Fahrzeug oder Stehzeug?

  • Hallo zusammen,


    Obwohl die meisten ja schwärmen, wie toll der S zu fahren ist, scheinen aufgrund der Beiträge in den Foren die durchschnittlichen Jahresfahrleistungen laufend bis hin zu “bewege den zwischendurch mal, damit sich die Standschäden in Grenzen halten“ zu sinken.


    Ich habe meinen S seit nun 17 Jahren, wobei das Fz inzwischen genau 20jährig ist und stelle das bei mir auch in einem gewissen Masse fest. Anfänglich fuhr ich eher so 6 - 7000km und einen hinteren Reifensatz pro Saison :D , inzwischen eher so 3000 pro Jahr :sleeping:


    Nimmt die Attraktivität des S als Fahrzeug mittlerweile ab? Oder sind die verbleibenden Exemplare eher nur noch 3./4. oder Sammlerfahrzeug? Oder gibt es andere Gründe? Ich selber habe festgestellt, dass ich den S nach einer Pause anfänglich vor allem leistungstechnisch nicht mehr so attraktiv finde. Ich benötige einige Stunden oder Tage, um mich an den S zu gewöhnen und finde ihn dann immer besser. Wenn ich mir und dem Fahrzeug diese Zeit gebe, finde ich wieder die Freude daran - seltsam, ist aber so. Die volle Leichtigkeit, Agilität und Direktheit erschliesst sich mir erst allmählich wieder. Nur zwischendurch alle paar Wochen mal eine kurze Runde bringt mir nichts, eher Enttäuschung. Man muss sich die Beziehung zum S immer wieder richtig erarbeiten :rolleyes:


    Wie ist das bei euch? Fahrzeug oder Stehzeug?

  • Bei mir sieht es zur Zeit ähnlich aus. Der S steht sehr viel. Im Moment komme ich nicht mal auf 1000 km im Jahr. Das wird sich nächstes Jahr hoffentlich wieder ändern (dann ist mein Bauprojekt endlich abgeschlossen). Aber ich bin bei dem Auto auch echt zwiegespalten. Ich liebe die Kiste und fahre supergerne damit. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Mein S ist vom Setup her ziemlich auf Fahrspaß getrimmt, der geht zwar auch schnell ums Eck, aber vor allem immer mit dem entsprechenden Kribbeln. Und genau diese Fahrzustände lassen sich im öffentlichen Straßenverkehr so gut wie nie herstellen. Entweder zu gefährlich oder einfach aufgrund anderer Verkehrsteilnehmer einfach nicht möglich.
    Meistens schwimme ich mit dem Auto im Verkehr mit. Das Ende vom Lied sowohl Auto als auch Fahrer sind gelangweilt. Sobald es mal irgendwo schnellere Kurven gibt merke ich sofort wie es wieder juckt, werde aber dann meist direkt von der Verkehrssituation oder den Regeln wieder eingebremst. Es bleiben für mich derzeit nur relativ wenig genutzte Landstraßen (die meisten davon mit mindestens 30 Minuten Anfahrt) oder Rennstrecken übrig um das Auto so zu bewegen wie es mir am meisten Spaß macht. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber vor ein paar Jahren war es bei uns in der Gegend noch deutlich leichter mal flott auf der Landstraße unterwegs zu sein. Inzwischen sind aber viele tolle Strecken in meiner direkten Umgebung baulich entschärft oder in der Geschwindigkeit stark reglementiert worden. Meist mit der Begründung um Motorradunfälle zu reduzieren.
    Prinzipiell finde ich das auch gut, dass es weniger Unfälle mit Motorrädern gibt, aber hier in der Gegend werden so auch die Strecken für mich als ambitionierten S-Fahrer immer weniger.
    Also bleibt der Wagen jetzt häufiger stehen und wird nur noch für Ausfahrten hervorgeholt für die er gedacht und gemacht wurde :)

  • Mindestens 2 schöne Touren pro Jahr und zu besonderen Anlässen kommt der S ans Sonnenlicht. Macht bei mir im Mittel 5375 km pa laut Bordbuch. Dabei decke ich Süddeutschland, Österreich, Italien, Schweiz und Frankreich bei den Touren ab. Bei diesen Ausflügen wird der S2000 artgerecht bewegt und die Reifenoberfläche wird ordentlich aufgeraut. Bisher hat sich noch kein Kumpel bei einer gemeinsamen Ausfahrt beschwert, dass er sich gelangweilt hat.

