schwedenkreuz:
Darf ich fragen: was machst Du beruflich?
Beiträge von Los Eblos
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Das ist ja heute auch schon Praxis:
Zimmi hatte neulich ein Video der Schwarzwaldtour erstellt und bei Youtube abgelegt. Das Video wurde gesperrt. Gema. Da war wohl Hintergrundmusik drin, die nicht da hinein gedurft hätte.Also ich jedenfalls kratze mir da gehörig am Kopf.
Wenn Zimmi als Urheber des Videos mit dem Video Gewinn erzielen wollen würde, dann kann ich leicht nachvollziehen, dass der Urheber bzw. rechteinhaber der Hintergrundmusik von dem Kuchen was abhaben will. Aber so?
Ich finde das äußerst merkwürdig.
Ist es jetzt eigentlich illegal, wenn man das Video dann eben wo anders hostet, wo es nicht gesperrt wird? Und warum? Und welche Strafen erwarten einen?
Wenn ich jetzt bei einer Harz-Tour mitfilme, und ausm Radio im Auto erklingt Musik.... was ist dann? Video illegal auf Youtube?
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Hier ist übrigens noch ein aktueller Aktikel zum Thema ACTA.
Ich hab ihn bislang auch nur überflogen, biete ihn also nur zum eigenen schnellen Konsum an, ohne auf die Inhalte schon jetzt Bezug zu nehmen:
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Original von schwedenkreuz
Ok, vom Prinzip hast Du da recht. Ich bin eher nicht entspannt. Das liegt dann aber wieder an den Piraten. Ich habe den verlinkten Argumentationstext gelesen und konnte KEINEN Punkt nachvollziehen. Da sehe ich nichts, was die Debatte weiterbringt.
Man darf wohl auch das Wiki der Piraten nicht als offizielles Dokument sehen. Das sind öffentliche Wiki-Artikel, nicht weil sie veröffentlichungswürdig sind, sondern weil sie dem (zu Recht oft kritisierten) Transaprenzgedanken nach als öffentliche Gedanken öffentlich gedacht werden. Das ist mit nichten gleichzusetzen mit in Stein gemeißelten Fakten. Der Fehler, dies gleichuzsetzen, wird recht oft gemacht, weil wir es alle mit "Medien" so gewohnt sind. Auch hier ist Umdenken beim "Besucher" erforderlich, will man nicht nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen.Ich habe bei den Piraten, so sehr ich aus bestimmten Gründen mit denen sympathisiere, auch regelmäßig meine Bauchschmerzen. Wie schon geschrieben, schätze ich es, dass deren Aktivitäten Wandel bringen. Wandel, den ich begrüße. Ich kritisiere aber auch, dass inhaltlich bislang oft nur Kritik formuliert zu sein scheint... Lösungen eben aber auch nicht da sind... wohl in der Kürze der Zeit und der Komplexität der Sache auch eigentlich nicht da sein können. Letztlich sind die mir zu still, seit der Laden wächst und wächst... bzw. der Zuspruch wächst und wächst. Personell scheinbar aufgezehrt im Alltag. Ändert nichts dran, das ich die Bewegung "Piratenpartei" als Katalysator gut und wichtig finde. Als Teil einer Opposition empfinde ich die eingebrachten Themen wichtig. Ich möchte jedoch ungern durch mein Schreiben hier in der Schublade "Pirat" verschwinden. Ich schätze und teile die Grundmotivation, hadere mit der Ausführung. Vielleicht... mit genug Manpower und genug Zeit könnte aber was Gutes draus werden. Und bis dahin danke ich dafür, dass einfach nur Bewegung in den Gesamtapparat gebracht wird.
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Original von schwedenkreuz
2. Heveling ist ein schönes Stichwort. Wenn Du meinen Beitrag aufmerksam gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass mir die Form (und weniger der Inhalt) der Kritik missfallen hat. Das wird Neudeutsch mit Shitstorm bezeichnet. Ähnlich, wenn vermutlich nicht ganz so extrem, kommt mir Deine Antwort vor: "am Kern vorbei", "lächerlich", "da hat einer nichts verstanden" sind die Begriffe, die Du verwendest. D.h. keine sachliche Auseinandersetzung, sondern direktes Mundtod machen. Da ist genau das, was bei Heveling auch passiert ist und was man auch beobachten kann, wenn Hacker z.B. die Website der GVU.de (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) lahm legen.
