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Wenn man sowas in Angriff nimmt muss man der Sache sein Leben widmen, und dafuer habe ich definitiv nicht die moralische Kraft dauernd gegen eien Mauer zu laufen, ma ganz davon abgesehen, dass mein Charakter nicht gemacht ist dazu in der Politik zu arbeiten.
Es hat ja keiner verlangt, dass Du deinen Beruf wechseln sollst. Klar fehlen Politiker mit Profil, die nicht scheuen, hartnäckig ui reformieren. Klar ist es alles schwer, alles verknotet und nicht schön, vom Etablierten abzurücken.
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Aber ich freue mich, wenn du durch deine Beiträge hier etwas veränderst
Tue mich gerade schwer damit, herauszulesen, wie die faktische Aussage hinter dem Satz ist.
"Wozu Zeit reinstecken, wozu diskutieren, es ändert ja nichts." Ich habe die Meinung, dass es viel zu viele Menschen gibt, die sich für die Politik, für die Belange der Gesellschaft oder gar für die kritische Erörterung nicht interessieren... aus Bequemlichkeit. Man muss ja aktiv werden, denn das was passiv an einen herangetragen wird, ist meistens gefärbt. Viel zu viele lehnen sich zurück, saugen hier und da Halbwahrheiten und Meinungsmache der Medien auf und plappern unreflektiert drauf los.
Ungeachtet dessen, ob man aselbst was erreichen kann, so ist es in unserer Demokratie wichtig, mündiger Bürger zu sein. Mit seiner Wahl beizutragen. Wenn man nur oberflächlich kratzt und im großen und ganzen den altbekannten Massenmedien folgt, dann landet man auf einem Kurs, der mit einer Nuance rechts oder links am selben Ziel ankommt. Der Wahlkampf ist darauf ausgelegt.
Man muss aktiv werden. Schon bei der Bildung der eigenen Meinung. Niemand kann es leisten, zu allen Dingen eine fundierte Meinung zu haben, mit der man Gesetze schreiben kann. Das ist auch nicht unser Job.
Ich sehe es als meinen Job, mir nach bestem Wissen und Gewissen so viel Informationen zu vieleicht ein paar wichtigen Schwerpunktthemen zu verschaffen, so dass meine eigene Meinung auf einem brauchbaren Fundament steht. So dass ich nach der Wahl sagen kann: Ich habe mit einem bestimmten und bewußtem Ziel meine Stimmen dort und dorthin gegeben.
Dass ich hier im Forum viele Links zu Artikeln poste, oftmals im ersten Schritt selbst gar nicht groß eigene Stellung beziehe, das folgt der Motivation, vielleicht einige von Euch dazu zu bewegen, sich ebenso für gewisse Dinge zu intressieren. Aus der passiven Haltung heraus zu bewegen. Neugier zu stiften, sich seine Meinung aktiv zu bilden. Weil ich es wichtig finde, nicht nur hinterher zu trotten, ohne Meinung. Wenigstens der Versuch sollte unternommen sein. mehr kann ich auch nicht leisten.
Insofern habe ich die Hoffnung, dass so mancher Link/Beitrag, den ich hier reinpuste, dazu führt, dass manch einer ihn liest und dann den Arsch hoch bekommt, abends nicht nur stumpf den Raab zu schauen, sondern sich für ein Thema interessiert und tiefer einsteigen will, als nur so tief, wie die Medien es vielleihct schaffen.
Das ist meine Motivation.
Dabei dann Diskussionen lostreten, in denen ich möglichst wenig Meinungsmache verpacke. Denn meine Meinung soll nicht automatisch Eure sein. Aber drüber sprechen... Meinungen erfahren... nur so kommt man (intellektuell) weiter.
Nichts Anderes, wenn ich Bernd technische Fragen gestellt hab. Da habe ich fremde Aspekte abgefragt, die mich fachlich bereichern. Wer nichts fragt, lernt nichts.
Gar nicht diskutieren zu wollen, ist Stillstand. Und auch, wenn es nur Stillstand im eigenen Kopf ist... es ist Stillstand, der in meinen Augen nicht das Ziel sein kann.
(Sorry Erik... sooo viel Text!) 