann sein. Aber ist denn halbwegs nachvollziehbar, was ich im Kern meine?

    Ich bin nie in nem Countach mitgefahren, möglich dass die Karre zu... zu mies "gemacht"... ist, für das, was ich formulierte. Das Video von Onboard erinnerte mich einfach nur an den F40. Da hast Du auch nur nen putzig minimalistisches Cockpit wo gerade nur das drin ist, was man zum Fahren braucht. Alles sieht hingebastelt aus... Handarbeit wohin man schaut. Das versprüht schon nur beim drin sitzen einen eigenen Charme, den ich auf eine bestimmte Art mehr mag als modern hingestyle'te und mit Chrom arrangierte großseriennahe Elemente. Ja, das Cockpit des Countach sieht gruselich zusammengebastelt aus. Aber hey... so war das damals eben bei denen. Ich zielte mehr auf die Emotionen ab, als auf objektiv bewertete fahrdynamische Aspekte... denke ich.

    Whatever. Ich mag diese alten Sportwagen. Und wie Tobi empfinde ich da auch... ich will nicht Neid sagen... aber Lust, sowas auch mal zu erleben. Die Route Napoleon bin ich mit dem Mopped schon bereist. Allein das lockt natürlich auch dabei... sehr schööööne Gegend da unten.

    Ich finde diese alten Monster beeindruckend.
    Das Video erinnerte mich an die Zeit, wo ich ab und zu in nem Ferrari F40 mitfahren konnte. Supersportwagen aus einer Zeit, als noch nicht alles perfekt hingeschliffen wurde... wo so ein Auto noch nicht perfekt war, aber für damalige Verhältnisse dennoch abartig schnell. Irgendwie assoziiere ich damit ein Wohlgefühl, eine Erinnerng an Autos zum Zupacken, Wildsäue. Son Countach ist sicher nicht die Kür, aber wenn man mir die Wahl ließe, nen Countach oder nen Gallardo auf den Hof gestellt zu bekommen... ich würde wohl echt den Countach nehmen. Der ist so unperfekt, wie er ist... aber er ist kein synthetisch zusammengewürfeltes, mit bissl Glutamat zurechtgerücktes Abkassierobjekt... sondern ein Auto mit aaaalter guter ehrlicher Seele... jedenfalls empfinde ich das so.

    I like it! ;) :thumbup:

    Zitat

    Original von Marco2000
    Da muss ich den Los Eblos recht geben :D, ein Mitteltopf mit Rohr bringt genauso viel wie ein originale Mitteltopf. Wenn überhaupt, ändert sich nur minimal die Lautstärke.


    Das wollte ich gar nicht sagen, weil ich es auch gar nicht beurteilen kann. Ich finde nur, man kann - egal welchen Auspuff - den Sound kaum bis gar nicht objektiv mit einer Cam einfangen. Ohne einen A-B-Vergleich mit selbem Aufzeichnungsgerät --> munteres Raten. ;)

    Und Bernd:
    Recht hast Du... beim Einfedern gehts bei meinem tatsächlich weiter Richtung Vorspur. Mein Fehler: Man darf Spurstangenwinkel nicht im ausgefederten Zustand auf der Bühne beäugen. Jetzt in Ruhelage ist das EPS tiefer als der Lenkkopf... also wird die Spur noch weiter gen Vorspur gehen, wenn er noch weiter einfedert. Ich habe aktuell vorn eine Tieferlegung gegenüber Serie um 30mm. Wie das beim Stock-S2000 aussieht, weiß ich nicht. Erzählungen mit anderen waren immer --> Einfedern --> Tendenz gen Nachspur.

    Kann Peters frühe Äußerungen auch nicht stützen, wo es hieß... die Vorspur würde den Verschleiß fördern. Das spricht gehen alles, was ich selbst erlebt habe, in Praxis und Theorie.

