Eins mal vorweg:
Auch ich werde langfristig ein AST oder Bilstein haben wollen, das weiß ich schon jetzt, bevor ich überhaupt auf der Renne war. Ich verschiebe das aus zweierlei Gründen in die Zukunft... Budget und Werks-Garantie.
Dennoch:
Ich bin Präzisionsverfechter. Meine Theorie: Ein Auto kann nur so ruhig und lastwechselfrei fahren, wie der Fahrer Präzision in seinen Befehlen hat, die er in das System "Auto" hinein gibt. In meinen Augen ist's die hohe Schule, so zu agieren, dass man eben in den Verlauf der Kurve keine unnötigen Lastwechsel einbaut, wenn man schnell sein will. Mein Statement: Das OEM-FW erfordert mehr fahrerische Präzision, soll es gut funktionieren.
Auf der Landstraße werfe ich den Wagen auch gern mal forsch in die Kurve und korigiere die Linie noch in der Kurve... weil es Spaß macht, wenn Leben ins Fahrwerk kommt. Auch hab ich da durchaus in der Kurve mal nen zuckenden Gasfuß. Weil es Spaß macht. Auf der Renne kann man das denke ich nicht unbedingt gebrauchen... wenn man schnell sein will. Ein gutes Fahrwerk lässt dort denke ich mehr Toleranz zu. Beim OEM-FW muss man präziser agieren. Wird also eigentlich mehr gefordert. Nun kann man drei Sachen machen... erstens... sich weiterbilden, so dass man präziser zu fahren vermag... zweitens ein Fahrwerk einbauen, dass es einem einfacher macht... drittens... beides tun.
Als TJ letzens hinter mir fuhr, er mit dem D66, ich OEM, da sah man gut, wie viel ruhiger und satter sein Auto liegt. Allerdings war ich da für meinen Geschmack genau an der Stelle angekommen, wo ich mich mehr drauf hätte konzentrieren müssen, präziser zu agieren, eben um die kleinen Lastwechsel in der Kurve, die ich fürwahr ständig hatte, weg zu bekommen. So jedenfalls meine Analyse. Ich denke, TJ konnte das sehen, wie ich am Griplimit hing und mein Speed noch zusätzlich dadurch sank, dass ich den Wagen nicht ruhig genug steuerte. Ich denke, wenn man entsprechende Präzision selbst bringen kann (udn das muss man erstmal können), dann ist der Unterschied im Kurvenspeed zwischen OEM und hier z.B. D66 bei TJ gar nicht mal so nennenswert. Das jetzt aber alles dem S2000 anzulasten... da tue ich mich bissl schwer mit. Ich denke... das D66 oder andere Fahrwerke guter Qualität schenken dem fahrer einfach mehr Toleranz... mehr Spielraum, Fehler zu machen, nicht ganz präzise zu arbeiten, so dass der Fahrer da gar nicht so einen Fokus drauf setzen muss und einfach reinhalten kann. Mit dem OEM ists schwieriger, die saubere lastwechselfreie Linie hinzubringen.
Da kann man sich jetzt draus lesen, dass Rastelli nix kann. Das will ich so aber gar nicht gesagt haben, es wäre anmaßend. Zudem ich selbst ja noch gar nicht weiß, was ich denn da im September an Problemen mit meinem Gefahre haben werde. Dennoch finde ich aber, ist es wirklich die große Kunst, sauber und präzise zu fahren. Dazu bedarf es eben Erfahrung, die man sich auf einer Landstraße vielleicht einfach gar nicht unbedingt aneignet, weil es nicht so notwendig ist. Sich dessen aber bewußt zu werden, und auch vielleicht die Ursache bei sich zu suchen.. auch wenn man sie schlussendlich vielleicht gar nicht bei sich findet... gehört zur Analyse solcher Erlebnisse dazu.
Auch soll man jetzt hieraus nicht lesen, dass man ja wohl beim OEM-FW bleiben könnte, würde man denn nur richtig fahren können. Wie eingangs beschrieben... ein FW steht auch auf meiner Wunschliste, schon jetzt. Aber nicht, weil das OEM suckt, sondern weil ich denke, dass es einen Spaß- und Sicherheitsgewinn darstellt.
Meinungen?
Nochmal:
Das ist meine Ansicht JETZT. Ich wette, da ändert sich was dran, war ich denn dann im September auf der Nordschleife. Und ich bin schon sehr gespannt.