  • Die Frage ist immer: Den Wagen „mehr“ im Alltag fahren, oder lieber schonen? Im Alltag bekommt er schnell Gebrauchsspuren. Einer bleibt mit dem Einkaufswagen in der Tür hängen, der Nächste beim Ausparken an der Heckschürze, die Felgen bleiben mal am Bordstein hängen usw..


    Meiner ist vom Zustand zu gut, als daß ich ihn im Alltag groß bewegen würde. Dann lieber nur zum Fahren um des Fahrens Willen ihn aus der Garage holen und Spaß haben. Vielleicht sähe die Sache anders aus, wenn ich einen verranzten S2000 fahren würde, was dann allgemein dann nicht so schlimm ist, wenn zur 15. Delle noch eine 16. dazukommt.


    Ich sehe das auch an meinem Daily. Wenn erstmal ein paar Beulen und Kratzer im Auto drin sind, ist man entspannter bei neuen Beulen. Wenn man, wie bei meinem S, aber noch keine Schäden am Wagen hat, dann möchte man diesen makellosen Zustand möglichst lange konservieren. Und dann schließt das die Nutzung als Daily aus.


    Alex :)

  • Habe meinen S 2005 neu gekauft.
    im 1. Jahr bin ich 15000 km gefahren.
    im 2. 5000 km
    Heute hat er 42000 auf der Uhr...
    D.h. da war auch mal das ein oder andere Jahr mit ganzen 100 oder 200km Laufleistung dabei.


    Dafür gibt's mehrere Gründe für mich:
    Auf vielen Alltagsfahrten möchte ich ihn einfach nicht mehr nehmen, weil er mir zu schade dafür ist.
    Je nach Fahrt bin ich dann doch etwas paranoid dass sich die im 100% Originalzustand befindliche Karosserie auf irgendeinem Baumarktparkplatz beschädigt werden könnte. Den Dellenorthopäden hat er schon 3x besuchen müssen.


    Das Alltagsauto weiß ich wird irgendwann gehen. Der S weiß ich wird bleiben.


    Auf langen BAB-Strecken die ich einfach nur hinter mich bringen will, bietet der BMW einfach mehr Komfort und sehr viel angenehme Technik. Und auf einer 500km Autobahnfahrt kann der S da nicht mal beim Fahrspaß Punkte gegen den V8 Turbo gut machen.


    Wenn ich ihn aber dann mal auf der Landstraße zum Vergnügen spazieren, oder 1x im Jahr zu Ferienhaus fahre, fehlt mir nichts....wirklich nicht...kein V8, keine High End-Infotainment-System, oder 11-Fach el. Verstellbare Sitze...Da zählt dann nur der Spaß am Fahren.


    Dafür ist halt dann leider nicht so oft Zeit. :S

  • Ich kann meinen Vorrednern nur in allen Punkten zustimmen.
    Ich habe meinen S vor exakt 14 Jahren mit 7.500km gekauft und jetzt knapp 83.000km auf dem Display. Sind also gut 5.000km/Jahr. Aber aktuell komme ich auf max. 1.000km/anno.
    Der Fahrspaß ist ungebrochen, aber nach all den Jahren sicherlich ein wenig abgenutzt. Dennoch ist es ein solches Vergnügen, den S bei gutem Wetter auf den passenden Straßen zu fahren...das ist immer noch fantastisch.
    Und klar, das Schonen spielt immer eine Rolle, weil ich den S ja ein Leben lang behalten will. So kommt er bei "A-nach-B-Fahrten" kaum zum Einsatz.
    Ich glaube, wir alle machen das genau richtig ;):nod:


    Gruß
    Markus

  • Bei mir ist es auch so wie bei den meisten. Habe nach 15 Jahren jetzt 77.000 km drauf. Ich nutze den S 2000 zwar prinzipiell schon als Alltagsauto, aber halt wirklich nur von März bis Oktober bei schönem Wetter, wenn man auch wirklich offen fahren kann und weit und breit kein Regenwölkchen zu sehen ist. Ansonsten nehme ich mein anderes Auto und in die Arbeit kann ich eh zu Fuß gehen.