Dem kann ich zustimmen. Ich habe Deine kritische Haltung tatsächlich in Schublade "Internetausdrucker" gesteckt. Nicht okay, sorry. Es liegen die Nerven gegenüber dem Unverständnis, das selbst unsere wertvolle Regierung an den Tag legt, einfach zu blank inzwischen. Gewisse Dinge machen inzwischen einfach ansatzweise wütend. Nicht Deine Aussagen... aber die Kluft zwischen den "Welten". Du hast Recht, da war ich mit meiner "Schublade" auch nicht besser als alle anderen. -
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Original von schwedenkreuz
1. Nur Du und diejenigen, die sich für die Online-Welt halten, haben also verstanden, was der "Kern" ist? Wieso hast Du es dann in ellenlangen Beiträgen bisher nicht geschafft, den Kern mal in einem Satz zu vermitteln. Reicht es auf die Piratenpartei als hellem Gegenstück zu den anderen zu verweisen?
Bitte den Anspruch nicht durcheinanderwürfeln. Ich trug (Text-)Teile zusammen, wo sie mir gerade in die Hände fielen. Ich habe nie gesagt, dass die Piratenpartei das helle Gegenstück sei. Ich sagte viel mehr, dass bei denen auch lange nicht alles Gold ist. Aber die fördern die Diskussion zu der Gesamtthematik. Das ist auch mein Ansinnen. Nicht mit dem Ziel, die Lösung auf dem Tablett zu liefern... dazu bin ich viel zu ungebildet in der Thematik. Aber mit dem Ziel, mehr Menschen dazu zu animieren, mal überhapt verstehen zu wollen, wo die Probleme liegen, anstatt das immer nur auf "Geiz-ist-geil" zu reduzieren.Bitte lies in meine Sätze keinen grolligen Ton hinein. Ich bin ganz entspannt und ruhig.

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Original von schwedenkreuz
3. Interessant, dass man als Threadersteller noch nicht mal das gelesen hat, was man zum Titel gemacht hat.
Ich hab den Thread nicht erstellt. Ich hab nur versucht, Marios Fragen zu beantworten. -
Wer sich jetzt fragt, was Ansgar Heveling gesagt hat:
Hier lesen...
https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc…096505957_n.jpgIch habs eben nochmals mit Genuss gelesen... der Typ ist wirklich köstlich!

Und wenn man die Gegenseite dazu auch erschließen will:
Z.B. hier lesen... (Link 2)
http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbe…en/6133880.html
Ich zitiere mal aus Frank Riegers Artikel (Link 2), weil es das aufgreift, was hier mit Mario schon schwer zu diskutieren war...
Zitat
[...]
Angemessene Vergütung ist ein komplexes Problem
Wir stehen zweifelsohne als Gesellschaft vor der Frage, wie in Zukunft Autoren, Musiker und Filmemacher entlohnt werden sollen. Die Geschäftsmodelle des vorigen Jahrhunderts funktionieren immer weniger. Die Mittelsmänner – ob nun Labels, Verlage oder Verwertungsgesellschaften – sollten eigentlich dazu da sein, den Kreativen ihre Vermarktungssorgen abzunehmen und ihre Interessen zu vertreten. Stattdessen haben sie der Medienbranche den Weg in die Zukunft verbaut.
Die Innovationen, mit denen heute Geld mit Inhalten im Netz verdient wird, kommen von Außenseitern, die folgerichtig nun ganze Segmente monopolisieren. Dass es die deutschen Verlage nicht schafften, den Vorteil der deutschen Buchpreisbindung zu nutzen und rechtzeitig eine gemeinsame, überzeugende Alternative zu Amazon und dem Kindle aufzubauen, ist einzig ihrer verblüffenden Kurzsichtigkeit, Inkompetenz und Halstarrigkeit geschuldet.Auch Apples durchschlagender Erfolg des iTunes-Stores beruht auf der gleichen simplen Erkenntnis wie Amazons E-Book-Erfolge: Die Nutzer zahlen durchaus für Inhalte, solange es billig, einfach und bequem ist und bruchlos funktioniert. Die deutsche Medienbranche sitzt vor dieser einfachen Wahrheit immer noch wie das Kaninchen vor der Technologie-Schlange – und ruft nach immer härterer gesetzlicher Gängelung der Nutzer.
