EDIT:
Achtung: Der folgende Beitrag ist nicht korrekt, da meine zu Grunde gelegte Interpretation der Werte kinematischer Viskositäten nicht korrekt war. Klarer Fall von "Scheiße im WWW angelesen!" *kopfschüttel*
Zitat
Original von fossi
Der "Jemand"
vermutet, dass es mit dem Öldruck zusammen hängt und das Öl im kalten Zustand zähflüssiger ist. Wenn das Öl warm ist fliesst es besser und daher kein Klappern mehr.
Ich stieß ich in mehreren technischen Öl-Datenblättern auf folgendes:
Hier mal am Beispiel vom unsäglichen Castrol 10W60:
Kinetische Viskosität bei 40 Grad Celsius: 161.0 mm²/s
Kinetische Viskosität bei 100 Grad Celsius: 24.0 mm²/s
(Quelle castrol.de, bzw. das PDF im Anhang)
Was bedeutet dies?
Die kinetische Viskosität wird ermittelt, indem eine definierte Ölmenge auf eine ebene Fläche geträufelt wird und dann gemessen wird, wie schnell sich das Öl auf der ebenen Fläche ausbreitet. Ein sehr flüssiges Öl wird sich logischerweise viel schneller ausbreiten, als ein zähles Öl. Die Geschwindigkeit des Ausbreitens wird in der Vergrößerung der benetzten Fläche in Quadratmillimetern je Sekunde angegeben.
Nun schaut Euch mal die Messwerte an.
Das kalte Öl benetzt in einer Sekunde 161 mm².
Das heiße Öl nur 24 mm².
Fazit:
Das heiße Öl ist viel dicker als das kalte Öl.
Es ist also ein Trugschluss, dass ein Mehrbereichsöl mit steigender Temperatur immer flüssiger wird. Genau dafür ist ja diese Mehrbereichseigenschaft entwickelt... um beim Kaltstart schnell alle zu schmierenden Stellen zu erreichen. Also kalt = flüssiger. IMHO auch der Grund, wieso man kalte Autos nicht "treten" soll. Der kalte Ölfilm hat noch keine so große Tragkraft.
Hier nochmal die Daten des Liqui Moly Synthoil High Tech 5W-40:
Viskosität bei +40°C : 86 mm²/s
Viskosität bei +100°C : 14,1 mm²/s
(Quelle: Technisches Datenblatt von Liqui Moly im Anhang)
Da also das selbe Spiel.
Der Aspekt ist für die Einschätzung der Fehlfunktion des Steuerkettenspanners sicherlich relevant.