  • Als Teil meiner Autosammlung bewege ich meinen S die letzten Jahre pro Saison 1-2 Tankfüllungen.
    Gesamtfahrleistung des 05er Modells: 37tkm.


    Er steht im Wettbewerb mit RS4 Cabrio, TT 8N 3.2 Roadster, CRX del sol Motegi, Toyota MR2 W2 3.0 V6 und TRD 2000GT Turbo.


    Der S ist für mich das "Motorrad" unter allen, das man nur bei bestem Wetter und unter Idealbedingungen rausholt.
    Auf der Autobahn bereitet er wenig Freude, für den schnellen Trip über kurvige Landstraßen ist er die erste Wahl.
    Dabei fehlt dem Motor natürlich der Druck und das Drehmoment der anderen (außer CRX), aber die Agilität und Direktheit
    begeistern noch immer und macht ihn einzigartig.


    Für meine Frau ist der S klarer Favorit im Fuhrpark - ein Grund, warum er niemals gehen wird... :-)

  • Also ich fahr meinen S den kompletten Sommer.
    Hab ihn 09.2011 mit 62.xxxkm gekauft und jetzt hat er 134.xxxkm
    2019 wurde er nicht bewegt und 2020 leider auch nur 1,5Monate.
    Ab 2021 gehts wieder normal weiter :)

    Summer: Honda S2000
    Winter: BMW 320ci E46


    BMW 320i E36 - Destroyed... 12/2018
    VW Vento - sold 11/2014
    BMW 320i E36 - sold 03/2013
    Toyota Celica T20 - sold 11/2012
    Toyota Supra MK3 - sold 09/2011 :(

  • Hallo Community,


    also der S2k ist mein zweit fahrzeug und noch dazu fahre ich auch motorrad wovon ich auch zwei habe ;P


    Alltag auto 15k km /jahr (Nur ein normaler Passat mit leistung)
    s2k 5-9k km / jahr
    Bikes 7-12k km/ jahr (1000er fireblade auch in schwarz/rot wie der S2k und 125er NSR 2takt)


    Insgesamt fahre ich so ca. 25-30k km in durschnitt pro jahr.


    Also mir wäre es etwas zuschade sie nur stehen zulassen, da gibt es andere Sammlerfahrzeuge wo es sich mehr auszahlen würde diese in der Garage zulassen und nur 200km pro jahr zu bewegen.


    Aber 3000km ist doch noch ein gute und schöne zeit mit deinem S2k. (Solange nicht Autobahn ;P)

  • Bei mir ist es etwas anders
    Ich benutze den Wagen bei jeder Gelegenheit im Sommer. Da ist alles dabei Ausfahrten, etwas Track, zur Arbeit usw. Nur nicht zum Einkaufen, aus o.g. genannten Gründen. Auch in den Wintermonaten hole ich ihn aus der Garage für Ausfahrten wenn die Wetterlage stabil sonnig und trocken ist. Kann einfach die den Wagen nicht stehen sehen denn auch nach 8 Jahren bringt mir das fahren mit dem S immer ein Lächeln ins Gesicht. So kommen dann 7-8000 km im Jahr zusammen.
    Selbst dieses Jahr, wo ich Corona bedingt viel weniger erwartet hatte, habe ich jetzt schon 8k km zusammen, davon knapp 5000 Km für zweimal Nürburgring und einmal Schweiz und Lombardei. Aber nach der letzten Tour mit 10 Stunden und 1000 km Autobahn zurück nach Hamburg war ich froh den Wagen abzustellen. Ist einfach kein Langstrecken Auto. Aber als Flachland Tiroler wollte ich den S unbedingt mal über Pässe scheuchen, insofern war es die Tortur dahin wert.
    Für mich ist das Auto kein Stehzeug sondern eine Fahrmaschine. Und so soll es unbedingt bleiben.
    Habe immer einen S haben wollen, ihn aber nie als Sammlerobjekt gesehen. Das die Preise jetzt steigen ist ein netter Nebeneffekt, aber nicht wirklich interessant für mich da er später mal Erbmasse werden soll. Der geht nicht mehr weg :thumbsup:

  • Gekauft im September 2013 mit 17.000km.
    2013: 3.000km (in einem Monat, direkt nach dem Kauf)
    2014: 2.600km
    2015: 2.900km
    2016: 2.900km
    2017: 4.600km
    2018: 2.500km
    2019: 7.500km (Euromeet)
    2020: 6.900km (Corona bedingt sehr viel @Home während dem Sommer)
    Mein Fahrmuster hat sich 2017 komplett geändert.