Die Frage der angemessenen Vergütung von Inhalten ist zweifellos eines der komplexesten Probleme, die durch Digitalisierung und Vernetzung aufgeworfen werden. Im Netz wurden dazu konkrete Vorschläge gemacht, zuletzt mit dem Modell der Kulturwertmark, das eine gleichmäßige, gerechte Beteiligung aller Nutzer mit innovativen Marktmechanismen kombiniert.
Dabei gibt es kein Recht auf Reichtum durch Superstarsein mehr und auch die Profite der Mittelsmänner reduzieren sich auf ein ihrer tatsächlichen Arbeitsleistung und Rolle angemessenes Niveau. Aber unter diesen Prämissen ist es durchaus möglich, eine vernünftige, vielleicht sogar gerechte Vergütung für Kreative zu erzielen.Es ist nämlich mitnichten so, dass „das Netz“ vor allem aus Leuten besteht, die nur konsumieren, aber nichts beitragen wollen. Natürlich gibt es eine gewisse Demographie gerade junger Leute, die schlicht noch kein Geld für Mediennutzung haben und daher einfach alles downloaden. Wenn man diese jungen Menschen gängelt, ihnen Abmahnungen, Warnbriefe und Netzanschlusskündigungen androht, erreicht man jedoch vor allem eines: Sie lernen von kleinauf, die Medienindustrie als Gegner zu sehen, dem es nach Kräften zu schaden, zumindest aber auszuweichen gilt. Sie werden folgerichtig auch kein Geld für Inhalte mehr ausgeben, wenn sie dann welches verdienen und eigentlich durchaus bereit wären, für bequemeren und schnelleren Zugang zu den Werken zu zahlen.
[...]
Es lohnt jeweils den ganzen Artikel zu lesen.
Wo ist der Popcorn-Smilie?

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Ja sehr schön, wieder einer, der nichts verstanden hat und ganz klare feste Meinung hat, dass die ja alle bekloppt sind. ALLE wollen IMMER ALLES KOSTENLOS. Völig am Kern vorbei. Sorry.
Ja, und der Heveling hat nun wirklich den absoluten Vogel abgeschossen. Seine Message ist so lächerlich, dass man das gar nicht ernst nehmen kann und darin eigentlich nur eine bewußte Provokation vermuten kann, um zu sehen, wie weit man so gehen kann.
Mehr will ich dazu nicht sagen.
ACTA hab ich selbst auch noch nicht gelesen. Werde ich aber morgen mal nachholen, weil mich Deine Motivation durchaus auch interessiert.
Edit:
Die Kommentare beim Artikel der FAZ sind lesenswert. -
Ja, denke ich auch. Ich glaub aber, wie man hier sieht, Du suchst wieder Analogien zur "Offline"-Welt. Der Ansatz ist denke ich generell nicht zielführend.
Die Lösungsrichtungen, die z.B. von der Piratenpartei diskutiert werden, haben eins gemein: Die auf das Medium Internet zu skalierenden notwendige Überwachungsinstanzen zum "so weitermachen wie früher" sind nicht akzeptabel, weil zu aufwändig, zu stasi-like, oder schlicht einfach nicht zu leisten. Die damit einhergehende Kriminalisierung sowie alle Side-Effects sind ebenso unschön. Man muss sich also davon trennen, das Geld an der selben "Stelle" vom Kunden abzugreifen, wie "früher". So nach dem Motto: Diese altgediente Kuh ist geschlachtet, aus systemischen Gründen. Generiert die Milch anderweitig.
Solange keine von alten Denken bereinigte (neee, das wäre zu viel verlangt) oder wenigstens neue Gegebenheiten verstehende Lösungsfindung betrieben wird, gehts nicht sinnvoll voran.
Und dafür müssen entsprechende Diskussionen von Menschen mit Kompetenz geführt werden. Ziel der Politik ist es, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen und dies zu moderieren. Ich sage ja nicht, dass die CDU das lösen soll. Künstler, Verwerter, Kunden, Wirtschaftsexperten... Köppe zusammenstecken und mal clever sein.
Ist das realistisch?
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Laminova Wasser-Ölkühler mit Sandwichadapter ersetzt OEM-Ölkühler.
Vom Prinzip wie der OEM-Ölkühler, nur viel größer und effizienter.
Zudem darauf hin entwickelt, möglichst wenig Öldruckverlust zu erzeugen.Gibts z.B. bei ISA-Racing zu kaufen.
Edit:
Hier gibbet paar Bilder und Infos...
http://www.willfly.net/laminova.html
http://www.laminova.se/products/oil-coolers/ -
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Original von Sadayoshi
Keine Panik lars ich hab selbstkühlendes Öl.
