Motoröl in den Brennraum?

  • Hallo Motorenprofis,


    ich habe mein Auto (CRX eh6) eingelagert und wollte dem Motor etwas gutes tun.
    Mir wurde geraten Motoröl in den Brennraum zu füllen, nicht viel, einen kleinen Schluck.


    Kann sich das irgendwie schädlich entwickeln oder verbrennt das einfach beim Anlassen?


    Danke für kompetente Antworten.

  • Kleiner Schluck ist in Ordnung, solange du die Brennräume nicht randvoll machst bis Unterkante Zündkerzengewinde :lol: ist das die einfachste und beste Methode Korrosion an den Zylinderwänden zu vermeiden.


    Qualmt bei erstmaligen Starten wie die Sau, schützt aber wie gesagt den Motor.

    "Wenn man schon eine Zeitmaschine in einen Wagen einbaut, dann bitteschön mit Stil"
    Dr. Emmett Brown

  • Eigentlich sollte WD40 auch reichen, ist sicher auch einfacher aufzutragen.
    Mal ausgenommen du demontierst den ganzen Zylinderkopf.
    Das Oel ist sicher nicht gut für den Kat und die Lambdasonde.

  • Danke euch allen, hab das Öl schon drin, wollte nur wissen ob das was schaden kann.
    WD 40 soll ich auch keinen Fall nehmen meinte mein Mechaniker, den Grund kenn ich nicht aber davon riet er klar ab.

  • Zitat

    Original von chibo157
    Kleiner Schluck ist in Ordnung, solange du die Brennräume nicht randvoll machst bis Unterkante Zündkerzengewinde :lol: ist das die einfachste und beste Methode Korrosion an den Zylinderwänden zu vermeiden.


    Qualmt bei erstmaligen Starten wie die Sau, schützt aber wie gesagt den Motor.


    Ganz schlimmes Gerücht dass Öl in die Brennräume zu kippen gut sein soll. Bitte nicht machen!!


    Erstens haben wir keinen Eisenhaufen als Motor, sondern die Teile bestehen fast alle aus Aluminium.
    Zweitens haben die Kolben Taschen für die Ventilteller (Ausfräsungen). Darin sammeln sich Ölreste. Diese Ölreste verbrennen zu Ölkohle und die bleibt in den Taschen. Dadurch bilden sich Glühnester und der Motor wird heftig klingeln (Frühzündungen). Ausserdem hat das Einlassventil nur 1,8mm Freigang im Kolben-OT. Wenn dann Ölkohle in den Taschen ist - gute Nacht.... Die Ölkohle kriegt man nie wieder raus.
    Drittens wird der Kat durch das verbrannte Öl zugesetzt;
    Viertens sind 2 Kolben zwar im OT, die anderen beiden aber dann im UT. Wieviel Öl soll denn da rein? 550 ccm pro Zylinder?


    Ich würde nach längerer Standzeit (wir reden hier von einem Jahr oder mehr) tatsächlich etwas WD40 oder besser noch das MoS2 Zeugs reinträufeln und den Motor dann ein paarmal mit rausgeschraubten Zündkerzen drehen. That's it...

  • Zitat

    Original von A4XRBJ1
    Bernd hat recht, schaut Euch mal die Kohlenester von meinem alten Motor an, den Uncle Ho vor kurzem hier reingestellt hat. Fragt Ihn mal, was das für ne Arbeit war die wieder davon zu befreien.
    Andreas


    Ich glaub eher diese kommen von einer unsauberen Verbrennung, aus welchen Gründen auch immer.


    Ich behaupte die winzige Menge von dem eingefüllten Öl verbrennt beim ersten Starten vollständig. Ich denke nicht, dass da Ölkohle oder daraus resultierend Glühnester entstehen.


