Die größten Belastungen (insbesondere bei Metall auf Metall Kontakten für das Öl) entstehen im Ventiltrieb und im Allgemeinen in der Kombination wenigDrehzahl und hohe Last, weil dadurch die sog. Hydrodynamische Schmierung nicht ideal ist und auch der Öldruck durch die Pumpe reduziert.
Ein hydrodynamisches Gleitlager funktioniert nur wenn sich die Welle dreht. Der Innendruck der durch die Drehbewegung erzeugt wird, kann gut und gerne 100 bar (vllt. auch mehr so genau weiß ich das nicht mehr) erreichen. Ohne diesen Druck liegt die Welle am Lagermaterial an und es kommt zu Mischreibung.
Da es sich hier aber um lange Standzeiten handelt. Würde ich das orgeln durch den Anlasser, der vllt. 300 U/min schafft und wer weiß wieviel Druck damit in den Gleitlagern erzeugt, die Mischreibung bei der geringen Drehzahlen hinnehmen.
U.a. weil nach so einer langen Standzeit nicht genügend Restöl in den Lagern vorhanden ist um eine Flüssigreibung zu gewährleisten.
Mir hat einer mal erzählt das sein Motor (kein S2000 Motor) vor der Revidierung und einer 1 monatigen Standzeit so "trocken" war, dass beim anfassen der Teile nicht mal dreckig wurdest. Das soll jetzt nicht das Hauptargument fürs orgeln sein aber vllt. ein Denkanreiz ![Freude :]](https://s2k.de/forum/wcf/images/smilies/icon_biggrin.gif)
Mein Hauptargument ist eher wie folgt.
Wird die Zeitspanne für den Öldruckaufbau reduziert, sodass vor dem Anlassen, Öldruck an den Lagern anliegt, verringert sich auch der Verschleiß an den Lagern/Gleitlagern direkt nach dem erreichen der Nenndrehzahl bei einem Kaltstart. Und diese ist eben bei ca. 2000 U/min oder sogar 2500 U/min beim S.
Übrigens werden bei den ganzen Start/Stop Aggregaten u.a. Lager mit Polymerbeschichtungen verwendet. Warum wohl?
Weil diese eben mit einem Start/Stop Szenario wo Mischreibung herrscht damit besser zurecht kommen u.a. weil diese eine geringere Öl-Visko ertragen wie Gleitlager.
https://www.mahle.com/de/news-and-pr…bedingungen-426
Das sagt aber auch aus, dass selbst bei einem warmen Motor mit Öl auf Betriebstemp. (sonst greit die Start/Stop Automatik eh nicht) Verschleiß an den Lagern aufgrund von Mitschreibung etc. stattfindet. Und man deswegen auf beschichtete Lager umsteigt bzw. umsteigen muss um den Verschleiß zu verringern.
Nach ein paar Monaten Winterpause hab ich bisher immer ganz normal gestartet.
Ich denke ohne Zündung Orgeln ist weitaus wichtiger, wenn der Motor das erste mal nach z.B. einer Revision wieder gestartet wird. Da muss sich das Öl erstmal komplett verteilen und Öldruck in den Lagerstellen aufgebaut werden.
Jetzt würde ich aber behaupten, dass beim Zusammenbau des Motors alle vitalen Stellen eh geschmiert werden. Wieso dann orgeln?
So, ich habe das heute vor der ersten Ausfahrt 2016 auch mal gemacht und die Sicherung für die Benzinpumpe gezogen. Nach etwa drei mal 5 Sekunden orgeln ist die Oeldrucklampe erloschen, Druck also da. Sicherung wieder rein, das Anlassen dann wie gewohnt, kaum den Knopf gedrückt lief er 
Es klang alles sehr smooth und ohne das hässliche metallische Geräusch, welches ich im Frühjahr beim ersten Start fast nicht ertragen konnte, bis der Klang dumpfer wird wenn die Lager mit Oel versorgt werden.... 
Obs jetzt besser ist oder auch nicht gut, weil es mit Anlasser länger dauert bis Druck da ist, weiss ich nicht. Aber sonst dreht der kalte Motor halt sofort kurz bis über 2000 RpM, und da klingt es wirklich hässlich 
Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden und hatte ein gutes Gefühl 
Will hier keinem eine reinwürgen aber bei der Suche nach einem älteren Post zum orgeln (den ich leider nicht gefunden habe
) bin ich über deine Aussage gestolpert, die genau das Gegenteil aussagt von dem was du im Bilder Thread sagst/schreibst 