Das bild is nur nen beispielbild von Gotuning war zu faul ein bild von meinem zu machen. Ich kühle weiterhin nur mit OEM Ölkühler werd aber warscheinlich noch das gleiche system wie bei Erik verbauen.

Okay.
Ja, ich auch zum Sommer. -
Sadayoshi:
Wie kühlst Du Dein Öl?
Kein OEM-Kühler, kein Greddy-Abgriff... wasn da los? -
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Die Grundannahme scheint mir zu sein, dass kopieren im digitalen Raum relativ leicht möglich ist und deshalb auch erlaubt sein muss. Nicht alles was möglich ist und massenweise gemacht wird, ist aber in meinen Augen auch richtig.
Ich glaub, hier liegt der Hase im Pfeffer. Ich glaube aber, es ist nichtdie Frage der Möglichkeiten, sondern die Frage der nicht vorhandenen Möglichkeiten. Es ist ohne immense Überwachungsleistung nicht möglich, das "Kopieren", bzw. besser gesagt, das Nutzen von "Kopien" zu verhindern. Das Wort "Kopie" ist schon so negativ vorbelegt, dass man immer gleich denkt, das ist etwas, was per se zu verbieten wäre. Und genau hier beim Verständnis einer "Kopie"... was ist das, was bringt es mit sich, wie ist sowas einzuordnen... da klaffen denke ich die großen Lücken im Grundverständnis zwischen Menschen der ausschließlichen "Offline"-Welt und jenen, die die "Online"-Welt leben. Mit dem Verständnis (oder besser "Unverständnis") ist kein Augenmaß möglich.Ich hab da auch keine Lösung, bzw. bin recht ratlos. Mit irgendwelchem Flickwerk und"Korrekturen" kommt man da denke ich nie zu einem Ergebnis, was langfristig von allen getragen werden kann.
Bissl platt ausgedrückt:
Solange die Politik sich auf die Seite derjenigen mit Macht schlägt, anstatt sich auf die Seite des Volkes besinnen und Augenmaß beweist, ist es in meinen Augen richtig, sich dagegen zu engagieren.Diese Formulierung bringt uns der Lösung zum Urheberrecht keinen Deut näher... stellt aber wenigstens klar, dass der aktuelle Weg (jedenfalls aus meiner Sicht) nicht akzeptabel ist.
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Original von .: Dome :.
die ASM funzt ja auch so,aber ob man den draht immer auf voller spannung halten kann?
der filter kann sich dadurch keineswegs mehr ganz rausdrehen,
aber ob der dadurch 100% fest bleibt?
Nicht praxisrelevant. Wenn sich der Filter nicht nennenswert drehen kann, kann er sich nicht nennenswert lösen. -
Im Grunde gibbet IMHO nur drei Wege:
1. Sandwich-Adapter zwischen OEM-Ölkühler und Ölfilter.
2. Auf Ölfilter aufgeklebter Sensor mit adäquater Isolierung.
3. Sensor in Ölablassschraube in Ölwanne.zu 1.:
Das Maß aller Dinge, jedoch würde ich eine zusätzliche Sicherung des Ölfilters gegen losdrehen zwingend mit einbauen. Es gab zu viele Fälle, wo diese Konstruktion undicht wurde. Und da fackelt schnell mal das ganze Auto bei ab.zu 2.:
Minimal-Invasiv, jedoch bei jedem Ölfilterwechsel neu zu machen. Und man muss viel Augenmerk auf anständige Anbringung und Isolierung legen, sonst misst man Mist. Bei Bedarf kann ich da ja nochmal ne Bilderstory zu machen, muss meinen Sensor demnächst auch wieder neu auflegen.zu 3.:
Hier misst man Mist. -
Dieser Initiative kann ich irgendwie erst dann ernst nehmen, wenn bewiesen wurde, dass die dazu da ist, wozu sie da sein soll.
Von der FDP kam zu ACTA gestern ein ganz interessanter Einwurf:
Sinngemäß: Man solle splitten... die unstrittigen Anteile des Abkommens bringt man auf den Weg... die strittigen Anteile werden herausgelösrt und weiter ausgearbeitet bzw. gesamtgesellschaftlich diskutiert.Ich habe bisher nur die Headline dazu gelesen... klingt aber nach nem recht gesunden Vorhaben. Eines haben die Demos definitiv gebracht... ACTA wird in größerem Rahmen thematisiert. Und da soll mal einer sagen, man hätte als Bürger keine Möglichkeiten, überhaupt irgendwas in der Politik zu beeinflussen.
