Zitat
Los Eblos: Machst du nur eine Platte und passt diese an die Öffunung der Mulde an, oder wie soll denn dein Sub aussehen!?
Also bislang hab ich mir den Styro-Einsatz in der Werkzeugmulde erstmal vorgenommen und habe die Projektionen in die drei Ansichten im Illustrator nachgebildet. Daraus hab ich die Projektionsflächen ermittelt und kam auf ein Volumen des Styro-Einsatzes einschließlich der Deckplatte von ca. 11.5 Litern. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass die Form der Mulde evtl. größer ist als der Keil. Am Auto hab ich noch ncihts gemessen, da esmir erstmal überschlägig um die Realisierbarkeit ging.
Dann hab ich den Sub nachgerechnet. Dabei kam ich auf ein Volumen von ca. 15 Litern + Volumen im Reflexkanal. Dieser ist als Kanal realisiert und hat nochmal ca. 1.5 Liter.
Eigenart an dem Sub ist ja, dass die beiden 20er im Compound-Betrieb sind. Sie sind also mit der Membranseite gegeneinander geschraubt. Die Endstufe nimmt ein Volumen von ca. 3 Litern ein. Ich brauche also 18-20 Liter da hinten.
Optimal wäre natürlich, ein geschlossenes Holzgehäuse zu bauen. Das frißt aber mehr Platz und ist auch ungleich ungleich aufwändiger zu bauen! Also werde ich im ersten Versuch einfach nur eine Schallwand auf der richtigen Höhe einbringen, die an ihrem Rand zur Mulde möglichst sauber abdichtet.
Da ich das erstmal so simpel wie möglich machen will, werd ich also drei 19mm MDF-Zuschnitte holen. Eins ist so groß wie die abzudeckende Fläche der Mulde von oben betrachtet. Die Schallwand. Sie soll sich also möglichst eng in die Mulde einpassen.
Die anderen beiden dienen als Einpassung in die Form der Mulde. Die Stützen. Sie werden also irgendwo mittig über Kreuz unter die Schallwand geschraubt und so beschnitten, dass sie sich in ihrer Form der Mulde angepassen, so dass das Konstrukt dann satt und stabil in der Mulde drin liegt. Je Nachdem, auf welche Höhe ich die Schallwand bringe, variiere ich das Volumen unter der Schallwand. Die beiden Stützen werden nun so innen ausgesägt, dass die Stabilität passt, aber möglichst viel Material raus kommt. Es soll ja ein großes Luftvolumen geben. Die Endstufe passt dabei unter die Schallwand, da die zwei 20er Tieftöner ja nur einmal einen Kreis von 20cm im Durchmesser der Fläche der Schallwand belegen.
Kurzum:
Es sind drei Holzteile, die mit einer Stichsäge einfach auf die Form der Mulde gebracht werden müssen. Ein Ausschnitt für die Tieftöner und ein ausschnitt für das Bassreflexrohr. Einpassen, abdichten, los gehts. Zuschnitte sind in etwa 62x45 + 45x20 + 62x20 (cm) aus 19mm MDF. Geschätzer Arbeitsaufwand: 3 Stunden. Wenn dann igrendwas nicht so klingt, wie ich es aus dem Golf kenne, kann man immernoch zu anderen Methoden schreiten... massives Gehäuse ähnlich Jumibox bauen oder laminieren. Ich bin mir aber schon jetzt sicher, dass das nicht nötig sein wird.