    Vor 2017:
    Der S ist mein Traumauto seit ich 12 bin. Wenn ich in den S steige, dann weiß ich genau wo ich damit hinfahre, wie die Strecke dort hin ist, wie das Wetter ist und wie die Parksituation sein wird. Der S wird nicht bewegt wenn es regnen könnte, die Straßen dorthin schmutzig oder voller Steine sein könnten und die Parksituation muss auch entsprechend "sicher" sein. Zur Arbeiten bin ich selten damit gefahren da ich den Kilometerstand nicht durch unnötiges Autobahnfahren hoch drehen wollte. Auch fürs Einkaufen fahren war er mir zu schade. Es waren also meistens Ausfahrten, sportliche Touren durchs Gebirge oder für den abendliche Restaurantbesuche. Und selbst dann: Landstraße am Abend ist nicht gut für den Lack wegen den ganzen Insekten die an der Front kleben. Also direkt danach Waschen oder gar nicht erst fahren. Und bloß nicht in den Regen kommen. Ich glaube ich habe das Auto mehr gewaschen als gefahren.


    Nach 2017:
    Das Auto habe ich gekauft um es zu genießen und nicht um mir ständig Sorgen und Gedanken zu machen. Und mit der Einstellung hat mir der S2000 auf einmal viel mehr Spaß gemacht. Ich bin damit in die Arbeit, zum Einkaufen (wenn ich wusste dass es da halbwegs sichere Einzelparkplätze gibt), durch die Stadt,... vorrangig natürlich auch nur wenn das Wetter gepasst hat, denn im Regen macht der S manchmal auch keinen Spaß. Regen und Schmutz hat mich aber nicht mehr so sehr gestört. Lässt sich ja entfernen. Genauso wie jeder Kratzer oder die meisten Dellen.


    Ausschlaggebend für die neue Ansicht zum Fahren des S2000 war das kennenlernen eines Besitzers von einem Honda NSX mit über 600.000km. Der fährt damit im Sommer und im Winter seit 20 Jahren. Zum Wandern, zum Einkaufen.... mein Gott ich musste sogar zusehen wie er ein Stück Schweinestelze auf seinem Heckspoiler mit dem Taschenmesser zerlegt und gegessen hat :D
    Aber er ist eben glücklich mit dem Auto. Es ist ein Teil von ihm und begleitet ihn überall hin. Und wenn dann mal ein Kratzer nachlackiert werden muss, oder eine Delle ausgebessert werden muss, dann wird das auch nicht unmöglich sein. Wertverlust? An den Verkauf meines S2000 habe ich noch nie gedacht. Und selbst dann kann ich ihn in jedem Fall teurer verkaufen als ich ihn eingekauft habe.

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    Details: www.s2000.wiki

  • für die Nicht-Österreicher:Er meint "Schweinshaxn".
    Oh je, das haben jetzt auch wieder nur höchstens 20% verstanden... :lol:


    Danke fürs Übersetzen aber ich glaube im Norden DE ist auch Schweinehaxn ein Fremdwort? :D


    Ich hatte da mit einigen Sprachbarrieren zu kämpfen. Das meiste bei Gerichten und deren Zutaten :P
    Was mich am meisten schockierte war die Tatsache dass man im Norden den Satz "Es geht sich aus" oder "Wenn es sich ausgeht dann..." nicht versteht.

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  • Als gebürtiges Nordlicht kann ich euch beruhigen, die Schweinshaxe ist schon universell und wird verstanden.


    Aber wenn du auf dem Wochenmarkt nach Paradeisern, Vorgerlsalat, Faschiertem oder einem Lungenbraten fragst, wirst du sicher Fragezeichen in den Gesichtern sehen. Zusammen bei einem 16er Blech kommt man dann schnell tiefer ins Gespräch. ;-)

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  • Ansonsten ist es bei mir mit dem S wie bei vielen anderen hier auch. Ich hab den als Spielzeug für mich und im Alltag komme ich nicht wirklich dazu damit zu spielen. Er wird bewusst bei schönem Wetter von der Leine gelassen. Daher steht er natürlich schon ziemlich viel, aber es ist dann immer etwas besonderes ihn zu bewegen.

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