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Original von MB 23
Du argumentierst, dass ein Album beispielsweise nur noch 5 Euro kosten soll und nicht mehr 20 Euro. Soweit ich richtig informiert bin, haben aber bei einer CD bisher schon die reinen Produktionskosten der Scheibe höchstens ein paar wenige Euro ausgemacht, wenn überhaupt. Beim Buch sind die Produktionskosten auch nur ein kleiner Anteil. Englische ebooks kosten nach meinem Eindruck auch genau um dieses bisschen weniger als richtige Bücher. In Deutschland hat man halt diese insgesamt in meinen Augen auch für physische Bücher überholte Buchpreisbindung.
Zahl 5 EUR war aus der Hüfte geschossen. Und wenn Du jetzt nochmal ermittelst, wieviele Cent beim Verkauf einer CD an den Künstler gehen, dann findest Du die Zahl, die bei der Verwertungsindustrie landet. Ich schieße nochmal eine Zahl aus der Hüfte: 80% des Gewinnes. Vielleicht liege ich falsch. Dann aber sicher nur um 20%.ZitatOriginal von MB 23
Für mich ist eine wesentliche Frage, hat derjenige der was verkaufen will das Recht zu bestimmen wieviel er für sein Produkt verlangen möchte oder nicht? Ich meine er sollte dieses Recht haben. Wenn ich das Album vom Plattenkonzern Star für 20 Euro nicht will und kleinere Bands durch Direktvermarktung was nettes für 5 Euro anbieten, dann kann ich zu denen gehen. Und wenn das genug Leute machen, ändert sich die Welt von alleine, aber ohne umgekehrten Zwang.
Ja, wozu brauchen wir dann ACTA?ZitatOriginal von MB 23
Die Piraten sagen scheinbar, nein dieses Recht hat er nicht, der Preis muss Null sein (so interpretiere ich zumindest freies Gut). Dann ist meine These, dass man es sich dann z.B. auch sparen kann noch Filme mt einem Budget für 100+ Mio. zu produzieren.
Richtig, das würde unter Deinen Annahmen nicht funktionieren.ZitatOriginal von MB 23
Wenn der Kompromiss sein soll, dass man noch Geld verlangen darf, aber es muss weniger sein als früher, stellt sich mir die Frage, wer soll das festlegen? Irgendeine übergeordnete Stelle? Klingt mir zu sehr nach Planwirtschaft und das ist schon öfter schief gegangen.
Das ist nicht der Kompromiss. In der oben angefangenen Diskussion gehts primär erstmal darum, dass man der Verwertungsindistrie nicht per Gesetz ihr - warum auch immer - nicht mehr funktionierendes Geschäftsmodell wieder halbwegs funktionierend hinwixxen muss.ZitatOriginal von MB 23
Ich verstehe schon wo du herkommst, nur führt das halt meiner Meinung nach stringend durchdacht auch zu ziemlich Problemen und die super Lösung habe ich leider auch nicht
Die fertige Lösung liegt auch derzeit nirgendwo. Die Piraten machen den einen Unterschied, dass sie dieses Thema aufdröseln und nach Lösungen suchen... sich mit dem Ungleichgewicht und der lobbygeschwängerten Richung nicht abfinden. Wohingegen anderswo scheinbar nicht mal im Ansatz dazu ein Gedanke aufgewendet wird. Siehe Aussage von Bosbach. Er hat scheinbar noch nicht mal im Ansatz versucht, den Gedankengang zu gehen, den Du gerade tapfer gehst.
Und weil Du ja nach Lösungen, oder wenigstens Lösungsideen fragst, dann lies doch mal wenigstens die von den Piraten diskutierten Lösungsansätze. Denn dass es keine Alternativen gibt, das stimmt nicht. Vielleicht sollten die Künstler selbst entscheiden. Und nicht deren Zuhälter.
Der Link von oben...
http://wiki.piratenpartei.de/Argumentation#Urheberrecht
... und dann etwas runter scrollen zu den Fragen:
"Die Piraten sind für eine Abschaffung des Urheberrechtes."
"Wie sollen die Künstler dann überhaupt noch zu Geld kommen?"
