Beiträge von orca

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    Original von UK 45
    Orca, kann man davon ausgehen, das jeder der hier mitdiskutiert wenigstens Anzeigen für Öltemperatur, Wassertemperatur und Öldruck haben..........ich behaupte mal NEIN

    Das denke ich auch nicht, viele Aussagen sind auf der theoretischen Ebene gehalten, welche als Grundlage für eine Umsetzung in der Praxis dienen.

    Das ist aber grundsätzlich so in Foren, wo Themen hauptsächlich von Laien diskutiert wird (zu welchen ich mich klar auch zähle).

    Allerdings sind die entsprechenden Sensoren noch kein Garant für aussagekräftige Ergebnisse. Will man solche erhalten, müssten die verschiedenen System in einem identischen Zyklus mit identischen äusseren Bedingungen gefahren und geloggt werden, um aussagekräftige Resultate zu erhalten.

    Kann man davon ausgehen, dass irgendjemand hier drin oder in sonstigen Foren das getan hat? Da behaupte ich jetzt einmal Nein. Allerdings kann man davon ausgehen, dass Honda das bei der Entwicklung (und Weiterentwicklung) getan hat und darauf kann man aufbauen.

    Es kommt meiner Meinung nach auch darauf an, wie man sein Auto einsetzt. Passfahrten und ein gelegentlicher Rennstreckenbesuch machen weniger (oder keine?) Modifikationen nötig. Wer allerdings fast ausschliesslich auf Rennstrecken unterwegs ist, hat wiederum eine völlig andere Ausgangslage.

    Zitat

    Original von photo-S
    das bedeutet, dass ein Thermostat, der bei 80 grad voll geöffnet ist, die öltemp um 10 grad senken würde

    Nein, das bedeutet es nicht. Öl- und Wassertemparatur verhalten sich unterschiedlich (beachte dazu die auch Ausführungen von Los Eblos bzgl. Wärmetauscher).

    Noch einmal, der Wasserkühler hat nur indirekt einen Einfluss auf die Öltemparatur. Ein grösserer Wasserkühler bringt nichts.

    Früher öffnende Thermostate oder das Weglassen des Wärmetauschers zugunsten eines Ölkühlers verlängern die Warmlaufphase bzw. es kann sein, dass der Motor damit nur knapp an der optimalen Betriebstemparatur gefahren wird. Das bedeutet eine höhere Belastung und einen höheren Verschleiss. Ob das besser für den Motor ist, als der Betrieb mit Öltemparaturen von >120 Grad würde ich jetz eher als Spekulation abtun.

    Mein Fazit aus der ganzen Diskussion (und vieler vorangegangener) ist, dass es keine Lösung gibt, die über alle Zweifel erhaben ist. Da bleibe ich beim origialen System und vertraue den Honda-Ingenieuren, die für den S einen sportlichen Einsatz vorgesehen haben. Einzig die Ölwechselintervalle (die bei mir ohnehin jeweils unter 5'000km sind) sollten angepasst werden - und das gilt auch für Getriebe- und Diff-Öl.

    Endlich wird einmal auf das Thema Wärmetauscher näher eingegangen :thumbup::]

    Mach ich einen Denkfehler wenn ich bei der Argumentation grösserer Wasserkühler vs. Öl-Temparatur einen Denkfehler bei den Pro-Argumente sehe?

    Die Wassertemparatur bewegt sich ja relativ stabil bei ca. 90 Grad. Ob es draussen 10 Grad oder 35 Grad ist, ob bei einer gemütlichen Ausfahrt, einer zügigen Passfahrt oder auf der Rennstrecke. Was also soll es bringen einen grösseren Kühler zu verwenden? Auch wenn man einen doppelt so grossen Wasserkühler verwendet fährt man ja weiterhin mit einer Kühwassertemparatur von ca. 90 Grad durch die Gegend. Der Umkehrschluss als Beispiel: Wenn ich zuhause meine Heizung auf 21 Grad einstelle, dann kann ich auch eine doppelt so grosse Heizung verwenden, wenn die auf 21 Grad eingestellt ist, dann ist es bei mir zuhause 21 Grad. Klar, kann ich eine doppelt so grosse polierte Heizung verwenden, die mit Plasticdip schwarz gemacht wird, aber auch so habe ich 21 Grad.

