Hallo,
Falls es noch relevant ist:
Seit 2021 verfügt mein Einfamilienhaus über eine 9,9 kWp PV-Anlage und eine 11 kWh Lithiumbatterie. Gerne teile ich meine Eindrücke mit Ihnen:
Positiv:
Das System hat sich in den letzten zwei Jahren sehr gut bewährt. Es erzeugt etwa 11.000 kWh Strom pro Jahr, was etwa 70 % des Strombedarfs meiner Familie deckt.
Dank der Batterie kann ich den erzeugten Strom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Dadurch kann ich meine Energiekosten weiter senken.
Das System erfordert relativ wenig Wartung. Ich muss sie nur einmal im Jahr von einem Fachmann überprüfen lassen.
Negativ:
Die Kosten für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage sind relativ hoch. In meinem Fall habe ich etwa 30.000 Euro investiert.
Die Einspeisetarife für ins Netz eingespeisten Strom sind in den letzten Jahren gesunken. Dadurch ist das System etwas weniger profitabel.
Hinweis:
Achten Sie bei der Planung der Anlage auf die Ausrichtung und Neigung des Daches. Ideal sind eine Südausrichtung und eine Neigung von 30 bis 35 Grad.
Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. Dies wird Ihnen helfen, das beste System für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihrer Anlage den Einspeisetarif. Derzeit ist die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert.
Insgesamt bin ich mit meiner PV-Anlage sehr zufrieden. Das ist eine kluge Investition in die Zukunft.
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Hat sich mittlerweile erledigt, da die Anlage nun schon gut drei Jahre läuft. Und ja: Ich bin auch sehr zufrieden. Wie Anfangs schon geplant wurde es eine 9,9 kW-Anlage mit 11,6 (10,4 nutzbar) kW-Batteriespeicher. Gezahlt habe ich nach Abzug der Förderung und Rückerstattung der MwSt. ca. 24.000 Euronen.
Autarkie liegt bei knapp 80% (allerdings hat die Anlage auch nahezu 100% perfekte südausrichtung bei optimaler Dachneigung). Die Anlage hat sich – auch durch die stark gestiegenen Strompreise – mittlerweile schon zu fast 30% amortisiert. Viel besser kann man sein Geld heutzutage eigentlich nicht anlegen.
Und es gibt sogar einen schönen Nebeneffekt: Der Batteriespeicher hat echte USV (fürs gesamte Haus), was für mich als Selbstständigen im Bereich Medien eine echt feine Sache ist, da ich mir separate USV-Lösungen für die einzelnen Computer sparen kann.
Weiter positive Dinge, die die Anlage mit sich brachte:
- Man bekommt einen prima Einblick in das eigene (Strom-)Verbrauchsverhalten und lernt dadurch recht effektiv, insgesamt weniger Strom zu verbrauchen.
- Die beste kleine Ehefrau von allen freut sich darüber, das ich mich jetzt deutlich mehr um die Wäsche kümmere (da nun ja tagsüber gewaschen wird).
- Im Falle eines Brownout oder gar Blackout wäre die Anlage natürlich auch hilfreich.
- Irgendwie macht es insgesamt einfach wirklich Spaß, seinen eigenen Strom zu erzeugen.
Ich bin also auch sehr zufrieden und kann die Anschaffung einer Solaranlage auch rundum empfehlen! Jedoch rate ich dringlich, sich im Vorfeld gut zu informieren! Es gibt einige Sachen zu beachten, die einem weder der Solateur noch der Stromliefarant sagen - beide, jedoch insbesondere letztere, versuchen gerne und in manchmal fast schon unverschämter Art und Weise, einen über den Tisch zu ziehen …