Absolutdruck... ahja. Gut. Also dann müsste der Drucksensor hinter der Messmembran, auf der die DMS platziert sind, eine evakuierte Kammer besitzen, so dass die Referenz 0 bar Vakuum ist.
Die Druck-Skala in dem Kennfeld reicht von 0 bis 1750 mbar. Für diesen Wertebereich ist ein Kennfeld definiert.
Wäre nun atm. Druck ca. 1000 mbar, so läge ein Kenneld vor für Drücke unter atm. Druck... bis fast hin zum Vakuum... naja...bis ca. 150 mbar Absolutdruck. Aber auch für Drücke bis ca. 750 mbar über atm. Druck. Da werd ich stutzig. Überdruck, auch gleich noch so viel Überdruck ist beim Sauger nun wirklich nicht zu erwarten. Aber das Kennfeld stammt ja aus einem Hondata ECU... 750 mbar Ladedruck... naja... man hat schon mehr gesehen. Anyway...
Bleibe ich mal dabei, dass der MAP-Sensor bei Messwert 0 mbar womöglich tatsächlich ein Vakuum misst. Herrschen in der Saugbrücke bei geschlossener DK tatächlich Drücke nahe 150 mbar absolut? Also nahe Vakuum? Und sind die Drücke gleich niedrig, egal ob nun 1000rpm anliegen, oder 9000rpm? Siehe Punkt 1 und Punkt 2 in meinem Diagramm. Luft gelangt bei geschlossener DK nur durch den Leerlaufkanal in die Brücke. Wenn man Bernds Rechnung mit dem Luftbedarf der 4 Zylinder betrachtet, und man davon ausgeht, dass die Zylinder ja das Volumen ziehen, weil sie nicht anders können, so erscheint es jedenfalls nicht unrealistisch.
Nun zeigt das Kennfeld ja nur hohe Einspritzwerte, wenn auch der Druck hoch ist. Vorgestern rätselte ich darüber... doch heute zögere ich, weil ich denke... je höher der Druck in der Brücke ansteigt, desto weiter muss die Drosselklappe ja geöffnet worden sein... Luft kann nachströmen, der Absolutdruck in der Brücke steigt deswegen.
Wenn dem bisher alles so ist, dann hätten wir bei herkömmlichen S2000 und genau diesem Hondata-Kennfeld nur den Bereich bis hin zu knapp über 1000 mbar genutzt. Nennenswert höhere Drücke als atm. Druck ergeben sich ohne aktive Aufladung nicht.
Ich zögere aber immer noch. Denn der Druck, der sich in der Brücke ergibt, ist ja über den vollen Weg der Drosselklappe dennoch stets drehzahlbeeinflusst. Die Einspritzmenge zeigt hier aber eigentlich nur eine Druckabhängigkeit, keine nennenswerte Drehzahlabhängigkeit. Warum?
Ich erwarte eigentlich, dass sich in dem Diagramm erschließt, dass eine höhere Drehzahl bei gleichem Druck mehr Sprit bekommt, als bei einer niedrigeren Drehzahl und dem selben Druck. Eben weil der Motor bei höherer Drehzahl und gleichem Druck in der Brücke viel mehr Luft bekommt.
Das Diagramm erfüllt diese Erwartung nicht. Warum?