| EvoVII schrieb am Sun, 19 June 2005 14:05 |
Also sollte es doch möglich sein, sich eine 4km-Strecke so zu merken, dass man sie am Limit fahren kann.
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Eben nicht. Die Rallyfahrer kriegen ja ins Ohr "geflüstert" wie und wohin sie fahren sollen. Beim Bergrennen, wie auch sonst bei anderen Rennen, bist du allein auf dich gestellt.
Es gibt Bergstrecken die sind spätestens nach dem 2. Training intus, andere wiederum kriegt man nach 3 Jahren (also 1 Rennen pro Jahr) nicht rein. Das kann ich aus Erfahrung bestätigen. Es reicht ja nicht nur die Kurvenrichtung zu kennen, sondern die Besonderheiten (schliessend, öffnend) und man muss sie richtig ansetzen (ihr Rallyfahrer fahrt ja eh alle quer durch die Kurve
).
Wenn sich am Berg 3 von 12 Kurven ähneln und das Umfeld (Bäume, Häuser oder andere Richtpunkte) fast identisch ist, dann kommt man schon öfters ins Grüblen um welche Kurve es sich nun handelt. Diese "schwierigen" Verhältnisse machen zehntel oder sogar ganze Sekunden aus die man langsamer fährt, egal ob man nun ein guter oder schlechter Fahrer ist (fahrerisches Können).
Die beste Lösung in solchen Fällen ist eine Inboard Kamera und nach dem ersten Training solange das Video ansehen bis man alle Kurven kennt. Danach geht man auf dem Video die Fehler bzw. fehlenden zehntel Sekunden suchen.
Bergrennen: Für die Einen eine Pässefahrt, für die anderen eine geistige Herausforderung, körperlich wird man ja am Berg nicht gefordet, dafür gibt es Rundstrecken und Rallys 
mfg Petar