| christian_m schrieb am Tue, 30 March 2004 23:38 |
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Verstehe nicht, was das Steuerteil mit der Verdichtung zu tun haben soll. Die Einspritzung und Zündzeitpunkte bleiben doch gleich. Die 100 Oktan braucht man nur, damit bei höherer Verdichtung das Benzin nicht selbstzündet und dafür gibt es als Sicherung noch den Klopfsensor. BTW: Die Dichtung von Spoon, die oben abgebildet ist, erhöht die Verdichtung auf, glaub ich, 12,5:1 ... da braucht man mehr als 100 Oktan. |
...ja ja, Du hast Recht, mit dem Klopfsensor. Der Klopfsensor gibt die Informationen über ein beginnendes Klopfen an das Steuergerät weiter, das dann den Zündzeitpunkt weiter nach "hinten" verstellt, bzw. den Zündzeitpunkt permanent so justiert, dass der Motor immer knapp unterhalb der Klopfgrenze läuft.
Das alles macht natürlich das Seriensteuergerät und stellt sich demnach auch auf das andere Klopfverhalten durch eine veränderte Verdichtung oder anderen Sprit ein. Soweit zur Grundfunktion.
Durch eine höhere Verdichtung dürfte bei gleichem Sprit die Klopfgrenze sinken, so dass das Steuergerät den Zündzeitpunkt zurücknimmt. Also müsste man, um die höhere Verdichtung nutzen zu kömmen, in jedem Fall höher oktanigen Sprit fahren, um die Klopfgrenze wieder zu erhöhen, damit das Steuergerät den Zündzeitpunkt wieder vorverlegen kann.
Nun bleibt aber eine Frage offen: Sind die Kennfelder im Steuergerät ausreichend weit gefassst,bzw. haben sie einen ausreichenden Regelbereich, um den idealen Zündzeitpunkt für 11,7:1 oder 12,5:1 und 100 oktanigem Sprit überhaupt einzuregeln? Der Klopfsensor liefert zwar die notwendigen Informationen, möglicherweise kann sie das Gehirn (Steuergerät) aber nicht umsetzten(keine ausreichende Zündverstellung möglich).
Und zu diesem Punkt gibt es maximal Gerüchte. "Ist das japanische Steuergerät anders, wozu ist das deutsche Steuergerät in der Lage"....usw.