    Wenn man mit dem Kühlwasser die Temparatur des Öls beeinflussen will, dann muss man nicht den Wasserkühler vergrössern, sondern den Wärmetauscher (was dann möglicherweise einen grösseren Wasserkühler nötig machen könnte). Dass auch ein solches System eine weitere Fehlerquelle darstellen kann ist ein gutes Argument, da würde bedeuten, dass der grössere Wärmetauscher in OEM-Qualität verwendet werden müsste. Hier könnte man möglicherweise auf Honda-Teile zurück greifen. Allerdings wird dieses Thema kaum diskutiert und Lösungen aus der Praxis gibt es praktisch keine (zumindest findet man zu dem Thema kaum etwas im Netz). Das wäre meiner Meinung nach ein Ansatz bei dem es sich lohnen würde näher darauf einzugehen bzw. die praktische Umsetzung zu testen.

    Ich sehe auch hier den Bestätigungfehler... photo-S will einen Nasa-He-Man-Chicka-Chicka-Boom-Boom-Wasserkühler und such nach pro-Argumenten :)

    Gibt es nicht, aber hey... it's JDM! ;)

    Sehr schön gemacht - das Auto und die Bilder! Weiter so! :)

    By the way... n/a ist super, aber wenn zwangsbeatmet , dann Turbo. Es muss ja nicht immer ein 600 PS Hardcore-Umbau sein, mit einem kleinen Lader bringt man auch beim S eine gute Leistungskurve/-entfaltung und ein kontrollierbares Fahrverhalten hin.

    Danke Stefan, das untermauert die Regenschutztheorie :)

    Dass die Scheibe über 800 Grad heiss werden kann ist klar, allerdings geschieht das nur kurzzeitig und sie kühlt danach schnell wieder ab. Auch andere Teile, wie Felge, Reifen etc. sind dieser Belastung ausgesetzt ohne Schaden zu nehmen. Selbst bei Fronttrieblern, wo sich die Antriebswellenmanschette praktisch unmittelbar bei der Bremsscheibe befindet, habe ich bisher auch ohne Hitzeschutzbleche noch keine geschmolzenen Manschetten gesehen. Möglicherweise ist diese schneller verschlissen bzw. der Gummi wird eher porös, aber das ist Verschleiss und kein Schaden, wie er hier vermutet wird.

    Abgesehen davon gibt es ja hier Erfahrungen, die bestätigen, dass da nichts wegschmilzt und ich finde Aussagen aus der Praxis besser als irgendwelche Theorien.

    Wär wirklich mal interessant zu wissen, was sich Honda bei dem Schutzblech gedacht hat. Aus thermischer Sicht wirkt sich dieses klar negativ aus, die Wäremableitung ist ohne Blech wesentlich besser.

    Ich hab die beim alten S auch draussen gehabt und Bigbrake-Kits verzichten auch darauf. Auch andere (Sportwagen)hersteller verzichten auf solche Bleche. Wir haben die auch bei FF-Fahrzeugen entfernt und selbst da ist nie irgend eine Manschette oder ein Bolzen in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Eine Theorie ist auch, dass die Bremse mit den Schutzblechen bei Regen besser ansprechen soll, weil sich damit auf der hinteren Seite der Bremse kein so starker Wasserfilm auf den Scheiben bildet, das ist aber IMO vernachlässigbar.

    Es gibt auch Systeme mit Luftleitblechen, welche dafür sorgen, dass die Bremsen besser vom Fahrtwind angeströmt werden.

