Langhuber - aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Langhuber ist ein Begriff aus dem Verbrennungsmotorenbau und bezeichnet einen Motor, dessen Hub h größer ist als der Kolbendurchmesser d.
Langhuber haben vergleichsweise kleine Kolben und effizient gestaltbare Verbrennungsräume. Nachteilig sind die kleinen maximal möglichen Ventildurchmesser und die je nach Drehzahlniveau und Hublänge eine vergleichsweise hohe Kolbengeschwindigkeit, mit hieraus abgeleiteten Problemen der Schmierung und Dauerhaltbarkeit. Der obere Grenzwert der Kolbengeschwindigkeit beträgt 20 m/s.
Moderne Langhuber-Konstruktionen sind jedoch unproblematisch hinsichtlich Dauerhaltbarkeit, bei genügend kleinen Zylinder-Hubräumen unter 500 cm³ oder bei eingeschränkter Drehzahl (Dieselmotoren). Ein Beispiel für einen modernen Langhuber (Benziner) ist der Motor des Mercedes A 200 (100 kW/136 PS).
Das Drehmoment eines Verbrennungsmotors hängt nur vom Hubvolumen und dem effektiven Mitteldruck ab. Ob es sich um einen Langhuber oder Kurzhuber handelt, ist dabei belanglos.