Beiträge von .: Dome :.

    Zitat

    Original von roku

    Wie Markus schon schrieb. Die statische Gewichtsverteilung hat nichts mit der dynamischen Radlastverteilung zu tun. Ob das Gewicht ideal in einem Punkt der Fahrzeugmitte versammelt oder im anderen Fall punktuell nur vorne und hinten ist, spielt beim Beschleunigen/Bremsen keine Rolle. Es stellen sich in beiden Fällen die gleichen dynam. Radlaständerungen ein.

    richtig.

    ABER(!!):
    die dynamische radlaständerung bewirkt einen höheren druck auf die hinterräder beim beschleunigen.
    sagen wir jetzt einfach mal ganz salopp: +100kg

    hast du (statisch) schon mehr last auf der HA, dann hast du beim beschleunigen einfach mehr kraft auf den hinterrädern, somit mehr traktion.

    das ist das, was ich gesagt und gemeint habe.

    statische und dynamische verteilung bedingen sich nicht,
    aber sie summieren sich natürlich auf, darum geht es.
    und das ist fakt ;)


    und zu deinem mech. ersatzmodell:

    du hast sehr anschaulich gezeigt, was wir doch eh wussten :)
    nämlich, dass die feder natürlich umso stärker beansprucht wird,
    desto größer die distanzscheiben sind.

    das hast du echt gut gemacht.

    aber wir haben uns ja gefragt, was mehr einfluss auf den rollwinkel nimmt:
    breitere spur oder der längere federweg durch den größeren hebel.


    bei linearen federn steigt der federweg linear mit der kraft an, also proportional.

    bei deinen berechnungen steigt die kraft pro 1cm mehr distanz ca. um 0,4% an.

    die spurweite selber geht, wie bekannt, quadratisch in die formel für den rollwinkel ein.

    das lässt sich jetzt nicht sicher sagen, was nun mehr auswirkungen hat, oder?!


    was auf jeden fall fakt ist:
    spurverbreiterung ist dann richtig und sehr ausschlaggebend,
    wenn man nicht nur breitere felgen oder distanzscheiben draufmacht,
    sondern auch die anlenkpunkte am chassis nach außen verlegt,
    da dann der effekt einer stärker belasteten feder nicht mehr vorhanden ist.

    @lonewolf:
    ich sagte: höherer SP -> größere dynam. verlagerung
    --> beim beschl. gut für hecktrieber, schlecht für frontantrieb
    --> beim bremsen wirds auto hinten nervös, das ist allg. immer so,
    umso höher der SP liegt.

    mehr habe ich nicht gesagt ;)

    man kann leider nicht alles in einen direkten zusammenhang bringen.

    ohne testfahrten geht dann halt nichts mehr.

    die gewichtsverteilung á la porsche ist eben perfekt für die traktion.
    ein mittelmotor-sportwagen ist dagegen agiler zu handlen,
    weil natürlich das massenträgheitsmoment um die hochachse geringer ist,
    da die massen nah an der achse liegen.

    gewichtsverteilung, schwerpunkthöhe und dynamische achslastverlagerung hängen insofern zusammen, dass der effekt der verlagerung nach hinten auf die hinterräder natürlich größer wird,
    wenn die statische gewichtsverteilung schon mehr last auf die HA bringt.

    d.h. beim beschleunigen hat man dann eben noch mehr kraft hinten auf den rädern als bei einer 50:50 auslegung - das ist ja klar.


    wir haben es halt so gelernt, aber es kommt halt immer auf das ganze package an.


    es gibt sicher auch autos, die mit einer 35:65 auslegung langsamer aufm kurs sind als andere mit 50:50.
    der rest muss halt auch stimmen.
    aif die rennstrecke selbst kommt es ja auch noch an.

    die formel 1 bauen ihre autos ja auch unter dem mindestgewicht,
    damit sie mit verschiebbarem ballast-gewicht (wolfram, blei, kupfer..)
    ihre gewichtsverteilng je nach strecke ändern können.

    ps: habe eben gesehen, dass die F1 die gewichtsverteilung fix gemacht hat.
    früher haben sie sie aber andauernd verändern dürfen

    roku:
    in der formel für den rollwinkel steht nichts genaues zu den federsteifigkeiten (raten).

    weil du ja einfach festlegst, dass das die "effektiven" wert sind...
    sowas gibts eigentlich nicht.

    die federn haben eine federrate und die setzt man, meiner meinung nach,
    in die formel ein, ohne weiter darüber nachzudenken.

    bin aber auf deine arbeit gespannt ;)

    senna:
    das stimmt nicht ganz.
    wir haben auch das thema der gewichtsverteilung durchgenommen und aufgebröselt.

    wir haben gelernt, dass eine verteilung von etwa 35:65 - 40:60 optimal ist,
    wenn der rest des konzepts stimmt.