    Hier das Beispiel eines GT3:

    [Blockierte Grafik: http://www.elephantracing.com/tool-box/specs/991/GT3/991-porsche-gt3-suspension-walkaround-12.jpg]

    Diese Lösung hat den Vorteil, dass nicht irgendwelche Schläuche kreuz und quer gezogen werden müssen und die Leitbleche für die Wartung einfach demontiert werden können. Allerdings habe ich beim S bisher keine Lösung gesehen, die mich wirklich überzeugt, da relativ weitreichende Anpassungen im Bereich der Front (Stossstange, Radkästen etc.) vorgenommen werden müssten um so ein System sauber und effizient zu installieren.

    Seien wir mal ehrlich, viele wechseln den Kühler weil ein Aftermarket-Kühler hübscher aussieht - ist nur Blingbling! ;)

    In dem ganzen JDM-Hype orientieren sich die Leute an den Extremumbauten aus den USA, diese Fahrzeuge werden aber selten je wirklich hart rangenommen und stehen einfach auf den Treffen 'rum und da gehört Motorraumstyling halt einfach dazu.

    Es gibt m.E. keinen Grund den Wasserkühler zu tauschen, Honda-Kühlsysteme sind grundsätzlich sehr effizent. Ein Kumpel hat seinen Turbo-Integra (reines Trackcar) mit dem originalen Wasserkühlsystem betrieben und hat damit auch bei Temparaturen von 35 Grad nie Probleme gehabt. Das System beim S ist noch einmal etwas grösser dimensioniert und funktioniert auch im Rennstreckeneinsatz.

    Beim Thema Ölkühler bin ich auch gespalten. Wo ich früher immer stark dafür war (und sogar einen Kit für meinen S 'rumliegen habe), bin ich heute der Meinung, dass es bessere Lösungen gibt. Auch im Motorsport kommt man immer mehr von den Ölkühlern weg und arbeitet stattdessen mit effizienteren Wärmetauschern. Das ist meiner Meinung nach der bessere Weg, weil es das bestehende System optmimiert und nicht zusätzliche Schwachstellen entstehen lässt.

    Anzeigen sind eine gute Sache, wenn denn die Sensoren gut platziert sind. Ich hab schon gesehen, dass die Temparatursensoren in der Ölwanne platziert wurden, da misst man aber nicht, wie heiss das Öl im Motor ist. Näher am Motor wäre die Variante mit der Sandwichplatte, damit baut man aber auch wieder eine Schwachstelle ein. Am besten wäre es, den Sensor direkt am Block zu verbauen, das ist aber keine Plug&Play-Variante und kann nur dann gemacht werden, wenn der Motor zerlegt wird.

    Auch sollte man dann noch wissen, wie heiss Öl werden darf. Ich hab schon Leute Panik schieben sehen, wenn das Öl 120 Grad heiss war. :)

    Die Anzeige an sich ist während dem Fahrbetrieb eigentlich irrelevant, da gibt es anderes, auf was man sich konzentrieren muss. Wenn man Anzeigen verbauen will, dann solche mit einem Warnsignal, welche die Aufmerksamkeit des Fahrers nur dann auf sich ziehen, wenn gewisse Werte überschritten werden (das gilt auch für den Öldruck).

    Und hey... was ist eigentlich mit dem Diff.-Öl? Da redet kaum je jemand darüber, obwohl dieses in vielen Fällen am Limit ist. ;)

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    Original von Tiedchen
    Hi Sam, ja montieren ging ganz gut und die Passgenauigkeit ist Top!
    Ja gefällt mir auch richtig gut, hebt sich schön von dem rot ab.
    Danke noch mal für das vorbei bringen :thumbup:
    Kommt gut wieder nach Hause!

    Gern geschehen, lag ja am Weg :D

    Sind gerade eben zuhause angekommen.

    War zwar eher etwas scherzhaft formuliert, aber meine Erfahrung. Offen habe ich (auf deutschen Autobahnen) kaum mehr als 235 erreicht, geschlossen fahre ich nur bei Regen und da fahre ich auch keine 235.

    Wenn die Geschwindigkeit geschlossen nicht erreicht wird würde ich erst mal die Tachoabweichung mut einem GPS-Gerät überprüfen.