Schön dargestellt, genau so isses, finde ich.
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Anscheinend will man sich also auf den Massenmarkt mit billigen Modellen konzentrieren - viel Spass dabei. Das dürfte der Markt sein in dem das Gemetzel zukünftig so richtig abgeht. Denn wenn die Osteuropäer, die Chinesen, die Inder und die Grosserienhersteller wie Toyota und VW diesen Markt beherrschen dürfte es schwierig für Honda werden.
Denke ich auch... wobei: Ich weiß nicht, wie die Autokäufer anderer Länder drauf sind. Bei uns Deutschen habe ich den Eindruck, die Wahl des Autos funktioniert nach komischen Regeln.
Selten wählen Deutsche Ihr Auto anscheinend nach Fakten und Fahreindrücken... mehr nach Image und Geldbeutel. Und zwar durchweg. Egal ob Kleinwagen oder Sportwagen. Obendrein sind die Augen an diese wintzigen Design-Sprünge in der Modellfolge getrimmt, so dass alles, was davon ausreißt, erstmal negativ ins Auge fällt. Mehrfach beim Civic erlebt. Grundhaltung... bah... hässlich... spacig... mag ich nicht. Nachdem man das Auto dann im Detail näher gebracht hat, eine Gewöhnung passierte, kam der Gefallen, kam das "Mögen". Aber wie will man den deutschen ins Autohaus locken... zur Probefahrt? DAS hilft. Meine Schwiegerma hab ich in einem TypeS gesetzt, und dann war plötzlich A3 und 1er out. Der Service und der Preis dazu... alles toll. Bis heute. DAS schafft man nur, wenn die Werbung passt. Man muss die Leute dazu bringen, die Autos Probe zu fahren! Dann geht vieles von allein.
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Und da sind wir auch schon bei der Aussendarstellung und dem Bekanntmachen der Modelle. Ich hab den S2000 nur durch Zufall damals entdeckt.
Das liegt an der Blickrichtung des deutschen Otto-Normal, finde ich. Die deutschen Marken sind bei der Autowahl grundsätzlich im absoluten Fokus. Was ja wirtschaftlich für Deutschland gut ist. Wenn man sich BMW und Benz nicht leisten kann/will, dann ist ein Audi die Wahl. Wenn ein Audi zu teuer ist, wird bei VW geschaut. Ist VW zu teuer, dann weicht man auf die günstigeren Töchter aus, Seat, Skoda. Ein paar Querdenker kaufen Opel oder Ford. Ja und sonst? Toyota! Toyota bildet eine breite Palette an Normalo-Autos ab... und haben Erfolg damit, auch gegen VW. Aber die Autos sind durch die Bank weg normal... emotionslos. Finde ich jedenfalls. Funktional und Preis/Leistung toll... aber eben total normal. Werden zu 90% aus wirtschaftlichen Gründen gewählt. Viel Auto für deutlich weniger Geld.
Mit den paar Autos, die Honda da hat, kann man nur ein paar Querdenker abholen. Schade, dass so Sachen wir die JD-Power-Umfrage nicht deutlich mehr zählen... es ist erstaunlich, wie sehr die Deutschen bereit sind, mit ihrem deutschen Auto immer wieder und wieder in der Werkstatt zu stehen... dabei könnte es so einfach sein.
Ich denke, dass der Massenmarkt nur über Qualität und Preis geht. Dass sie können, zeigen CRV und Accord. Von der Innenraumverarbeitung konkurenzfähig mit VW und Audi, finde ich. Der Civic ist dagegen auch toll, aber nicht so "klopklopf" wie VW, dafür ja aber auch bedeutend billiger. Auch wenn man es dem Auto nicht ansieht... funktional ist der enorm. Da ist viel Platz drin. Als 5-Türer jedenfalls. Da er aber nicht so emotionslos rüber kommt, wie ein Toyota... nichts für die Masse.
Mit besonderen Autos ein gutes Image pflegen? Wer kauft schon überhaupt einen S2000 oder einen NSX. Absolute Nischenfahrzeuge. Und eben aufgrund ihrer sehr speziellen Eigenschaften nicht für sooo viele Menschen geeignet. Da müssten Sie einen MX5 nachbauen, mit dem Honda-Esprit versehen und günstig anbieten. Hätten sie parallel zum S2000 schon vor 5 Jahren machen müssen. Oder eben einen S2000 mit abgespeckter Ausstattung und 100 PS und vllt. 150 PS. Ich bin aber, als S2000-Besitzer, froh darüber, dass sie genau das nicht getan haben.
NSX ist gestoppt, und S2000-Nachfolger ja auch. Aber esk ommen auch wieder andere Zeiten. Ich bin mir sicher, da kommen wieder ZEITGEMÄßE Autos, die ähnlich toll werden, wie frühere. Ob das zeitgemäße mit E-Antrieb und Co. noch das ist, was unsere Generationen als Spaß-Auto lieben... das bezweifele ich. Doch dass Honda immer Honda bleiben wird, und stets Emotion mit verkauft, da bin ich eigentlich sicher.
Ich bin zwiegespalten... muss Honda bei VW ud Co. mitmischen?
Wird man erfolgreich dadurch, dass man neben 911 und Nissan einen NSX hinstellt? Den kaufen doch von der Klientel für solche Autos auch wieder nur Querdenker... eben weil es dem Deutschen nicht um Fakten oder Fahreindrücke geht. So in der Art: "DA STEHT DOCH PORSCHE DRAN... DAS IST N AUTO. Was ist denn schon Honda. Oder Nissan. Die wollen doch nur da hin kommen, wo Porsche schon ist."
Ich glaube also, es liegt nicht an Honda. Es liegt an den Kaufgewohnheiten une -Eigenarten in unserem Automarkt. Ich galube, es ist müßig, dagegen an zu schwimmen.