    quelle: mein professor NORBERT SINGER, ehemaliger porsche rennsport ingenieur....
    ich habe zu jedem thema diagramme hier bei mir liegen,
    welche direkt von versuchen von porsche stammen.

    die haben auch viel mit verteilung gespielt und sind zu diesem ergebnis gekommen.

    dazu kommt, dass man mit dieser gewichtsverteilung im regen einen vorteil gegenüber den mehr oder weniger ausgeglichenen autos (50:50) hat, da mehr traktion.

    mittelmotor hat geringere radlast, reifen sind thermisch weniger beansprucht, d.h. man könnte nen weicheren gummi fahren und wäre damit im TROCKENEN schneller (nässe dennoch langsamer!).

    da aber reifen eigtl immer durch das reglement bestimmt werden,
    kann man den vorteil der theoretisch weicher wählbaren mischung nicht ausnutzen!

    nicht umsonst sind porsche im vergleich mit anderen sportwagen (auch straßenwagen) mit vergleichbarer leistung und gewicht meistens die schnelleren auf dem rundkurs.

    liegt an der gewichtsverteilung, die ist bei porsche nie über 40:60, eher richtung 35:65

    bei dem thema mit den spurplatten bin ich nicht ganz sicher.

    wie roku sagt:

    1. überlegung: ganz klar - breitere spur - kleinerer rollwinkel
    2. überlegung: wirksame hebel-länge der räder auf den stoßdämpfer/feder
    wird größer --> fiktive kleinere federrate --> größerer rollwinkel.

    klingt auch logisch.

    aber hast du dazu erfahrungswerte bzw. praxiserfahrung?
    würde mich stark interessieren.
    bin mir da nicht ganz 100%ig sicher, ob es wirklich überlegung 2 ist, die echt richtig ist.


    nochmal zur SP-höhe:
    wie schon einmal erwähnt, ist es alles andere als gut, wenn der SP ZU TIEF liegt, weil man irgendwann (fast) keine dynamische radlastverlagerung mehr hat.

    bei heckantrieb wäre das schlecht.
    beim frontkratzer gut.
    jetzt nur mal aufs beschleunigen bezogen.

    beim bremsen bekommste keine last auf die VA, um die nötige haftkraft aufzubringen.

    zu hoher SP -> zu große dynam. radlast-verlagerung
    --> frontkratzer nur am durchdrehen
    beim bremsen kann die HA zu stark antlastet werden,
    bremsleistung geht hinten verloren, vorne nimmt sie zu,
    aber das auto wird natürlich nervos, weil hinten kein druck mehr auf der achse ist

    die spurweite geht sogar QUADRATISCH in die formel für den rollwinkel ein!

    es gilt: rollwinkel = [2*F*(h_s - h_rs)] / [s^2*(C_rv + C_rhi)]


    dabei ist:

    F...im SP angreifende Kraft beim Kurvenfahren, also hauptsächlich die Zentrifugalkraft

    h_s... Höhe des SP

    h_rs ... Höhe der Rollachse

    s... Spurweite

    C_rv C_rhi ... Federraten VA und HA


    d.h. doppelte Spurweite = 4mal kleinerer Rollwinkel


    ich stelle mir das immer ganz einfach (extrem) vor:

    betrachtet man eine spur, die so schmal ist, dass sie fast eine linie ist
    und drückt man nun von einer seite auf den schwerpunkt, der über der linie liegt, dann kippt man das ganze system sehr leicht.

    liegt nun der SP gleich hoch und man hat eine sehr große spurweite,
    dann braucht man doch viel mehr kraft, um das system so stark zu kippen wie im fall davor

    beispiel: fahrrad ohne bzw. mit stützrädern ;)

    Zitat

    Original von roku
    Die Spurbreite hat aber keinen Einfluss auf die Höhe des Schwerpunktes. Die Formel bitte nicht falsch interpretieren. Die Spurbreite ist in dem Paper nur drin, um eine Art Umkipprisiko (Verhältnis zw. Spurbreite u. Schwerpunkthöhe) zu bestimmen.

    richtig!

    die SP höhe hat rein gar nix mit spurbreite zu tun.

    durch tieferlegen legt man natürlich auch den SP um genau das maß der tieferlegung runter.

    durch spurverbreiterung, z.b. mit felgen, reduziert man das rollmoment um die längsachse.

    ich weiß ja nicht, wie viel das ganze verdeck wiegt, aber das brint schon was,
    sowohl gesamtmasse (beschleunigung) und eben auch runtersetzen des SP

    exige wird wohl bissl tiefer liegen.

    beim gt3-rs denke ich ziemlich gleich wie beim S.
    vielleicht +- ein wenig, aber viel kanns eig net sein.