Zum eigentlichen Subwoofer:
Es ist eine Entwicklung von Leo Kirchner, Hifimanufaktur bzw. Analogon-Studio in Braunschweig. Man kennt ihn von der "Analagon Richtig" oder auch dem ATB PC Messystem. Beim Subwoofer handelt es sich zwei 20er Chassis von InterTechnik (Home Audio --> Cost-Effective-Speaker --> Classic Serie), W210/8. Das Stück kostet um lächerliche 20 EUR! Ist heute noch bei beispielswiese Conrad im Programm. Die beiden arbeiten als PushPull ein ca. 15L großes Volumen mit Bassreflex. Die PushPull-Lösung verbrät mehr Leistung als eine Parallelspeaker-Lösung. Klares Contra! Im Gegenzug erreicht man aber auf diesem Wege aus kleinem Volumen recht tiefreichenden Bass und hohe Geschwindigkeiten. Ich hatte diese Lösung auch schon mal irgendwann vor Jahren mit handelsüblichen Bass-Box-Tools nachsimuliert... entspricht den gängigen Subwooferbau-Theorien.
Damals im Golf 2:
Ursprünglich hatte ich vier dieser 20er Chassis als FreeAir in einer Heckablage im Golf2. Zwei parallel geschaltet für rechts, zwei parallel für links. Daher ist es wohl der BT208 mit 8 Ohm, so dass sich durch die Parallelschaltung 4 Ohm Nennimpedanz ergeben. Diese wurden dann in einer Dreiwege-Lösung mit hochwertiger Weiche über einen sehr einfach Mitteltöner und eine sehr hochwertige Visaton DSM25 unterstützt. Präzision, Auflösung, und vor allem das Bassfundament waren der Burner.
Dann im Golf 4:
Im Golf 4 wollte ich keine so fette Heckablage einbauen. Man sollte nichts sehen! Ich hab daher die OEM-Speaker durch bessere ersetzt und zwei der ehemals 4 Tieftöner in das oben genannte Bassreflex-Gehäuse gebaut. Maße etwa so groß wie zweieinhalb Schuhkartons. (Die Bauskizze des Subs kann ich heute Abend liefern, ist nur gerade zu Hause auf der Festplatte.) Dadurch hatte ich nur die kleine Kiste im Kofferraum, die ich jederzeit rausnehmen konnte, wenn es nötig war (war es fast nie!) Diese Lösung realisierte etwas weniger Maximalpegel als die 4 Stück in FreeAir, stand dem ganzen aber kaum nennenswert nach. Es war auf Wunsch stets viel mehr Bass da, als für audiophile Wiedergabe nötig gewesen wäre. Dabei stets präzise und sauber. Für mich die optimale Lösung. Ich bin nicht nur einmal bei langweiligen Partys in den Golf entfleucht und hab mir das Rage against the Machine-Album zwischengeschoben, um danach die langweilige Musik auf der Party kompensieren zu können. Von irgendwas muss man ja Pfeiffen auf die Ohren kriegen 
Jetzt im S2000 ist der Bass, den die 16er Rainbow-Woofer aus den gutgedämmten Türen drücken für den Alltag recht ausreichend. Es fehlt mir jedoch an Pegel, wenn man offen bei 140 unterwegs ist. Wie ausreichend die auf dem S2000 adaptierte und mir aus dem Golf4 bekannte Lösung wird, werde ich berichten. Wenn man aber bedenkt, dass der Subwoofer (Endstufe mal aussen vor) gerade mal 60 EUR kostet... nunja
Im S2000 kann natürlich passieren, dass der Mangel an gechlossenem Hörraum innen noch mehr Bassdruck erfordert, als diese Lösung bereit stellt. Ich werde das testen. Von daher ist die Herangehensweise ohne zunächst viel baulichen Aufwand schon sinnvoll.
Die Chassis bei Conrad:
Analogis BTT2008 --> Art.-Nr: 332739 - 62
(bei http://www.conrad.de eingeben!)
Oder die Chassis bei InterTechnik:
W210/8 --> Artikelnummer 1346836
Link: http://www.intertechnik.de/index.html/JTI…=4603&suchwort=
Auch als 4-Ohm-Version erhältlich, dann W210/4 oder BTT2004.
Denkbar wäre also auch, die Trennung zwischen Gepäckfach und Tank/Reserverad-Bereich als massive-Holzwand auszulegen und darin 4x 20cm W210/8 free Air einzubauen. Sozusagen Plan B für ganz kranke 