Irgendwie ist diese Diskussion um den Einbauort immer wieder und weiterhin spannend:
WENN Dein Motor mal richtig Last bekommt, dann schmälert die größere Abwärme des Wasserkühlers den Wirkungsgrad des Ölkühlers. Das heißt, genau dann, wenn Du dessen Kühlleistung benötigst, wird sie reduziert.
Ob das praktisch relevant ist... keine Ahnung... aber es wirkt im ersten Anblick kontroproduktiv. Daher kommen denke ich auch die Aufrufe GEGEN diesen Einbauort.
Dann noch:
Ich gehe davon aus, Du hast den Serien-Wasser-Ölkühler noch mit drin? Auch hier kann man ja bissl Gedanken verschwenden. Manche (einschließlich mir) sind zu der Meining gekommen, dass der Serien-Ölkühler eigentlich ausgebaut gehört, wenn man einen anderen (externen) Ölkühler installiert. Schon allein wegen der Öldruckverluste, die man mit einem externen Ölkühler addiert. Nun hat der Serienölkühler aber auch Vorteile... nämlich dass er den kalten Motor schneller auf Öltemperatur bringt. Das ist auf der Rennstrecke egal... im Alltagsbetrieb aber nützlich.
Über diese Zusammenhänge rund um die Ölkühlung wurde hier im Forum schon oft und auch oft heiß diskutiert. Ein fachlich fundiertes und allen einleuchtendes Ergebnis kam aber nie heraus. Gerade auch, weil oftmals "DAS IST SO" oder "DAS MUSS SO" gesagt wurde, ohne dass es fundiert begründet wurde. Und mit einem "DAS MUSS SO" gibt sich nicht jeder zufrieden... und das versteht auch keiner.
Da ich nicht denke, dass hier nochmal absolute Klarheit geschaffen wird, will ich da auch gar nicht weiter dran rumschreiben.
Ich verfolge eh einen anderen Weg...
Ich selbst komme seit langem nicht in die Strümpfe, da mir noch ein paar Sachen Haare in die Wurst machen. Aber ich halte den Einbau eines größer (als die Serien-Lösung) dimensionierten Wasser-Ölkühler anstelle des Serien-Wasser-Ölkühlers als goldene Lösung. ISA-Racing hat sowas z.B. im Angebot. Die Vorteile liegen auf der Hand:
Weniger Fehlerquellen durch:
1. Verkürzte Ölleitungswege gegenüber üblichem Luft-Ölkühler im Maul
2. Keine Steinschlaggefahr am Kühler
3. Kühler optimiert auf geringe Öldruckverluste
4. Thermostatventil nicht notwendig
Funktionsvorteile:
5. Kühler kann niemals zu viel kühlen
6. Kühler sorgt weiterhin dafür, dass kalter Motor (noch) schneller auf Öltemp kommt.
Zudem:
7. In der Praxis bereits rennstreckenbewährt bei Forumskollegen.
8. Zusätzlich bestätigten in den letzten Monaten bereits zwei unabhängige Tuning-Fachleute, die meiner Erkenntnis nach wissen, wovon sie reden, dass diese Lösung mit einem größer dimensionierten Wasser-Ölkühlter anstelle des für die Rennstrecke zu klein dimensionierten Serien-Ölkühlers eine sehr gute Lösung ist. Auch wurde gesagt, das die Kühlleistung des Serien-Wasserkühlers auch mit solch einem Wasser-Ölkühler noch mehr als ausreichend ist.
Nun hat man die Wahl 