Zitat
Original von Los Eblos
Ich kann es lesen.

Sehe das im großen und ganzen wie Du.
Zum Bestehen der Prüfung kann man sich im Stillen allein vorbereiten. Wenn ich auf meinen SBF-Binnen vor ich glaube 6 Jahren zurückblicke, den ich in der Segelschule Plön gemacht habe... nun... da ich bereits segeln konnte, hätte mir der Fragenkatalog auch gereicht. Plus eine Stunde Motorbootfahren, um Anlegen und Mann über Bord mit dem Schulungsboot mal gemacht zu haben.
Anders sieht das aus, wenn man noch nicht segeln kann, und die Praxis erst lernen muss. Dafür ist der Besuch einer Segelschule obligatorisch, denke ich.
Letztlich habe ich den Kurs aber dennoch sehr gern besucht... es war ein Vollzeitkurs, den ich mit nem Freund zusammen angetreten habe, der noch nie gesegelt war. Wir hatten einen alten Haudegen als Lehrer, der die Theorie-Einheiten lustig und spannend gestaltet hat. Allein für das Seemannsgarn, das man in der Schule nebenbei mitbekommen hat, hat es sich gelohnt.
Das war aber natürlich auch eine Urlaubsaktivität, und kein reines Schein machen im Alltag nach Feierabend.
Ja segeln ist ne ganz andere Schiene-kein Zweifel.
Was mich geärgert hat ist einfach das völlig falsche Versprechungen im Vorfeld gemacht wurden (99,9% Erfolgschance) und auch Kosten verschwiegen bzw unklar waren.
Ich habe das zusammen mit meinem älteren Bruder und 2 Nachbarn gemacht und hätte ich nicht jedes Mal ne Kühlbox mit Bier für danach dabei gehabt, wären wir nach dem ersten Mal nicht mehr hingegangen 
Wir haben da unter der Prämisse angefangen das uns in zusammen 30 Stunden wohl alles beigebracht wird zum bestehen der Prüfung, was aber definitiv nicht der Fall war. Im Laufe des Unterrichtes wurde nach und nach immer klarer das alle 342 Fragen auswendig zu lernen waren und das das dort nicht stattfindet im Kurs. Hätte er von Anfang an gesagt das das nur zur allgemeinen Besprechung dient und wir nichts anderes Wissen brauchen als die Fragen/Antworten der Prüfungsfragebögen, dann hätten wir uns da nie angemeldet geschweige denn Freizeit investiert.
Zudem wurde immer unterschwellig suggeriert das der Lehrer uns schon irgendwie durch die Prüfung bringt, weil er ja so nen alter Hase ist und alle Prüfer kennt-Pustekuchen!
Die Probefahrten waren sicherlich hilfreich aber genauso schlecht organisiert wie der Rest der ganzen Veranstaltung (Termine wurden immer wieder verschoben und ist einmal geplatzt- bei nur 2 Fahrten!).
Der OBERHAMMER ist aber wie ich schlussendlich zum Schein kam:
Da ich beim ersten mal Theorie durchgefallen war-seiner 99,9%Erfolgsstory zum Trotz (habe allerdings auch ne neue Stelle angetreten in der Zeit und einiges um die Ohren gehabt) und den 30 investierten Stunden-mussten wir (mein Bruder und ich) zum Nachprüfungstermin.
Der ursprüngliche Prüfungsort war Köln, aber der Nachprüfungsort war Düsseldorf da dort am WoEnde geprüft wird.
Wir dahin, hatte der Lehrer gesagt die Prüfung fängt um 9 an, dabei gings um 8 los!Zum Glück hatten wir zufällig ne Stunde Sicherheit eingebaut.
Tja-jedoch waren unsere Unterlagen nach Köln wie beim ersten Mal geschickt worden! Da standen wir nun nachdem wir uns 4 Wochen hardcore vorbereitet hatten und konnten unverrichteter Dinge wieder gehen.Dann beschwerten wir uns beim Prüfungskommissionsvorsitzenden zwecks Fahrtkostenerstattung.Der sagte dann nach einigem hin-und her:" Ich kann Ihnen nichts erstatten, aber sehen Sie doch zu das Sie Bögen #1 und #2 gut können beim nächsten Termin in einer Woche" 
Tja und nun ratet mal welche Bögen ich und mein Bruder ausgeteilt bekamen?Yupp-1&2!
Soviel dazu.
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Original von MisterB
muss für See nicht Sternenkunde und Sixtant und so nen gedöns gemacht werden?
Unsinn-das kommt evtl beim SSS oder ähnlich hohen Patenten vor-beim SBF See lernt man gerade mal eine Position auf der Karte zu finden und einen Kurs unter Berücksichtigung von Missweisung und Ablenkung des Kompasses zu berechnen-ist ne ganz harmlose Veranstaltung diesbezüglich.