    Du bist von der Vorspur weg gegangen und bekommst genau die Phänomene, die man nicht haben will. Und Du wirst noch mehr Verschleiß vorn innen bekommen.. warts ab.

    Zitat

    Original von S2H
    Mit den vorne abgefahrenen Reifen lässt sich nun das Fahrwerk nicht einstellen


    Warum eigentlich? Höre ich immer wieder und hab auch schon Erik dazu befragt... ne gute Begründung fällt irgendwie nicht ein. Bitte keine Vermutungen, sondern Fakten. ;)

    Hier mal Fotos meiner Reifen nach dem letzten DSK. Hier sieht man, wie die Reifen der Hinterachse beginnen, an der Innenseite dünner zu werden. Das war aber maßgeblich das Ergebnis der Fahrerei vor dem Trackday einschließlich der Anreise zum Ring. Heute sehen die innen noch schlimmer aus, weil ich ja noch wieder zurück nach Hause musste und hier dann auch noch paar Wochen damit unterwegs war. Aufm Ring selbst ist da an der Innenflanke nicht so viel passiert.

    Alle 4 Reifen hatten zu diesem Zeitpunkt ca. 10.000km gelaufen.

    Vorn links


    Vorn rechts


    Hinten rechts


    Hinten links

    Wenn Walter (oder wer auch immer noch gute Erfahrrungen mit Reifenbildern auf Rennstrecken hat) mal nen Kommentar zum Reifenbild abgeben mag... wäre nett :nod:

    Zitat

    Original von S2H
    Danke dir Los Eblos für die detaillierte Antwort!

    Bei mir ist es genau so, das ich das Auto nur für Spaßfahrten aus der Garage hole und so gut wie keine AB KM fahre. Das wird dann tatsächlich auf die Vollbremsungen zurückzuführen sein. Komischwerweise ist hinten mehr Sturz zu sehen aber hinten fahren sich die Reifen gleichmäßig ab. Ist auch irgendwie logisch, da das Auto vorne und nicht hinten in die Knie geht beim bremsen und die Bremsen vorne kurzeitig blockieren und nicht hinten. Das mit der Vorspur werde ich mir vormerken.

    Maggo, danke für deine inhaltlich nichtssagende und nicht hilfreiche Aussage. Weisst du, wenn du das Auto am Limit bewegs und das Auto auf der Spur bleibt und nicht zickt, der Geradeauslauf stimmt, die Reifen sich außer auf der VA sonst gleichmäßig abfahren, dann sollte man von einen gut eingestelltem Fahrwerk ausgehen. Ich hatte an meinen Dailydrivern schon Erfahrungen mit falsch eingestellt oder verstellen Fahrwerken. Das Auto war nicht mehr berechenbar, erst recht nicht am Limit. Nach Einstellungen der Fahrwerke, fuhren sich die Autos plötzlich wie auf "Schienen". Daher meine Aussage mit absoluter Gewissheit, das das Fahrwerk richtig eingestellt sein muss, sonst würde sich der S nicht so sicher am Limit bewegen lassen.


    Gern. Bedenke: Hinterachse hat sehr große Vorspur schon OEM. Verringerst Du die maßgeblich, laufen die Reifen innen auch massiv ab.

    Und ich weiß seit dem Herumprobieren... man kann die Geometrie auf kompromisslos sportlich trimmen, so dass im Grenzbereich alles glänzt... dann beißts einen anderswo... nicht zuletzt bei der Reifenökonomie abseits von Limits... oder man machts andersrum. Alles wie immer Kompromisse. Aber es ist nicht die eine goldene Einstellung, die überall top ist. Und als Amateur spürt man das ganz sicher nicht blind heraus, ob man Fahrdynamik und Reifeneinsatz gut hingebracht hat. Dass man dagegen ne völlig verhagelte Spur spürt, ist kein Thema. Dein Rückschluss vom Fahrgefühl auf ein insgesamt gelungenes Setup ist daher doch eher lustig, denke ich.