Original von Los Eblos
Nun bereichere ich den Thread auch noch mit meiner Handhabung.
Wenn ich das Auto mal irgendwo offen stehen lasse (Supermarkt, kein drohender Regen), dann schließe ich das Mittelfach einfach ab. Das vergesse ich NIE! Aber ich vergesse, es dann bei Wiederkehr wieder aufzuschließen. Und mir fällt das dann immer genau dann auf, wenn der Motor schon läuft und ich eigentlich gern noch ans Fach möchte, um ne CD rauszuholen oder jemandem den Kofferraum zu öffnen. Dann muss ich erstmal den Motor wieder ausmachen usw usw.
Und was hilft dagegen?
Sich selbst zu konditionieren! So, dass man es selbst nicht mehr vergisst. Das ist mal 1-2 Wochen etwas ungewohnt, danach gehts in Fleisch und Blut über.
Beispiel 1:
Ich habe eine Zeit lang ständig meinen Schlüssel oder sonstoge Dinge zum feierabend am Arbeitsplatz vergessen und musste dann ständig wieder nochmal reinlatschen. Meine Kollegen warteten schon immer drauf. Ich habe dann irgednwann jedesmal, wenn ich wieder ins Büro kam, gesagt: "Jungs, es wird der Tag kommen, an dem ich nicht nochmal reinkommen muss, weil ich was vergessen habe!" Allein das reichte, um künftig gleich dran zu denken!
Beispiel 2:
Ich habe zu Hause elektrische Rolläden... mit einem zweigeteilten Schalter als Taster. Jedesmal wenn ich auf oder zu machen wollte, rätselte ich, ob ich nun links oder rechts drücken muss. Da ist zwar n Pfeil drauf, aber die Schalter sind alle hinter Vorhängen oder Pflanzen, so dass man das nicht immer sehen kann, sondern da so blind hinpatscht. Ich konnte mir einfach nie merken, welcher jetzt wofür. Bis ich mir ne Eselsbrücke gebaut hatte... (R)echts = (R)unter, (L)inks = (L)icht rein lassen. Diese Eselsbrücke poppt seitdem immer dann wie in einer Sprechblase auf, wenn ich zu solch einem Schalter greife... Seitdem nie wieder verpeilt.
Klar, es gibt Wichtigeres als das. Aber die Quintessenz ist:
Mit ganz kleinen bewußten Taten kann man sich eigene Gedächtnislücken in Windeseile abtrainieren. Man muss es nur angehen!