    Auch die Zylinderwand von einem Alublock fängt an zu oxidieren, sobald das anhaftende Benzin verdunstet ist.
    Diese Oxidschicht wandert natürlich nicht tiefer wie bei einer Stahllegierung sondern die Oxidation hört bei Alu auf sobald die Oberfläche vollständig bedeckt ist.


    Nichts desto trotz ist der Verschleiß beim ersten Starten nach der langen Standzeit meiner Meinung nach enorm, lasse mich da aber eines Besseren belehren.


    Bei einem Block aus Gusseisen würde ich aber auf keinen Fall drauf verzichten wollen.


    Also, wenn ich vor die Wahl gestellt werde, erhöhter Verschleiß beim ersten Starten durch oxidierte Laufbahnen oder zugesetzer Kat (was bei der geringen Menge an Öl und weil es ein einmaliger Vorgang ist, auch unwahrscheinlich ist), dann entscheide ich mich für letzteres.


    Klar, Motor durchdrehen nach dem Einfüllen / Einsprühen bei rausgeschraubten Zündkerzen würde ich in jedem Fall auch machen, aber wie gesagt halt vor dem Einwintern, damit die Zylinderwände vollständig mit Öl bedeckt sind.

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    Dr. Emmett Brown

  • Zitat

    Original von Hamburg CRX
    Ist ja auch kein s2000 Motor sondern ein eh6 CRX, der ist nicht aus Alu.


    Ja mag sein. Hier sind wir aber im S2000-Forum und wenn andere Kollegen hier das lesen könnten einige auf die Idee kommen das beim nächsten Einwintern auch zu machen.
    Ich kann davor nur eindringlich warnen!


    Das eingefüllte Öl bleibt komplett in den Ventiltaschen. Ich hab dazu mal ein Foto beigefügt das ich aufgenommen habe nachdem ich meinen Motor ausgelitert habe. Wieviel Öl muss man wohl einfüllen um die Zylinder komplett zu benetzen. Und vor allem wie kriegt man denn das eingefüllte Öl an die Zylinderwände?


    @chibo157: die Rückstände kommen also Deiner Meinung nach von einer unsauberen Verbrennung. OK, das Benzin verbrennt also unsauber und hinterlässt dabei Ölkohle.
    Das eingefüllte Öl verbrennt hingegen nach Deiner Theorie beim Starten sofort und rückstandsfrei.


    Ist aber genau umgekehrt.


    Und an der Aluminium-Zylinderwand "haftet" auch kein Benzin, sondern ein Ölfilm. Dazu wird die Laufbahn ja auch gehont um einen dünnen Ölfilm zu gewährleisten. Wenn das Öl aber "vollständig" verbrennen würde -wie Du ja schreibst- hätte man keine Schmierung mehr.

  • Ich würde weder Öl noch WD-40 einfüllen.
    Gerade WD-40 hat mieserable Schmiereigenschaften, was ich an anderer Stelle schon selbst erfahren musste.
    WD-40 ist gut, aber hauptsächlich zum Rostlösen, versiegeln und reinigen, aber im Motoreninnern verdünnt's nur das Öl.


    Gruß


    Markus

  • Zitat

    Original von bpaspi
    Und vor allem wie kriegt man denn das eingefüllte Öl an die Zylinderwände?


    Das sehe ich auch so........


    Halte davon absolut gar nix. Finde man sollte es auch nicht übertreiben....

  • Ich kenn es beim einlagern nur so:


    Zylinderkopf ab, ein wenig Öl auf den Finger oder einen nicht fusselnden Lappen und alles leicht benetzen, in etwa so wie beim einbauen von neuen Kolben.


    Dann Zündkerze locker reindrehen, handfest, Zylinderkopf leicht anziehen, dass die Dichtung abschließt und Aus- sowie Einlass mit nem Lappen verschließen.


    Habe damit gute Erfahrungen gemacht, bei Grauguss sowie Aluminium Zylindern.


    Was haltet ihr davon ?


    mfg Rox