    gesamthöhe ist ziemlich gleich (S- OEM),
    dafür hat der porsche ein boxermotor, welcher den SP schon n stück runterzieht.

    jedoch hat der porsche einen käfig und ein festes dach.

    der tank beim porsche könnte bissl tiefer sitzen..


    also groß darf der unterschied nicht sein.


    aber der SP ist ja nur ein wichtiger teil des ganzen puzzles.

    irgendwann ist der SP auch an einer grenze angekommen,
    wo er nicht mehr tiefer sollte,
    sonst hat man schnell keine dynamische achlastverteilung mehr und man dreht nur noch durch :D

    sauber roku, danke !!!

    wasn zufall, dass es so ein maß gibt, aus dem man die SP-höhe bestimmen kann :)

    habe jetzt einfach mal mit dem mittelwert von spurweite VA und HA gerechnet und komme mit diesem SFF wert auf eine SP-höhe von

    h=475mm

    gar net so übel finde ich :)


    das ist sicher mit geschlossenem verdeck gemessen worden,
    dann ist er offen bissl tiefer :D


    schön, dass mich jemand versteht bzw. die eigenarten manch anderer auch mal nicht versteht :nod:

    kennt ihr das uralte sprichwort:

    " es gibt keine dummen (sinnlosen) fragen,
    sondern nur dumme (sinnlose) antworten" ?

    ich habe was normales, für interessierte leute, möglich interessantes gefragt und leider, bis auf eine antwort, nur sinnlose antworten bekommen.


    der thread ist ganz allein wegen euch sinnlos.

    war eine normale frage, für manch einen vielleicht auch interessant.
    es gibt so viele leute, die jeden sinnlosen scheiß an ihrem auto verändern,
    weil sie dann das gefühl haben, es wäre ein tick sportlicher oder sonstwas.

    aber keine interesse an den grundliegenden eigenschaften eines autos,
    die im gegensatz zu 99% aller durchgeführten mods so mancher leute,
    wirklich enormen einfluss auf performance haben

    und wie immer bin ich der boo-mann, war klar.
    nie an die eigene nase fassen.

    wenn man nix zum thema sagen kann, lieber ruhig sein

    @senna: ja, so könnte man es herauskriegen, aber dafür opfert sich keiner :D

    walter: klar ist es ein unterschied, ob mit oder ohne fahrerer, vollem oder leerem tank.

    aber das macht nicht viel aus.

    eine person hebt den schwerpunkt in nem auto um ~25mm an,
    als ganz stark vereinfachste faust-formel (grober anhaltswert)

    und ein paar (leider wenige) referenzen habe ich:

    LMP1 ca. 300m
    F1 ca. 200m

    das sind grobe werte, aber immerhin...

    habe auch honda kontaktiert, aber die haben das wohl nie getestet,
    zumindest konnte man es mir nicht sagen

    kann es denn sein, dass beim S2000 motor die stelle der kw-gehäuse-entlüftung einfach ungünstig gewählt wurde, wodurch ölnebel (flüssig, aber stark zerstäubt) in die entlüftung gelangt und sich somit im ansaugtrakt absetzt?

    Zitat

    Original von DJMixmasterS

    na dann Beileid deinem S!

    hast du das Gefühl mit nem Garten Schlauch entfernst du allen Dreck aus den Radläufen?
    Denn da gehts du ja wahrscheinlich nicht mit dem Schwam drüber oder?

    klar reicht für die Lackfläche, Gartenschlauch und 2 Eimerwäsche, aber desswegen ganz auf den Hochdruckreiniger zu verzichten find ich etwas fahrlässig!

    wieso fahrlässig?

    den schmutz im radhaus selbst, also am schwarzen plastik-innen-radlauf bekomme ich mit schwamm gut weg.

    aber um den "unsichtbaren" schmutz in den radhäusern wegzubekommen, der eventuell zwischen innenradlauf und kotflügel hängt, müsste man eh relativ nah rangehen und das ist mir mich hochdruck zu gefährlich.

    dazu verstehe ich nicht, wieso es fahrlässig ist, bissl dreck irgendwo zu haben, den man nicht sieht, als das wasser mit dem strahler
    in die allertiefsten ritzen zu jagen.

    vielleicht verstehe ich es auch falsch und du kannst es mir hoffentlich erklären :nod:

    ps: ätzt sich der bissl schmutz in die plastikradläufe rein, oder wie? :P


    noch was:
    es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wie man vorreinigt.

    mein S war noch nie so dreckig, dass ich ihn mit einem HD reiniger abspritzen musste.
    durch mein wachs gehen sogar 99% der fliegen ohne druck mit dem schlauch runter!
    der rest macht das gute surf-city shampoo und microfaser handschuh.

    bei hartnäckigem dreck ist ein HD natürlich besser als die hand ;)