"Ihr müsst euch entscheiden: Wollt ihr, dass alles frei verfügbar ist, oder dass die Künstler Geld verdienen können?"Ist ja nicht viel Text... kann man ja mal lesen
Denn es ist nicht immer alles so schwarz oder weiß, wie es die Medien überliefern. Und beim Lesen nicht vergessen, dass sich das geschriebene immer ausschließlich auf das Internet bezieht. Die Aussagen eliminieren nicht explizit die altgedienten Rechte der "realen" Welt.Ich möchte die einzelnen Ansätze zum Thema Urheberrecht an dieser Stelle überhaupt nicht bewerten. Und ich sage auch nie, dass die Piraten die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Meine Motivation, darüber zu reden bzw. zu schreiben, liegt anderswo. Oft ärgert es mich, dass das von den Medien bewußt nur selektiv vermittelte Bild zum Maßstab wird. Es beißt die Maus keinen Faden ab: Die CDU lässt in diesen wirklich nicht einfachen Fragen des nicht von der Hand zu weisenden Reformbedarfs null Kompetenz blitzen. Ja, sie haut einem statt dessen ein Brett nach dem anderen vor den Kopf. Und stets lässt sich die Motivation kaum nachvollziehen, bzw. man landet schnell wieder bei irgendeiner Lobby. Die großen Parteien haben ein massives Nachwuchsproblem, das sie besser gestern als morgen gelöst hätten. Das kommt nicht von ungefähr. Wie auch vieles Anderes nicht von ungefähr kommt. Ich finde, wann immer etwas thematisiert wird, ob nun "nur" im Bundestag, oder eben auch in der breiten Öffentlichkeit, so entsteht bei allen Teilnehmern Fortschritt. Und Fortschritt ist dringend notwendig, wenn ich mir den Muff und den fragwürdigen Stil der hohlen Phrasen in der Politik zwischen den Wahlen so angucke. Nicht nur in der Netzpolitik... egal wo man hinschaut... Flickwerk und Machterhalt. Und da sind mir so ein paar komisch anmutende Nerds, die die eingelaufenen Trampelpfade aufbrechen und Bewegung in alle Parteien bringen, echt lieb. Mehr ist's dann auch erstmal nicht.
Allein die Tatsache, dass so komische Sachen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen in ein Parteiprogramm aufgenommen werden, führt dazu, dass sich Grüne und SPD und CDU damit auch auseinander setzen müssen und Position beziehen müssen. Das nötigt man denen damit schlicht auf. Und schon bewegt sich was. Da soll mir mal einer sagen, das wäre nicht im Sinne des Volkes.
Urheberrecht ist eine Sache. Bei den Patenten geht der nächste Batzen Probleme los. Ich habe meinen Fokus jedoch selbst gar nicht auf diesen Punkten. Mich stört primär der Stil, mit dem etablierte Politiker ihren Auftrag erledigen. Der Stil, mit dem Parteien mir erzählen, was wichtig ist. Und ich fühle mich oft als dumm verkauft. Ich glaub, da stehe ich gar nicht so allein da.
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Wenn alles digitale umsonst sein soll, macht es auch keinen Sinn mehr kommerziell was zu produzieren.
Das ist keine Forderung der Piraten.P.S.:
Sorry, hatte gerade Probleme mit der Zitatfunktion
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Original von MB 23
Lars, danke für die Mühe der Erläuterungen, die du dir gemacht hast
Ist in der Tat ein kompliziertes Thema. Acta kritisch eingestellt bin ich nun auch. Aussagen der Piraten, dass Informationen ein freies Gut sind, wenn sie nicht geheim sind, gehen mir allerdings zu weit. Reformen sind nötig, da bin ich absolut bei dir und von den Lobbies werden wohl kaum vernünftige Vorschläge gekommen. Von den Piraten und Co. habe ich bisher aber leider auch noch keine gesehen. Wenn alles digitale umsonst sein soll, macht es auch keinen Sinn mehr kommerziell was zu produzieren. itunes funktioniert ja deshalb, weil es genug Nutzer gibt, die es einfach und legal wollen. Sollte kopieren legal sein, wird kaum noch jemand bezahlen, wozu auch. Irgendwo dazwischen müsste der sinnige Kompromiss liegen, bloß wo?An der Nummer mit der "freien Information" kann man sich in der Tat trefflich streiten. Ich selbst musste da beim Schreiben meines hier vorangegangenen Postings auch erstmal Gedanken machen. Ich weiß nicht, ob mein vorheriger Beitrag in Deine Antwort schon Eingang fand. Ggf. liest Du den nochmal... geht ja um die Sache mit der "freien Information".


